Benediktinerinnenabtei Frauenwörth: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Die Seite wurde neu angelegt
 
K Textersetzung - „siehe Ennstalwiki“ durch „siehe EnnstalWiki“
(27 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{{Erzdiözese Salzburg}}{{historischer Salzburgbezug}}
{{Salzburgbezug}}
[[Datei:Campanile Abtei Frauenwörth.jpg|thumb|Glockenturm der Abtei Frauenwörth]]
[[File:Gesamtansicht Kloster Frauenchiemsee.jpg|thumb|Gesamtansicht Kloster Frauenchiemsee]]
[[File:Gesamtansicht Kloster Frauenchiemsee.jpg|thumb|Gesamtansicht Kloster Frauenchiemsee]]
[[File:Frauenchiemsee-neu.jpg|thumb|left|Kloster Frauenchiemsee nach einem Kupferstich von Michael Wening von 1721]]
[[Datei:Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth 1929.jpg|thumb|In der Klosterkirche Mariä Opferung. Kolorierte Aufnahme aus dem Jahr 1929.]]
Die '''Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth''' auf der Insel [[Frauenchiemsee]] im [[Chiemsee]] in [[Bayern]] gehört zur Diözese München und Freising.
Die '''Benediktinerinnenabtei Frauenwörth''' auf der Insel [[Frauenchiemsee]] im [[Chiemsee]] in [[Bayern]] gehört zur Diözese München und Freising.


== Geschichte ==  
== Geschichte ==  
Am [[1. September]] [[782]] weiht Bischof [[Virgil]] die Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth, die der Überlieferung nach bereits um das Jahr [[772]] von [[Bayerische Herzöge in Salzburg|Baiernherzog]] [[Tassilo III.]] gegründet wurde. Um [[850]] war die selige Irmengard ([[831]]/[[833|33]]–[[866]]) die erste namentlich bekannte Äbtissin der Abtei. Sie war eine Tochter König Ludwigs des Deutschen und Urenkelin Karls des Großen.  
Am [[1. September]] [[782]] weiht Bischof [[Virgil]] die Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth, die der Überlieferung nach bereits um das Jahr [[772]] von [[Bayerische Herzöge in Salzburg|Baiernherzog]] [[Tassilo III.]] gegründet wurde. Um [[850]] war die selige Irmengard ([[831]]/[[833]]–[[866]]) die erste namentlich bekannte Äbtissin der Abtei. Sie war eine Tochter König Ludwigs des Deutschen und Urenkelin Karls des Großen.  


Zur Zeit der [[Säkularisation]] [[1803]] gab es im Frauenwörther Konvent  noch 16 Chorfrauen und 13 Laienschwestern. Das Kloster verlor alle seine Rechte und Besitzungen, doch durften die Nonnen als Pensionistinnen bis zu ihrem Tod in den nunmehr staatlichen Gebäuden wohnen bleiben. Die fünf noch lebenden Klosterfrauen suchten [[1836]] bei König Ludwig I. um die Wiedererrichtung des Klosters an. Nicht nur, dass er dies gestattete, er stiftete auch noch dazu 36.000 [[Gulden]] aus seiner Kabinettskasse. Am [[21. März]] [[1838]] wurde dann das Kloster wieder eröffnet und schon am am [[1. Juni]] traten fünf Novizinnen ein.
<span style="color:green">Hans Herzheimer zu Herzheim</span><ref>siehe EnnstalWiki → [[enns:Hans Herzheimer zu Herzheim]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> (* [[1454]]; † [[1532]]) war erster kaiserlicher Salzbaron der Salinen im steirischen landesfürstlichen <span style="color:green">Markt Aussee</span><ref>siehe EnnstalWiki → [[enns:Markt Aussee]]</ref> und Schirmherr der Abtei. Als solcher ließ er das Kloster zum Schutz gegen die Türken mit Palisaden und Kanonen umgeben.  


