Nikola Stajković: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 44: Zeile 44:
 
==Vorgestellt==
 
==Vorgestellt==
  
Stammgäste im [[Leopoldskroner-Bad]] können sich noch gut an diese Szenen erinnern: Vlado Stajkovic, ein stets braun gebrannter Feschak, steht am Beckenrand und dirigiert seinen Sohn Niki, der sich ab dem dritten Lebensjahr ins Wasser stürzen musste. Aus einem, drei, fünf oder zehn Metern. Circa eine Million Sprünge hat Niki in 30 Jahren absolviert, und er ist dabei fünf Millionen Meter die Treppen hinauf gestiegen – und die gleiche Distanz kopfüber hinunter gesprungen.
+
Stammgäste im [[Leopoldskroner Bad]] können sich noch gut an diese Szenen erinnern: Vlado Stajkovic, ein stets braun gebrannter Feschak, steht am Beckenrand und dirigiert seinen Sohn Niki, der sich ab dem dritten Lebensjahr ins Wasser stürzen musste. Aus einem, drei, fünf oder zehn Metern. Circa eine Million Sprünge hat Niki in 30 Jahren absolviert, und er ist dabei fünf Millionen Meter die Treppen hinauf gestiegen – und die gleiche Distanz kopfüber hinunter gesprungen.
  
 
Was empfindet Niki Stajkovic, der auf Hawaii lebt und im Moment auf Besuch in seiner alten Heimat weilt, wenn er am "Lepi" vorbei fährt? "Es war mir immer peinlich, dass meinetwegen das Becken gesperrt wurde. Gleichaltrige haben oft gesagt, schaut' euch den Angeber an. Am liebsten wollte ich versinken, aber der Papa hat gemeint: Noch einmal! Und als braver Bub habe ich gehorcht."
 
Was empfindet Niki Stajkovic, der auf Hawaii lebt und im Moment auf Besuch in seiner alten Heimat weilt, wenn er am "Lepi" vorbei fährt? "Es war mir immer peinlich, dass meinetwegen das Becken gesperrt wurde. Gleichaltrige haben oft gesagt, schaut' euch den Angeber an. Am liebsten wollte ich versinken, aber der Papa hat gemeint: Noch einmal! Und als braver Bub habe ich gehorcht."
Zeile 57: Zeile 57:
  
 
Heim nach Salzburg zieht es ihn immer wieder, weil er den Kontakt nicht verlieren will. Vor kurzem hat er mit seinen Ex-Mitschülern das 30-jährige Maturajubiläum gefeiert. Und bis zur Rückkehr will er hier das Golfspielen richtig lernen und geschäftliche Kontakte knüpfen. Einen Deal hat er bereits fixiert: Er eröffnet eine "Eiszeit-Filiale." Künftig erwartet seine Gäste, die zu 60 Prozent aus den USA und zu 20 bis 30 Prozent aus Europa kommen, ein Salzburger Eisgenuss auf Hawaii.
 
Heim nach Salzburg zieht es ihn immer wieder, weil er den Kontakt nicht verlieren will. Vor kurzem hat er mit seinen Ex-Mitschülern das 30-jährige Maturajubiläum gefeiert. Und bis zur Rückkehr will er hier das Golfspielen richtig lernen und geschäftliche Kontakte knüpfen. Einen Deal hat er bereits fixiert: Er eröffnet eine "Eiszeit-Filiale." Künftig erwartet seine Gäste, die zu 60 Prozent aus den USA und zu 20 bis 30 Prozent aus Europa kommen, ein Salzburger Eisgenuss auf Hawaii.
 
+
 
 
==Quellen==
 
==Quellen==
 
*Salzburger Nachrichten (Hans Adrowitzer)
 
*Salzburger Nachrichten (Hans Adrowitzer)

Version vom 22. August 2007, 08:53 Uhr

Nikola "Niki" Stajkovic (* 1. März 1959 in Salzburg) ist ein ehemaliger Wasserspringer.

Als Dreijähriger tat Stajkovic seine ersten Sprünge, weil ihn sein Vater Vlado zu einem Klasse-Wasserspringer formen wollte. Ein Husarenstück liefert er als Zehnjähriger bei den Österreichischen Meisterschaften: Erst gewann er das Springen vom Turm, dann über 50 Meter Delfin. Mit 13 Jahren nahm er 1972 in München erstmals an Olympischen Spielen teil und wurde als Wunderkind gepriesen. Stajkovic erreichte den beachtlichen 18. Platz. 1981 gewann er EM-Bronze vom Dreimeterbrett, 1987 EM-Silber. Bei Olympia 1980 in Moskau wurde er Achter. Niki, der 1977 am Musischen Gymnasium Salzburg maturierte, studierte in den USA Wirtschaft und Psychologie und lebt heute auf Hawaii, wo er Ferienhäuser vermietet.

