Caloptilia betulicola: Unterschied zwischen den Versionen

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''C. betulicola'' ist aus Salzburg als Imago bisher nur durch zwei Funde bekannt geworden, die aus dem Unzinger Moor ([[Kraiwiesen]] bei [[Eugendorf]]) und aus [[Kasern]] stammen. Als Mine wurde die Art zudem noch im [[Sam]]-Moos am Stadtrand von Salzburg angetroffen. Die Fundorte liegen in den Zonen I ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]) und Ia ([[Stadt Salzburg]]) nach Embacher et al. (2011), in einer Höhe von 430 - 610 m. Lebensraum der Art ist im Unzinger Moor und im Sam-Moos jeweils ein Hochmoor mit einem ausgedehnten Bestand von Moorbirken, in [[Kasern]] ein abwechslungsreich strukturierter Waldrand ([[Michael Kurz|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2020). Wie bei einigen ihrer Verwandten, entwickelt sich bei ''C. betulicola'' vermutlich nur eine Generation im Jahr, wobei die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] überwintern (die beiden Tiere wurden im März und April gefunden), ein Raupenfund stammt aus dem Juli.
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''C. betulicola'' ist aus Salzburg als Imago bisher nur durch zwei Funde bekannt geworden, die aus dem Unzinger Moor ([[Kraiwiesen]] bei [[Eugendorf]]) und aus [[Kasern]] stammen. Als Mine wurde die Art zudem noch im [[Sam]]-Moos am Stadtrand von Salzburg angetroffen. Die Fundorte liegen in den Zonen I ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]) und Ia ([[Stadt Salzburg]]) nach Embacher et al. (2011), in einer Höhe von 430 - 610 m. Lebensraum der Art ist im Unzinger Moor und im Sam-Moos jeweils ein Hochmoor mit einem ausgedehnten Bestand von Moorbirken, in [[Kasern]] ein abwechslungsreich strukturierter Waldrand ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2020). Wie bei einigen ihrer Verwandten, entwickelt sich bei ''C. betulicola'' vermutlich nur eine Generation im Jahr, wobei die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] überwintern (die beiden Tiere wurden im März und April gefunden), ein Raupenfund stammt aus dem Juli.
  
 
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==

Version vom 19. November 2020, 12:09 Uhr

Salzburg, Flachgau, Kasern, 1989.03.13

Caloptilia betulicola (Gracilaria betulicola M. Hering, 1928) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Gracillariidae.

Verbreitung, Lebensraum und Phänologie

C. betulicola ist aus Salzburg als Imago bisher nur durch zwei Funde bekannt geworden, die aus dem Unzinger Moor (Kraiwiesen bei Eugendorf) und aus Kasern stammen. Als Mine wurde die Art zudem noch im Sam-Moos am Stadtrand von Salzburg angetroffen. Die Fundorte liegen in den Zonen I (Alpenvorland und Flyschzone) und Ia (Stadt Salzburg) nach Embacher et al. (2011), in einer Höhe von 430 - 610 m. Lebensraum der Art ist im Unzinger Moor und im Sam-Moos jeweils ein Hochmoor mit einem ausgedehnten Bestand von Moorbirken, in Kasern ein abwechslungsreich strukturierter Waldrand (Kurz & Kurz 2020). Wie bei einigen ihrer Verwandten, entwickelt sich bei C. betulicola vermutlich nur eine Generation im Jahr, wobei die Imagines überwintern (die beiden Tiere wurden im März und April gefunden), ein Raupenfund stammt aus dem Juli.

Biologie und Gefährdung

Eines der oben erwähnten Tiere wurde gegen Abend fliegend angetroffen, das zweite gegen Mittag (Kurz & Kurz 2020). Darüber hinaus ist über die Lebensweise der Imagines, wie auch über jene der Raupen in Salzburg nichts bekannt. Die Raupen fressen jung in einer Mine an Birkenblättern (Betula sp., in Salzburg an der Moorbirke, Betula pubescens angetroffen), später erzeugen sie Blattrollen, die quer zur Längsachse des Blattes orientiert sind. Syntop und an derselben Nahrungspflanze konnten im Sam-Moos auch Bucculatrix demaryella, Parornix betulae und Coleophora serratella festgestellt werden, die somit in Konkurrenz durch gemeinsame Ressourcennutzung treten. Eine eventuelle Gefährdung der Art in Salzburg kann mangels Daten nicht beurteilt werden. Die vorläufige Einstufung lautet auf "potentiell bedroht" wegen des bedrohten Lebensraumes Hochmoor.

Weiterführende Informationen

Allgemeine Informationen und Hilfe:

Naturkundliche Gesellschaft

Logo nkis.jpg

Projekt: Fauna und Flora von Salzburg

Quellen

  • Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2020. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 06 August 2020].