Benediktinerinnenabtei Frauenwörth: Unterschied zwischen den Versionen
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Am [[1. September]] [[782]] weiht Bischof [[Virgil]] die Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth, die der Überlieferung nach bereits um das Jahr [[772]] von [[Bayerische Herzöge in Salzburg|Baiernherzog]] [[Tassilo III.]] gegründet wurde. Um [[850]] war die selige Irmengard ([[831]]/[[833 | Am [[1. September]] [[782]] weiht Bischof [[Virgil]] die Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth, die der Überlieferung nach bereits um das Jahr [[772]] von [[Bayerische Herzöge in Salzburg|Baiernherzog]] [[Tassilo III.]] gegründet wurde. Um [[850]] war die selige Irmengard ([[831]]/[[833]]–[[866]]) die erste namentlich bekannte Äbtissin der Abtei. Sie war eine Tochter König Ludwigs des Deutschen und Urenkelin Karls des Großen. | ||
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Zur Zeit der [[Säkularisation]] [[1803]] gab es im Frauenwörther Konvent noch 16 Chorfrauen und 13 Laienschwestern. Das Kloster verlor alle seine Rechte und Besitzungen, doch durften die Nonnen als Pensionistinnen bis zu ihrem Tod in den nunmehr staatlichen Gebäuden wohnen bleiben. Die fünf noch lebenden Klosterfrauen suchten [[1836]] bei König Ludwig I. um die Wiedererrichtung des Klosters an. Nicht nur, dass er dies gestattete, er stiftete auch noch dazu 36.000 [[Gulden]] aus seiner Kabinettskasse. Am [[21. März]] [[1838]] wurde dann das Kloster wieder eröffnet und schon am am [[1. Juni]] traten fünf Novizinnen ein. | |||
Seit dem [[10. Jahrhundert]] gehörten etwa 144 Höfe im heutigen Gemeindegebiet von [[Oberndorf in Tirol]]. | Seit [[1901]] ist Frauenwörth wieder Abtei und damit neben der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] in Salzburg das älteste bestehende deutschsprachige Frauenkloster nördlich der [[Alpen]]. | ||
Die Schwestern widmeten sich vor allem der schulischen Erziehung, doch wurde inzwischen der Schulbetrieb aufgegeben. Der Konvent bietet nun ein vielfältiges Kursangebot in der Erwachsenenbildung und im Klosterladen Produkte wie Lebkuchen, Marzipan und Klosterlikör aus eigener Herstellung an. Ihre Klosterkirche ist die Kirche Mariä Opferung. | |||
Heute leben nun weniger als 20 Schwestern im Kloster. Die 56. Äbtissin ist seit 2006 [[Johanna Mayer]].<ref>[https://www.facebook.com/photo?fbid=10213862525796906&set=a.1099522987885 Bildtext] von [[Gerald Lehner]].</ref> | |||
Seit dem [[10. Jahrhundert]] gehörten etwa 144 Höfe im heutigen Gemeindegebiet von [[Oberndorf in Tirol]] zum Kloster. | |||
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2023_09_17 Fraueninsel Chiemsee Benediktinerinnenabtei Frauenwörth Klosterkirche Mariä Opferung 01.jpg|In der Klosterkirche Mariä Opferung. | |||
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2023_09_17 Fraueninsel Chiemsee Benediktinerinnenabtei Frauenwörth Klosterkirche Mariä Opferung 05.jpg|Auf dem Friedhof bei der Klosterkirche Mariä Opferung | |||
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== Einzelnachweise == | |||
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[[Kategorie:Orden (Kirche)]] | [[Kategorie:Orden (Kirche)]] | ||
[[Kategorie:Benediktinerorden]] | [[Kategorie:Benediktinerorden]] | ||
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Version vom 22. Dezember 2025, 19:40 Uhr


Die Benediktinerinnenabtei Frauenwörth auf der Insel Frauenchiemsee im Chiemsee in Bayern gehört zur Diözese München und Freising.
Geschichte
Am 1. September 782 weiht Bischof Virgil die Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth, die der Überlieferung nach bereits um das Jahr 772 von Baiernherzog Tassilo III. gegründet wurde. Um 850 war die selige Irmengard (831/833–866) die erste namentlich bekannte Äbtissin der Abtei. Sie war eine Tochter König Ludwigs des Deutschen und Urenkelin Karls des Großen.
Hans Herzheimer zu Herzheim[1][2] (* 1454; † 1532) war erster kaiserlicher Salzbaron der Salinen im steirischen landesfürstlichen Markt Aussee[3] und Schirmherr der Abtei. Als solcher ließ er das Kloster zum Schutz gegen die Türken mit Palisaden und Kanonen umgeben.
Zur Zeit der Säkularisation 1803 gab es im Frauenwörther Konvent noch 16 Chorfrauen und 13 Laienschwestern. Das Kloster verlor alle seine Rechte und Besitzungen, doch durften die Nonnen als Pensionistinnen bis zu ihrem Tod in den nunmehr staatlichen Gebäuden wohnen bleiben. Die fünf noch lebenden Klosterfrauen suchten 1836 bei König Ludwig I. um die Wiedererrichtung des Klosters an. Nicht nur, dass er dies gestattete, er stiftete auch noch dazu 36.000 Gulden aus seiner Kabinettskasse. Am 21. März 1838 wurde dann das Kloster wieder eröffnet und schon am am 1. Juni traten fünf Novizinnen ein.
Seit 1901 ist Frauenwörth wieder Abtei und damit neben der Benediktinerinnenabtei Nonnberg in Salzburg das älteste bestehende deutschsprachige Frauenkloster nördlich der Alpen.
Die Schwestern widmeten sich vor allem der schulischen Erziehung, doch wurde inzwischen der Schulbetrieb aufgegeben. Der Konvent bietet nun ein vielfältiges Kursangebot in der Erwachsenenbildung und im Klosterladen Produkte wie Lebkuchen, Marzipan und Klosterlikör aus eigener Herstellung an. Ihre Klosterkirche ist die Kirche Mariä Opferung.
Heute leben nun weniger als 20 Schwestern im Kloster. Die 56. Äbtissin ist seit 2006 Johanna Mayer.[4]
Seit dem 10. Jahrhundert gehörten etwa 144 Höfe im heutigen Gemeindegebiet von Oberndorf in Tirol zum Kloster.
Vorsteherinnen
Bildergalerie
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Glockenturm der Abtei Frauenwörth
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Kloster Frauenchiemsee nach einem Kupferstich von Michael Wening von 1721
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Die Benediktinerinnen-Abtei 1934
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In der Klosterkirche Mariä Opferung.
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Auf dem Friedhof bei der Klosterkirche Mariä Opferung
Quelle
- Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Kloster Frauenchiemsee"
Einzelnachweise
- ↑ siehe EnnstalWiki → enns:Hans Herzheimer zu Herzheim
- ↑ Verlinkung(en) mit "enns:" beginnend führ(t)en zu Artikeln, meist mit mehreren Bildern, im EnnstalWiki, einem Schwesterwiki des SALZBURGWIKIs
- ↑ siehe EnnstalWiki → enns:Markt Aussee
- ↑ Bildtext von Gerald Lehner.