Olympiateilnahmen

Jahr Ort Disziplin Platzierung
1972 München Turmspringen 18
1976 Montreal Turmspringen 12
1980 Moskau Turmspringen 8
1980 Moskau 3-m-Brett 12
1988 Seoul 3-m-Brett 9
1992 Barcelona 3-m-Brett 22

Vorgestellt

Stammgäste im Leopoldskroner Bad können sich noch gut an diese Szenen erinnern: Vlado Stajkovic, ein stets braun gebrannter Feschak, steht am Beckenrand und dirigiert seinen Sohn Niki, der sich ab dem dritten Lebensjahr ins Wasser stürzen musste. Aus einem, drei, fünf oder zehn Metern. Circa eine Million Sprünge hat Niki in 30 Jahren absolviert, und er ist dabei fünf Millionen Meter die Treppen hinauf gestiegen – und die gleiche Distanz kopfüber hinunter gesprungen.

Was empfindet Niki Stajkovic, der auf Hawaii lebt und im Moment auf Besuch in seiner alten Heimat weilt, wenn er am "Lepi" vorbei fährt? "Es war mir immer peinlich, dass meinetwegen das Becken gesperrt wurde. Gleichaltrige haben oft gesagt, schaut' euch den Angeber an. Am liebsten wollte ich versinken, aber der Papa hat gemeint: Noch einmal! Und als braver Bub habe ich gehorcht."

Nikola (so sein Taufname) Stajkovic entstammt der reichsten Familie aus dem ehemaligen Jugoslawien. "Mein Urgroßvater hieß Pasic und war Ministerpräsident, er beherrschte 18 Sprachen. Mein Vater war das schwarze Schaf der Familie, weil er sich nur für Sport interessierte", verriet Niki beim Frühstück mit den Salzburger Nachrichten. "Warum ausgerechnet Wasserspringen? "Keine Ahnung. Wenn ich die Wahl gehabt hätte, wäre ich Abfahrer geworden. Oder Surfer, wenn es damals möglich gewesen wäre. Dann wäre ich heute Surfprofi", sagte der sechsfache Teilnehmer an Olympischen Spielen. "Olympia, das war nicht so meins", sagt er. "Entweder ich war krank oder verletzt. In Seoul 1988 hatte ich eine Blutvergiftung, der rote Strich reichte schon bis zum Hals. 1992 in Barcelona wurde meine Angina mit Penicillin behandelt und habe allergisch darauf reagiert."

Aber es kam noch ärger für Niki, der sich schon ein berufliches Standbein geschaffen hatte und auf Hawaii im Immobiliengeschäft tätig war. "Während ich in Barcelona war, hat mein Geschäftspartner meine Unterschrift gefälscht. Die Folge waren ein jahrelanger Streit mit den Gerichten und ein Verlust von circa einer Million Euro. Aber ich hatte auch Glück im Unglück, denn einige Jahre später sind die Preise am Realitätenmarkt gestiegen. Inzwischen läuft das Geschäft ganz gut."

Weltenbummler Stajkovic, der die Erde im Flugzeug etwa 170 Mal umrundet hat, vermietet Ferienhäuser und -wohnungen direkt am Meer. Hier sieht es aus wie im Paradies. "Das Klima auf Hawaii ist genial. Das Wasser ist nie kälter als 24 Grad." Hier hat Niki viel Spaß am Leben. Oft frönt er sechs Stunden am Tag seiner großen Leidenschaft, dem Wellenreiten. Und ein paar Mal hat er dem Tod schon ins Auge geblickt. Einmal wäre er bei zehn Meter hohen Wellen beinahe ertrunken, ein anderes Mal hat ihn ein Touristenschiff mit "lauter betrunkenen Passagieren" gerammt. "Ich bin schnell unter getaucht, sonst hätte mich der Propeller zerfetzt", erzählte der Modellathlet.

Niki ist mit seinem bubenhaften Lachen sympathisch wie eh und je. Von seinem Waschbrettbauch hat er nichts eingebüßt. Im Moment wandelt der sieben Jahre lang mit einer Kanadierin verheiratete Salzburger auf Freiersfüßen. Die "Richtige", mit der er eine Familie gründen will, habe er noch nicht gefunden.

Heim nach Salzburg zieht es ihn immer wieder, weil er den Kontakt nicht verlieren will. Vor kurzem hat er mit seinen Ex-Mitschülern das 30-jährige Maturajubiläum gefeiert. Und bis zur Rückkehr will er hier das Golfspielen richtig lernen und geschäftliche Kontakte knüpfen. Einen Deal hat er bereits fixiert: Er eröffnet eine "Eiszeit-Filiale." Künftig erwartet seine Gäste, die zu 60 Prozent aus den USA und zu 20 bis 30 Prozent aus Europa kommen, ein Salzburger Eisgenuss auf Hawaii.

Quellen

  • Salzburger Nachrichten (Hans Adrowitzer)
  • ÖOC

Weblinks

Ferienhäuser auf Hawaii