Typhonia beatricis: Unterschied zwischen den Versionen

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*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2013. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 06 Juni 2013].
 
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2013. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 06 Juni 2013].
  
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Version vom 6. Februar 2020, 19:55 Uhr

Salzburg, Hohe Tauern, Gasteinertal, Sportgastein, Bahlsenweg, 29.6.1999 e.l. 20.5.2000

Typhonia beatricis Hättenschwiler, 2000 ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Psychidae.

Verbreitung, Lebensraum und Phänologie

T. beatricis wurde erst im Jahr 2000 von Peter Hättenschwiler aus der Schweiz beschrieben. Das Hauptverbreitungsgebiet der Art scheint im Mittelmeerraum zu liegen und die Population in der Schweiz wurde als eingeschleppt angesehen (Hättenschwiler 2000). Bereits 1999 fanden Marion und Michael Kurz in Sportgastein, entlang des Bahlsenweges eine Raupe einer Typhonia-Art, aus der im darauf folgenden Jahr ein Männchen schlüpfte. Die hellen Flecke auf den Vorderflügeln und einige weitere Merkmale zeigten sofort, dass es sich dabei nicht um die in den Alpen weit verbreite Typhonia ciliaris handeln konnte, sondern dass eine neue Art vorlag. Aber erst eine kürzlich durchgeführte, genaue Untersuchung des Tieres ergab, dass es nur zu T. beatricis gehören konnte. Es ist dies damit der erste Nachweis der Art in Österreich und erst der zweite bekannte Fundort in Mitteleuropa. Ob die Art in Sportgastein heimisch ist, oder, so wie in der Schweiz, dorthin verschleppt wurde, ist zur Zeit völlig unbekannt. Möglich wäre auch ersteres, da T. beatricis in Mittelitalien auch in ähnlichen Höhenlagen wie in Sportgastein (1645 m, siehe Kurz & Kurz 2013) lebt. Die Art wird bei Embacher et al. (2011) noch als Typhonia sp. für die Zone IV (Zentralalpen) angeführt. Lebensraum sind Magerweiden höherer Lagen und kurzrasige alpine Magerwiesen, ähnlich wie bei der verwandten Typhonia ciliaris.

Biologie und Gefährdung

Über die Biologie der Art in Salzburg ist praktisch nichts bekannt. Die Raupe fraß an Kräutern, wie z. B. Thymian-Arten. Mangels Daten ist zur Zeit auch die Beurteilung einer eventuellen Gefährdung unmöglich.

Weiterführende Informationen

Allgemeine Informationen und Hilfe:

Naturkundliche Gesellschaft

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Projekt: Fauna und Flora von Salzburg

Quellen

  • Hättenschwiler, P. 2000. Typhonia beatricis sp. n., eine möglicherweise aus dem östlichen Mittelmeerraum eingeschleppte Psychide (Lepidoptera, Psychidae). — Mitteilungen der entomologischen Gesellschaft Basel 50 (1): 2-17.
  • Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2013. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 06 Juni 2013].