Seit [[1901]] ist Frauenwörth wieder Abtei. Die Schwestern widmeten sich vor allem der schulischen Erziehung, doch wurde inzwischen der Schulbetrieb aufgegeben. Der Konvent bietet nun ein vielfältiges Kursangebot in der Erwachsenenbildung und im Klosterladen Produkte wie Lebkuchen, Marzipan und Klosterlikör aus eigener Herstellung an.
Zur Zeit der [[Säkularisation]] [[1803]] gab es im Frauenwörther Konvent noch 16 Chorfrauen und 13 Laienschwestern. Das Kloster verlor alle seine Rechte und Besitzungen, doch durften die Nonnen als Pensionistinnen bis zu ihrem Tod in den nunmehr staatlichen Gebäuden wohnen bleiben. Die fünf noch lebenden Klosterfrauen suchten [[1836]] bei König Ludwig I. um die Wiedererrichtung des Klosters an. Nicht nur, dass er dies gestattete, er stiftete auch noch dazu 36.000 [[Gulden]] aus seiner Kabinettskasse. Am [[21. März]] [[1838]] wurde dann das Kloster wieder eröffnet und schon am am [[1. Juni]] traten fünf Novizinnen ein.


Seit dem [[10. Jahrhundert]] gehörten etwa 144 Höfe im heutigen Gemeindegebiet von [[Oberndorf in Tirol]].
Seit [[1901]] ist Frauenwörth wieder Abtei und damit neben der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] in Salzburg das älteste bestehende deutschsprachige Frauenkloster nördlich der [[Alpen]].
 
Die Schwestern widmeten sich vor allem der schulischen Erziehung, doch wurde  inzwischen der Schulbetrieb aufgegeben. Der Konvent bietet nun ein vielfältiges Kursangebot in der Erwachsenenbildung und im Klosterladen Produkte wie Lebkuchen, Marzipan und Klosterlikör aus eigener Herstellung an. Ihre Klosterkirche ist die Kirche Mariä Opferung.
 
Heute leben nun weniger als 20 Schwestern im Kloster. Die 56. Äbtissin ist seit 2006 [[Johanna Mayer]].<ref>[https://www.facebook.com/photo?fbid=10213862525796906&set=a.1099522987885 Bildtext] von [[Gerald Lehner]].</ref>
 
Seit dem [[10. Jahrhundert]] gehörten etwa 144 Höfe im heutigen Gemeindegebiet von [[Oberndorf in Tirol]] zum Kloster.


== Vorsteherinnen ==
== Vorsteherinnen ==
: siehe [[Vorsteherinnen der Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth]]
: siehe [[Vorsteherinnen der Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth]]
 
{{Absatz}}
== Sehenswert ==
== Bildergalerie ==
Die [[Kirche Mariä Opferung (Frauenchiemsee)]]
<gallery mode="nolines" mode="packed-hover" heights="200">
Datei:Campanile Abtei Frauenwörth.jpg|Glockenturm der Abtei Frauenwörth
File:Frauenchiemsee-neu.jpg|Kloster Frauenchiemsee nach einem Kupferstich von Michael Wening von 1721
Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth 1934.jpg|Die Benediktinerinnen-Abtei 1934
2023_09_17 Fraueninsel Chiemsee Benediktinerinnenabtei Frauenwörth Klosterkirche Mariä Opferung 01.jpg|In der Klosterkirche Mariä Opferung.
2023_09_17 Fraueninsel Chiemsee Benediktinerinnenabtei Frauenwörth Klosterkirche Mariä Opferung 03.jpg
2023_09_17 Fraueninsel Chiemsee Benediktinerinnenabtei Frauenwörth Klosterkirche Mariä Opferung 04.jpg
2023_09_17 Fraueninsel Chiemsee Benediktinerinnenabtei Frauenwörth Klosterkirche Mariä Opferung 02.jpg
2023_09_17 Fraueninsel Chiemsee Benediktinerinnenabtei Frauenwörth Klosterkirche Mariä Opferung 05.jpg|Auf dem Friedhof bei der Klosterkirche Mariä Opferung
</gallery>


== Quelle ==
== Quelle ==
* {{wikipedia-de|Kloster Frauenchiemsee|Kloster Frauenchiemsee}}
* {{wikipedia-de|Kloster Frauenchiemsee|Kloster Frauenchiemsee}}
== Einzelnachweise ==
<references/>


