Schloss Gartenau: Unterschied zwischen den Versionen
K (ergänzt) |
K |
||
| Zeile 6: | Zeile 6: | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
| − | Der Name Gartenau geht auf einen Hof "''Kattenowe''" (die Bezeichnung für einen Gutshof im Jahr [[1286]]), auch "''Gatenau''" des [[13. Jahrhundert|13.]] und [[14. Jahrhundert]] zurück. Bereits [[1339]] wurde Gartenau, damals noch unter dem Namen "Grafengaden" als ''Gut'' erwähnt und um 1400 vom [[Pfleger]] von [[Glanegg]] Rudolf [[Trauner]] in einen Ansitz umgewandelt. Bauherren waren die aus der bayerischen Oberpfalz stammenden Grafen von Sulzbach, die auch als Stifter der [[ | + | Der Name Gartenau geht auf einen Hof "''Kattenowe''" (die Bezeichnung für einen Gutshof im Jahr [[1286]]), auch "''Gatenau''" des [[13. Jahrhundert|13.]] und [[14. Jahrhundert]] zurück. Bereits [[1339]] wurde Gartenau, damals noch unter dem Namen "Grafengaden" als ''Gut'' erwähnt und um 1400 vom [[Pfleger]] von [[Glanegg]] Rudolf [[Trauner]] in einen Ansitz umgewandelt. Bauherren waren die aus der bayerischen Oberpfalz stammenden Grafen von Sulzbach, die auch als Stifter der [[Fürstpropstei Berchtesgaden]] bekannt sind. Um [[1430]] erwarb die durch den [[Salzhandel]] reich gewordene [[Laufen]]er Schiffsherrenfamilie Scheller das Schloss und nannte sich "Scheller von Gartenau". |
Im [[16. Jahrhundert]] wurde von [[Jakob Belasi]], einem Bruder des damaligen [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischofs]] [[Johann Jakob Khuen von Belasi]] der südlich gelegene Trakt des Schlosses errichtet. Der nördliche entstand um [[1800]]. | Im [[16. Jahrhundert]] wurde von [[Jakob Belasi]], einem Bruder des damaligen [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischofs]] [[Johann Jakob Khuen von Belasi]] der südlich gelegene Trakt des Schlosses errichtet. Der nördliche entstand um [[1800]]. | ||
Version vom 11. November 2013, 09:00 Uhr
Das Schloss Gartenau befindet sich in der Tennengauer Bezirkshauptstadt Hallein. Es zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in Hallein.
Lage
Schloss Gartenau liegt am südwestlichen Abhang des Gebirgsausläufers des Göll-Massivs oberhalb der Königsseeache in der Katastralgemeinde Taxach.
Geschichte
Der Name Gartenau geht auf einen Hof "Kattenowe" (die Bezeichnung für einen Gutshof im Jahr 1286), auch "Gatenau" des 13. und 14. Jahrhundert zurück. Bereits 1339 wurde Gartenau, damals noch unter dem Namen "Grafengaden" als Gut erwähnt und um 1400 vom Pfleger von Glanegg Rudolf Trauner in einen Ansitz umgewandelt. Bauherren waren die aus der bayerischen Oberpfalz stammenden Grafen von Sulzbach, die auch als Stifter der Fürstpropstei Berchtesgaden bekannt sind. Um 1430 erwarb die durch den Salzhandel reich gewordene Laufener Schiffsherrenfamilie Scheller das Schloss und nannte sich "Scheller von Gartenau".
Im 16. Jahrhundert wurde von Jakob Belasi, einem Bruder des damaligen Salzburger Erzbischofs Johann Jakob Khuen von Belasi der südlich gelegene Trakt des Schlosses errichtet. Der nördliche entstand um 1800.
Nach der Grundentlastung 1848 kaufte Evelyn Freiin von Hammer-Purgstall den Besitz. Ihr Gatte Adolf von Berndt begann mit der Zementgewinnung, die seit 1864 von der Familie [[Leube], heute Zementwerk Leube GmbH, betrieben wird.
Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und ist nicht zu besichtigen.
Ausstattung
In dem langgestreckten, rechteckigen Schloss sind im ersten Stockwerk Freskenreste des Vorgängerbaues erhalten. Sowohl im Schloss, als auch in der großen Schlosskapelle sind noch spätgotische Details zu finden.
Weblinks
- Wikipedia : Ernst Gustav Leube (Achtung: tw. falsche Informationen)
- Schloss Gartenau auf "burgen-austria.com"
Quellen
- www.salzburg.gv.at
- Von Schloss zu Schloss in Österreich, Gerhard Stenzel, Verlag Kremayr & Scheriau, Wien
- Penninger, Ernst: "Die Straßennamen der Stadt Hallein", Sonderdruck aus: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Band 110, Salzburg 1970