Monopis crocicapitella: Unterschied zwischen den Versionen
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*Hannemann, H.-J. 1977. Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera III. Federmotten (Pterophoridae) Gespinstmotten (Yponomeutidae) Echte Motten (Tineidae). – In: Dahl, F. 1925. Die Tierwelt Deutschlands. 63. Teil. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 275 pp., 17 Taf. | *Hannemann, H.-J. 1977. Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera III. Federmotten (Pterophoridae) Gespinstmotten (Yponomeutidae) Echte Motten (Tineidae). – In: Dahl, F. 1925. Die Tierwelt Deutschlands. 63. Teil. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 275 pp., 17 Taf. | ||
*Haslberger, A. & A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp. | *Haslberger, A. & A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp. | ||
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*Kurz, M. A., M. E. Kurz & G. Embacher 2010b. Die Tineidae (Lepidoptera) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik, 11: 3-8. | *Kurz, M. A., M. E. Kurz & G. Embacher 2010b. Die Tineidae (Lepidoptera) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik, 11: 3-8. | ||
*[[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz, M. A.]] & [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2024.11.12]. | *[[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz, M. A.]] & [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2024.11.12]. | ||
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Version vom 28. November 2024, 12:53 Uhr
Monopis crocicapitella (Tinea crocicapitella Clemens, 1860: 258) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Tineidae (echte Motten).
Diagnose
Die Vorderflügel sind im Außenteil stärker marmoriert als bei Monopis obviella und die Fransen sind überwiegend gelblich. Die schuppenlose Stelle ist meist kaum von hellen Schuppen umgeben.
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]
M. crocicapitella ist erst in einem einzigen Exemplar aus Salzburg bekannt. Das Tier wurde am 16.6.1965 von Fritz Mairhuber im Sam-Moos gefangen (Zone Ia nach Embacher et al. 2024) und steckte unerkannt in der Salzburger Landessammlung im Haus der Natur. Erst bei der systematischen Bearbeitung dieser Sammlung durch Kurz et al. (2010b) wurde die Identität des Tierchens erkannt. Der Fundort liegt in rund 435 m Höhe (Kurz & Kurz 2024). Über den Lebensraum der Art in Salzburg ist nichts bekannt, ebensowenig über die Generationsfolge. Hannemann (1977) gibt sie aus Deutschland von August bis November an, wo sie im Freien und in Häusern vorkommen soll.
Nachbarfaunen
Nach Huemer (2013) ist M. crocicapitella in Österreich nur aus Vorarlberg, Steiermark, Salzburg, Niederösterreich, Wien und dem Burgenland bekannt. Demnach findet die Art auch keine Erwähnung bei Klimesch (1990) für Oberösterreich. Auch aus Bayern (Haslberger & Segerer 2016) wurden keine Funde publiziert. „“
Biologie und Gefährdung
M. crocicapitella ist in Europa und somit auch in Salzburg ein so genanntes Neozoon. Die Art kam ursprünglich nur in Nordamerika vor und wurde bei uns eingeschleppt. Die Raupe lebt nach Hannemann (1977) in einem sackartigen Gehäuse und kommt primär in Vogelnestern, Taubenschlägen, sowie an Kotresten von Fledermäusen vor, sekundär kann sie aber auch in Häusern auftreten, wo sie an Filz, Teppichen, Kleidung, Hafer und Sämereien angetroffen worden sein soll (siehe auch Gaedike 2019). Über eine Gefährdung im Land ist mangels Daten keine Aussage möglich, doch ist die Art seit dem Erstfund im Jahr 1965 verschollen (Einstufung RE nach Embacher et al. 2024).
Weiterführende Informationen
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Quellen
- Embacher, G., S. Flechtmann, P. Gros & M. A. Kurz 2024 [2025]. Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematische und revidierte Liste mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur. Sonderband. In Zusammenarbeit mit der Naturkundlichen Gesellschaft Salzburg. Haus der Natur, Salzburg: 3-176.
- Gaedike, R. 2019. Tineidae II (Myrmecozelinae, Perissomasticinae, Tineinae, Hieroxestinae, Teichobiinae and Stathmopolitinae). In: Karsholt, O., Mutanen, M. & M. Nuss (2019): Microlepidoptera of Europe 9, Leiden, Boston (Brill): I-XXIII, 1-248.
- Hannemann, H.-J. 1977. Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera III. Federmotten (Pterophoridae) Gespinstmotten (Yponomeutidae) Echte Motten (Tineidae). – In: Dahl, F. 1925. Die Tierwelt Deutschlands. 63. Teil. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 275 pp., 17 Taf.
- Haslberger, A. & A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp.
- Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
- Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332.
- Kurz, M. A., M. E. Kurz & G. Embacher 2010b. Die Tineidae (Lepidoptera) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik, 11: 3-8.
- Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2024.11.12].
Einzelnachweis
- ↑ siehe Phänologie