{{SORTIERUNG: Nonnberg, Benediktinenstift}}
{{SORTIERUNG: Frauenwörth, Benediktinerinnenabtei}}
[[Kategorie:Tourismus]]
[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:Sehenswürdigkeit]]
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Geschichte (Erzbistum)]]
[[Kategorie:Altstadt]]
[[Kategorie:Stadtberg]]
[[Kategorie:Nonnberg]]
[[Kategorie:Salzburgs Schätze]]
[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:Denkmalschutz]]
[[Kategorie:Denkmalschutz (Stadt Salzburg)]]
[[Kategorie:Weltanschauung]]
[[Kategorie:Religion]]
[[Kategorie:Religion]]
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
[[Kategorie:Geschichte (Erzbistum)]]
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
[[Kategorie:Geschichte (Erzbistum)]]
[[Kategorie:Kloster]]
[[Kategorie:Stift]]
[[Kategorie:Abtei]]
[[Kategorie:Orden (Kirche)]]
[[Kategorie:Orden (Kirche)]]
[[Kategorie:Benediktinerorden]]
[[Kategorie:Benediktinerorden]]
[[Kategorie:Deutschland]]
[[Kategorie:Bayern]]
[[Kategorie:Chiemgau]]

Version vom 22. Dezember 2025, 19:40 Uhr

Vorlage:Salzburgbezug

Gesamtansicht Kloster Frauenchiemsee
In der Klosterkirche Mariä Opferung. Kolorierte Aufnahme aus dem Jahr 1929.

Die Benediktinerinnenabtei Frauenwörth auf der Insel Frauenchiemsee im Chiemsee in Bayern gehört zur Diözese München und Freising.

Geschichte

Am 1. September 782 weiht Bischof Virgil die Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth, die der Überlieferung nach bereits um das Jahr 772 von Baiernherzog Tassilo III. gegründet wurde. Um 850 war die selige Irmengard (831/833866) die erste namentlich bekannte Äbtissin der Abtei. Sie war eine Tochter König Ludwigs des Deutschen und Urenkelin Karls des Großen.

Hans Herzheimer zu Herzheim[1][2] (* 1454; † 1532) war erster kaiserlicher Salzbaron der Salinen im steirischen landesfürstlichen Markt Aussee[3] und Schirmherr der Abtei. Als solcher ließ er das Kloster zum Schutz gegen die Türken mit Palisaden und Kanonen umgeben.

Zur Zeit der Säkularisation 1803 gab es im Frauenwörther Konvent noch 16 Chorfrauen und 13 Laienschwestern. Das Kloster verlor alle seine Rechte und Besitzungen, doch durften die Nonnen als Pensionistinnen bis zu ihrem Tod in den nunmehr staatlichen Gebäuden wohnen bleiben. Die fünf noch lebenden Klosterfrauen suchten 1836 bei König Ludwig I. um die Wiedererrichtung des Klosters an. Nicht nur, dass er dies gestattete, er stiftete auch noch dazu 36.000 Gulden aus seiner Kabinettskasse. Am 21. März 1838 wurde dann das Kloster wieder eröffnet und schon am am 1. Juni traten fünf Novizinnen ein.

Seit 1901 ist Frauenwörth wieder Abtei und damit neben der Benediktinerinnenabtei Nonnberg in Salzburg das älteste bestehende deutschsprachige Frauenkloster nördlich der Alpen.

Die Schwestern widmeten sich vor allem der schulischen Erziehung, doch wurde inzwischen der Schulbetrieb aufgegeben. Der Konvent bietet nun ein vielfältiges Kursangebot in der Erwachsenenbildung und im Klosterladen Produkte wie Lebkuchen, Marzipan und Klosterlikör aus eigener Herstellung an. Ihre Klosterkirche ist die Kirche Mariä Opferung.

Heute leben nun weniger als 20 Schwestern im Kloster. Die 56. Äbtissin ist seit 2006 Johanna Mayer.[4]

Seit dem 10. Jahrhundert gehörten etwa 144 Höfe im heutigen Gemeindegebiet von Oberndorf in Tirol zum Kloster.

Vorsteherinnen

siehe Vorsteherinnen der Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth

Bildergalerie

Quelle

Einzelnachweise

  1. siehe EnnstalWiki → enns:Hans Herzheimer zu Herzheim
  2. Verlinkung(en) mit "enns:" beginnend führ(t)en zu Artikeln, meist mit mehreren Bildern, im EnnstalWiki, einem Schwesterwiki des SALZBURGWIKIs
  3. siehe EnnstalWiki → enns:Markt Aussee
  4. Bildtext von Gerald Lehner.