Aethes aurofasciana: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | '''Aethes aurofasciana''' (''Tortrix aurofasciana'' Mann, 1855) ist eine | + | '''Aethes aurofasciana''' (''Tortrix aurofasciana'' Mann, 1855) ist eine [[Insekten]]art aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] ''[[Lepidoptera]]'' (Schmetterlinge), [[Glossar Biologie#F|Familie]] ''[[Tortricidae]]'' (Wickler, Blattroller). |
| − | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie== | + | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== |
| − | ''A. aurofasciana'' gilt als sehr seltene Art (Razowski 2001) und wurde auch in Salzburg bisher erst zweimal gefunden. Der erste Fund stammt von Mitterberger (1909) aus dem Jahr 1906, der zweite Nachweis erfolgte erst mehr als 100 Jahre später duch Heimo Nelwek im Jahr 2010. Beide Funde stammen aus den Zentralalpen (Zone IV nach Embacher et al. 2011), aus einer Höhenlage von 1650 bzw. 2250 m. Über den natürlichen Lebensraum der Art in Salzburg ist nichts bekannt, die beiden Falter flogen im Juli bzw. August (Kurz & Kurz 2015). Razowski (2001) vermutet aber zwei Generationen im Jahr, da in Mitteleuropa auch Funde aus dem Mai bekannt sind. Nach diesem Autor ist ''A. aurofasciana'' eine seltene alpine Art auf Wiesen und Rasen über Kalksubstrat. | + | ''A. aurofasciana'' gilt als sehr seltene Art (Razowski 2001) und wurde auch in Salzburg bisher erst zweimal gefunden. Der erste Fund stammt von Mitterberger (1909) aus dem Jahr 1906, der zweite Nachweis erfolgte erst mehr als 100 Jahre später duch Heimo Nelwek im Jahr 2010. Beide Funde stammen aus den Zentralalpen (Zone IV nach Embacher et al. 2011), aus einer Höhenlage von 1650 bzw. 2250 m. Über den natürlichen Lebensraum der Art in Salzburg ist nichts bekannt, die beiden Falter flogen im Juli bzw. August ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2015). Razowski (2001) vermutet aber zwei Generationen im Jahr, da in Mitteleuropa auch Funde aus dem Mai bekannt sind. Nach diesem Autor ist ''A. aurofasciana'' eine seltene alpine Art auf Wiesen und Rasen über Kalksubstrat. |
==Biologie und Gefährdung== | ==Biologie und Gefährdung== | ||
| − | Über die Lebensweise der Imagines und die Entwicklungsstadien von ''A. aurofasciana'' ist aus Salzburg nichts bekannt. Nach Razowski (2001) fressen die Raupen in den Blüten und im Stiel von ''[[Gentiana clusii]]'', dem Clusius-Enzian oder Kalk-Glocken-Enzian. Wie der Name schon sagt, ist diese Pflanze ebenfalls besonders auf kalkhaltigen Böden verbreitet und es ist daher zu erwarten, dass ''A. aurofasciana'' auch in den Hochlagen der Salzburger Kalkalpen (Zone II nach Embacher et al. 2011) noch gefunden werden kann. Allerdings sind diese relativ schlecht erforscht. Mangels Daten kann daher zur Zeit auch keine Aussage über eine eventuelle Gefährdung der Art im Land gemacht werden. | + | Über die Lebensweise der [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] und die Entwicklungsstadien von ''A. aurofasciana'' ist aus Salzburg nichts bekannt. Nach Razowski (2001) fressen die Raupen in den Blüten und im Stiel von ''[[Gentiana clusii]]'', dem Clusius-Enzian oder Kalk-Glocken-Enzian. Wie der Name schon sagt, ist diese Pflanze ebenfalls besonders auf kalkhaltigen Böden verbreitet und es ist daher zu erwarten, dass ''A. aurofasciana'' auch in den Hochlagen der Salzburger Kalkalpen (Zone II nach Embacher et al. 2011) noch gefunden werden kann. Allerdings sind diese relativ schlecht erforscht. Mangels Daten kann daher zur Zeit auch keine Aussage über eine eventuelle Gefährdung der Art im Land gemacht werden. |
==Weiterführende Informationen== | ==Weiterführende Informationen== | ||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
