Dahlica listerella: Unterschied zwischen den Versionen
MK (Diskussion | Beiträge) |
MK (Diskussion | Beiträge) |
||
| Zeile 11: | Zeile 11: | ||
==Biologie und Gefährdung== | ==Biologie und Gefährdung== | ||
| − | Über die Biologie von '' | + | Über die Biologie von ''D. listerella'' in Salzburg ist nichts bekannt. Trotz intensiver Suche in [[Kasern]] in den Jahren 1986-1998 konnte die Art nicht wieder gefunden werden, auch ist der damalige Lebensraum, an dem mehrere wärmeliebende Arten vorkamen, heute zerstört (durch den Ausbau der Autobahnabfahrt). ''D. listerella'' muss daher heute in Salzburg als ausgestorben betrachtet werden, da sie auch an keiner anderen Stelle wieder gefunden werden konnte (Einstufung RE nach Embacher et al. 2024). |
| + | |||
==Weiterführende Informationen== | ==Weiterführende Informationen== | ||
{{NKIS | taxonid=664}} | {{NKIS | taxonid=664}} | ||
Version vom 17. Dezember 2024, 09:51 Uhr
Dahlica listerella (Tinea listerella Linnaeus, 1758: 540 = Solenobia pineti Zeller, 1852) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Psychidae.
Diagnose
Die Männchen von D. listerella besizen eine Epihyse an der Vordertibie, sehr breite Deckschuppen auf dem Vorderflügel und breite Valven im Genitalapparat. Die weißen Flecken sind relativ fein und eher gleichmäßig verteilt. Zur UNterscheidung von anderen Dahlica-Arten ist eine anatomische Untersuchung notwendig, insvesondere bei den Weibchen, da auch die Säcke von z.B. jenen der Dahlica lichenella nicht zu unterscheiden sind.
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]
D. listerella wurde in Salzburg bisher nur ein einziges Mal nachgewiesen. Der Sack wurde von Fritz Mairhuber am 2.5.1963 in Kasern gefunden (Zone Ia nach Embacher et al. 2024). Aus ihm schlüpfte ein Männchen, das sich jetzt in der Landessammlung am Haus der Natur befindet. Der Fundort liegt in 435 m Höhe (Kurz & Kurz 2024). Über den Lebensraum der Art in Salzburg ist nichts bekannt. D. listerela bewohnt besonders warmtrockene Kiefernbestände in niedrigen Lagen.
Nachbarfaunen
Die Art wird von Huemer (2013) zwar aus allen österreichischen Bundesländern mit Ausnahme von Vorarlberg und Nordtirol angegeben, aus Oberösterreich, Wien und dem Burgenland allerdings nur fraglicher Weise. In Oberösterreich ist die Art seit mehr als 50 Jahren verschollen (Kusdas & Reichl 1974, GBIF 2024). In Bayern ist sie zwar aus allen vier Naturräumen bekannt, rezent allerdings nur aus dem Tertiär-Hügelland und den voralpinen Schotterplatten, sowie aus dem Schichtstufenland (Haslberger & Segerer 2016).
Biologie und Gefährdung
Über die Biologie von D. listerella in Salzburg ist nichts bekannt. Trotz intensiver Suche in Kasern in den Jahren 1986-1998 konnte die Art nicht wieder gefunden werden, auch ist der damalige Lebensraum, an dem mehrere wärmeliebende Arten vorkamen, heute zerstört (durch den Ausbau der Autobahnabfahrt). D. listerella muss daher heute in Salzburg als ausgestorben betrachtet werden, da sie auch an keiner anderen Stelle wieder gefunden werden konnte (Einstufung RE nach Embacher et al. 2024).
Weiterführende Informationen
|
Quellen
- Embacher, Gernot; Gros, Patrick; Kurz, M. A.; Kurz, M. E. & Zeller-Lukashort, Christof, 2011: Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematisches Verzeichnis mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur 19: 5-89.
- Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2011. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 16 Mai 2011].
- ↑ siehe Phänologie