Kaiviertel: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 23. Oktober 2011, 13:07 Uhr

Kartenausschnitt Salzburger Altstadt
Datei:Berchtesgadener Hof.jpg
Blick über einen Teil des Kaiviertels von der Festung Hohensalzburg
Datei:Jusitzgebaeude 02.jpg
Blick auf das äußere Kaiviertel: Justizgebäude und Kajetanerplatz
Datei:Domherrrenhaeuser.jpg
Blick auf die Domherrenhäuser im Kaiviertel entlang der Kapitelgasse
Kaiviertel, Ansicht vom Nonnberg aus, mit KH der Barmh. Brüder, dz. Tiefgaragenbau

Das Kaiviertel umfasst das Gebiet in der südöstlichen Altstadt von Salzburg zwischen Salzach, Mozartplatz, Kaigasse und Kajetanerplatz.

Entstehung

Das Kaiviertel entwickelte sich entlang des einstigen Hauptstraßenzuges vom Domplatz über den Kajetanerplatz über das Erentrudistor (später Kajetanertor) nach Hallein und Berchtesgaden.

Name

Der Name Kai soll von Uferschutzbauten abgeleitet worden sein. Damit die Salzach nicht die Ufer auswaschen konnte, hat man diese mit einm Flechtwerk aus Reisig versehen, das man Gehag oder Gehai nannte. Aus diesen Worten entwickelte sich Kai[1].

Gassen

Herrengasse

Hauptartikel: Herrengasse

In dieser kleinen von der Kaigasse Richtung Festung abzweigenden Gasse wohnten früher vorwiegend Domherren; daher auch der Name.

Kaigasse

Hauptartikel: Kaigasse

Die Kaigasse war die wichtigste Straße des Viertels, an der auch die Höfe der Domherren. standen.

Krotachgasse

Sie führte zu den drei Domherrenhöfen:

Die Domherren mussten sich jährlich mindestens drei Monate in der Stadt Salzburg aufhalten und benötigten dazu entsprechende Häuser.

Pfeifergasse

Hauptartikel: Pfeifergasse

Sie führt vom Mozartplatz zum Kajetanerplatz und hat ihren Namen von einer Frau eines Stadtpfeifers, die der Stadt große Stiftungen hinterlassen hatte.

Schanzlgasse

Hauptartikel: Schanzlgasse

Die Schanzlgasse führt vom Kajetanerplatz am Ende der Kaigasse (und des Kaiviertels) nach Nonntal.

Plätze

Doktor-Wilfried-Haslauer-Platz

Hauptartikel: Dr.-Wilfried-Haslauer-Platz

Nach dem Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer benannt, in der Pfeifergasse.

Kajetanerplatz

Hauptartikel: Kajetanerplatz

Der Kajetanerplatz, am Ende der Kaigasse in Richtung Südosten, begrenzt das Kaiviertel.

Papagenoplatz

Hauptartikel: Papagenoplatz

Der Papagenoplatz entstand durch schwere Bombentreffer 1944. Heute steht dort ein hübscher Brunnen, den 1960 die Salzburger Bildhauerin Hilde Heger geschaffen hat. Weiters befindet sich dort der Zirkelwirt, welcher 1647 erstmals erwähnt wird.

Bauten

Chiemseehof

Hauptartikel: Chiemseehof

Im Chiemseehof, ehemals Sitz der Bischöfe von Chiemsee ist heute der Sitz der Salzburger Landesregierung.

Außerhalb der Stadtmauern

Unmittelbar zwischen der Salzach und dem Kaiviertel liegt der Rudolfskai mit der ehemaligen Gewerbeschule, heute Teil der Universität Salzburg, der Basteigasse und der Landhausgasse.

Quellen

Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974

Vorlage:Bezirke Stadt Salzburg

Fußnote

  1. Ein künstlich befestigtes Ufer im Hafen, siehe auch Wikipedia: Was ist ein Kai?