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| − | *Kurz, M. A. & M. E. | + | * [[Marion Kurz|Kurz, M. A.]] & [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz, M. E.]]: ''Naturkundliches Informationssystem'', 2000–2015, [http://www.nkis.info www.nkis.info] [online 09 März 2015]. |
| − | *Mitterberger, K. 1909. Verzeichnis der im Kronlande Salzburg bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 49: 195-552. | + | * [[Karl Mitterberger|Mitterberger, K.]] 1909. Verzeichnis der im Kronlande Salzburg bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 49: 195-552. |
| − | *Razowski, | + | *Razowski, Józef: ''Die Tortriciden (Lepidoptera, Tortricidae) Mitteleuropas. Bestimmung-Verbreitung-Flugstandort-Lebensweise der Raupen.'', Hrsgb. Frantisek Slamka, Bratislava, 2001, 319 pp. (siehe [https://species.wikimedia.org/wiki/J%C3%B3zef_Razowski species.wikimedia.org] und [https://en.wikipedia.org/wiki/J%C3%B3zef_Razowski Razowski, Józef] |
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Aktuelle Version vom 8. Mai 2024, 21:13 Uhr
Aethes aurofasciana (Tortrix aurofasciana Mann, 1855) ist eine Insektenart aus der Ordnung Lepidoptera (Schmetterlinge), Familie Tortricidae (Wickler, Blattroller).
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]
A. aurofasciana gilt als sehr seltene Art (Razowski 2001) und wurde auch in Salzburg bisher erst zweimal gefunden. Der erste Fund stammt von Mitterberger (1909) aus dem Jahr 1906, der zweite Nachweis erfolgte erst mehr als 100 Jahre später duch Heimo Nelwek im Jahr 2010. Beide Funde stammen aus den Zentralalpen (Zone IV nach Embacher et al. 2011), aus einer Höhenlage von 1650 bzw. 2250 m. Über den natürlichen Lebensraum der Art in Salzburg ist nichts bekannt, die beiden Falter flogen im Juli bzw. August (Kurz & Kurz 2015). Razowski (2001) vermutet aber zwei Generationen im Jahr, da in Mitteleuropa auch Funde aus dem Mai bekannt sind. Nach diesem Autor ist A. aurofasciana eine seltene alpine Art auf Wiesen und Rasen über Kalksubstrat.
Biologie und Gefährdung
Über die Lebensweise der Imagines und die Entwicklungsstadien von A. aurofasciana ist aus Salzburg nichts bekannt. Nach Razowski (2001) fressen die Raupen in den Blüten und im Stiel von Gentiana clusii, dem Clusius-Enzian oder Kalk-Glocken-Enzian. Wie der Name schon sagt, ist diese Pflanze ebenfalls besonders auf kalkhaltigen Böden verbreitet und es ist daher zu erwarten, dass A. aurofasciana auch in den Hochlagen der Salzburger Kalkalpen (Zone II nach Embacher et al. 2011) noch gefunden werden kann. Allerdings sind diese relativ schlecht erforscht. Mangels Daten kann daher zur Zeit auch keine Aussage über eine eventuelle Gefährdung der Art im Land gemacht werden.
Weiterführende Informationen
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Bilder
Aethes aurofasciana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quellen
- Embacher, Gernot; Gros, Patrick; Kurz, M. A.; Kurz, M. E. & Zeller-Lukashort, Christof, 2011: Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematisches Verzeichnis mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur 19: 5-89.
- Kurz, M. A. & Kurz, M. E.: Naturkundliches Informationssystem, 2000–2015, www.nkis.info [online 09 März 2015].
- Mitterberger, K. 1909. Verzeichnis der im Kronlande Salzburg bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 49: 195-552.
- Razowski, Józef: Die Tortriciden (Lepidoptera, Tortricidae) Mitteleuropas. Bestimmung-Verbreitung-Flugstandort-Lebensweise der Raupen., Hrsgb. Frantisek Slamka, Bratislava, 2001, 319 pp. (siehe species.wikimedia.org und Razowski, Józef
- ↑ siehe Phänologie