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| | [[Datei:Kühbichl in Saalfelden von Almdorf aus gesehen.jpg|thumb|Saalfeldner Kühbühel, von Almdorf aus fotografiert]] | | [[Datei:Kühbichl in Saalfelden von Almdorf aus gesehen.jpg|thumb|Saalfeldner Kühbühel, von Almdorf aus fotografiert]] |
| − | [[Datei:Der Kühbühel in Saalfelden.jpg|thumb|Der Kühbühel in Saalfelden]] | + | [[Datei:Kühbühel.jpg|thumb|Der Kühbühel, Westansicht]] |
| − | [[Datei:Kühbichl, Saalfelden.jpg|thumb|Detailansicht Kühbühel, Saalfelden]] | + | [[Datei:Der Kühbühel in Saalfelden.jpg|thumb|Der Kühbühel in Saalfelden am Steinernen Meer]] |
| | + | [[Datei:Kühbichl, Saalfelden.jpg|thumb|Detailansicht Kühbühel, Saalfelden am Steinernen Meer]] |
| | Der '''Kühbühel''', auch Kühbichl genannt, ist eine 875 [[m ü. A.]] hohe Erhebung im [[Saalfeldener Becken]]. | | Der '''Kühbühel''', auch Kühbichl genannt, ist eine 875 [[m ü. A.]] hohe Erhebung im [[Saalfeldener Becken]]. |
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| | ==Lage== | | ==Lage== |
| − | Der Kühbühel liegt im [[Saalfeldner Becken]] östlich vom Kollingwald, südlich vom Weiler Schmalen-Bergham, westlich der Ortschaften Pfaffing und Schmieding und nördlich von Niederhaus am orographisch linken Ufer der [[Urslau]], die hier aus [[Maria Alm]] kommend, vorbei fließt. | + | Der Kühbühel liegt im Saalfeldner Becken östlich vom Kollingwald, südlich vom Weiler Schmalen-Bergham, westlich der Ortschaften Pfaffing und Schmieding und nördlich von Niederhaus am orographisch linken Ufer der [[Urslau]], die hier aus [[Maria Alm am Steinernen Meer]] kommend, vorbei fließt. |
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| | ==Entstehung== | | ==Entstehung== |
| − | Der Kühbühel geht in seiner heutigen Form auf die [[Würm-Eiszeit]] zurück, die bis 10.000 Jahre vor Chr. dauerte, wobei die sichtbare Oberfläche mit seinen teilweise terassenartigen Einschnitten durch die landwirtschaftliche Nutzung – vor allem durch die maschinelle Bearbeitung der letzten 50 Jahre - geprägt ist. Um den ursprünglichen Felskern des Kühbühels lagerten sich eiszeitliche Grundmoränen und Schwemmkegel ab, die bis weit nach Süden in die Gegend von [[Maishofen]] reichen und Unmengen von Sanden, Schottern bis zu großen Gesteinsblöcken (Gneise, Amphibolite, Serpentingesteine, Prasinite - Herkunftsort [[Hohe Tauern]]) zurück ließen und so die Landschaft prägen. | + | Der Kühbühel geht in seiner heutigen Form auf die [[Würm-Eiszeit]] zurück, die bis 10 000 Jahre vor Chr. dauerte, wobei die sichtbare Oberfläche mit seinen teilweise terassenartigen Einschnitten durch die landwirtschaftliche Nutzung – vor allem durch die maschinelle Bearbeitung der letzten 50 Jahre - geprägt ist. Um den ursprünglichen Felskern des Kühbühels lagerten sich eiszeitliche Grundmoränen und Schwemmkegel ab, die bis weit nach Süden in die Gegend von [[Maishofen]] reichen und Unmengen von Sanden, Schottern bis zu großen Gesteinsblöcken ([[Gneis]]e, [[Amphibolit]]e, [[Serpentin]]gesteine, [[Prasinit]]e - Herkunftsort [[Hohe Tauern]]) zurück ließen und so die Landschaft prägen. |
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| | ==Nutzung für den Wintersport== | | ==Nutzung für den Wintersport== |
| − | Viele Saalfeldner und Saalfeldnerinnen machten auf dem Kühbühel ihre ersten Schifahrversuche. Die Nutzung des Kühbühels für den Wintersport geht aber bis in die Anfänge des Schiklub Saalfelden zurück, der im Jahr [[1913]] gegründet und in den darauf folgenden Jahren irgendwann in Wintersportverein Saalfelden umbenannt wurde. (Anmerkung: 1938 erfolgte die Auflösung dieses Vereines, 1945 die Neugründung als Schiklub Saalfelden). Bereits im Februar 1913 wurden auf dem Kühbühel die Meisterschaften im Jugendschiwettlauf abgehalten. [[1925]] wurde ein Landesstaffellauf rund um Saalfelden veranstaltet, der auch über den Kühbühel führte. [[1926]] wurde auf dem Kühbühel die Drei-Tannen-Schanze, die Schisprünge bis zu 40 Meter erlaubte, [[1927]] auch eine Jugendschanze errichtet. Zu ihrer Finanzierung erfolgte die Ausgabe von Anteilscheinen im Wert von je zehn Schilling. Durch den Bau des Sesselliftes auf den [[Biberg]], der [[1947]] fertig gestellt und eingeweiht werden konnte, verlagerte sich die wintersportlichen Aktivitäten Jugendlicher und Erwachsener mehr dorthin, während der Kühbichl der Saalfeldner Bevölkerung weiterhin als Zentrum für die ersten Schritte auf ihren ersten Schiern diente. Auch später durch ihre national und international errungenen Erfolge zu Bekanntheit gelangte Wintersportler und Wintersportlerinnen wie beispeilsweise [[Toni Mark]], [[Lotte Blattl]] oder [[Ernst Oberaigner]], Vorgänger von Weltstars wie [[Marlies Schild]], haben wohl ihre ersten Gerhversuche mit Schiern auf dem Kühbühel gemacht. | + | Viele Saalfeldner machten auf dem Kühbühel ihre ersten Skifahrversuche. Die Nutzung des Kühbühels für den Wintersport geht aber bis in die Anfänge des [[Wintersportverein Saalfelden-Maria Alm|Wintersportvereins Saalfelden-Maria Alm]] zurück, der im Jahr [[1912]] gegründet und in den darauf folgenden Jahren irgendwann in [[Skiklub Saalfelden]] umbenannt wurde. Bereits im Februar 1913 wurden auf dem Kühbühel die Meisterschaften im Jugendskiwettlauf abgehalten. [[1925]] wurde ein Landesstaffellauf rund um [[Saalfelden am Steinernen Meer]] veranstaltet, der auch über den Kühbühel führte. |
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| | + | [[1926]] wurde auf dem Kühbühel die [[Drei-Tannen-Schanze]], die Skisprünge bis zu 40 Meter erlaubte, [[1927]] auch eine Jugendschanze errichtet. Zu ihrer Finanzierung erfolgte die Ausgabe von Anteilscheinen im Wert von je zehn [[Schilling]]. Durch den Bau des Sesselliftes auf den [[Biberg]], der [[1947]] fertig gestellt und eingeweiht werden konnte, verlagerte sich die wintersportlichen Aktivitäten Jugendlicher und Erwachsener mehr dorthin, während der Kühbichl der Saalfeldner Bevölkerung weiterhin als Zentrum für die ersten Schritte auf ihren ersten Skiern diente. Auch später durch ihre national und international errungenen Erfolge zu Bekanntheit gelangte Wintersportler und Wintersportlerinnen wie beispielsweise [[Toni Mark]], [[Lotte Blattl]] oder [[Ernst Oberaigner]], Vorgänger von Weltstars wie [[Marlies Schild]], haben wohl ihre ersten Gerhversuche mit Schiern auf dem Kühbühel gemacht. |
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| | ==Gegenwart== | | ==Gegenwart== |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| − | * Chronik Saalfelden, Band I und Band II, 1992, Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Marktgemeinde Saalfelden | + | * ''Chronik Saalfelden'', Band I und Band II, 1992, Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Marktgemeinde Saalfelden |
| − | * Österreichische Karte, 1 : 25 000 V, Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Wien, 124, BMN 4701, Saalfelden am Steinernen Meer | + | * Österreichische Karte, 1. 25 000 V, Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Wien, 124, BMN 4701, Saalfelden am Steinernen Meer |
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