Kammer für Arbeiter und Angestellte für Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 5. Februar 2010, 21:29 Uhr
Rechtliche Grundlage
Die Kammer für Arbeiter und Angestellte für Salzburg, kurz "Arbeiterkammer" oder "AK", ist die gesetzliche Interessenvertretung der Salzburger ArbeitnehmerInnen. Sie ist juristisch eine Körperschaft öffentlichen Rechts und Bestandteil der Selbstverwaltung. Die gesetzliche Grundlage bildet das Arbeiterkammergesetz (AKG 1992). Sie ist Teil der österreichischen "Sozialpartnerschaft" und arbeitet eng mit dem ÖGB und den Gewerkschaften zusammen. Sämtliche 9 Länderkammern bilden zusammen die Bundeskammer für Arbeiter und Angestellte (BAK) mit Sitz in Wien.
Leistungen
Die AK bietet Service ( Beratung, Rechtschutz, Berufsfortbildung,...) und generelle Interessenvertretung ( Gesetzesbegutachtungen,..).
Die Mitglieder haben einen Rechtsanspruch auf Unterstützung in arbeits-und sozialrechtlichen Angelegenheiten (nach Rechtschutzregulativ). Zudem führt die AK den Konsumentenschutz (Verbraucherschutz) und da auch Musterklagen. Ein Anspruch auf gerichtlichen Rechtschutz in Konsumentenfragen besteht allerdings nicht. Beschäftigte, Lehrlinge, auch Arbeitslose sowie Personen in Karenz sind Pflichtmitglieder der Arbeiterkammer (ausgenommen Beamte und Beschäftigte in der Land-und Forstwirtschaft).
Umlage
Die aktiven Beschäftigten zahlen eine Kammerumlage von 0,5 Prozent des Bruttogehalts (bis zur ASVG-Höchstbeitragsgrundlage), die als Teil des Sozialversicherungsbeitrages, vom Lohn/Gehalt abgezogen und vom Sozialversicherungsträger den Arbeiterkammern zugeleitet wird.
Wahlen
Alle fünf Jahre wird die Kammervollversammlung neu gewählt.
Fraktionen:
- Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG)
- Österreichischer Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund (ÖAAB/ÖVP)
- Alternative und Grüne GewerkschafterInnen/Unabhängige GewerkschafterInnen (AUGE/UG)
- Freiheitliche Arbeitnehmer (FA)
- Bündnis Mosaik
Geschichte
Die Salzburger Arbeiterkammer wurde 1921 gegründet (Konstituierung 20. Mai 1921), ihr wurde 1934 im Ständestaat die demokratische Selbstverwaltung entzogen, 1938 wurde sie aufgelöst und 1945 wieder hergestellt.
Präsidenten
- Jakob Auer (1920er-Jahre)
- Karl Emminger (bis 1934)
- Hermann Struber (ab 1934)
- Hans Webersdorfer (1945 - 1955)
- Josef Horak (1956 - 1965)
- Karl Steinocher (1965 - 1966)
- Josef Brunauer (1966 - 1982)
- Herbert Suko (1983 - 1998)
- Alexander Böhm (1998 - 2003)
- Siegfried Pichler (seit 2003)
Literatur
Dr. Hager, Franz: 80 Jahre Kammer für Arbeiter und Angestellte für Salzburg. 1921 - 2001, Hrsg. AK Salzburg, Eigenverlag, 99 Seiten. Salzburg, 2002. Bundesarbeitskammer (Hg.): 75 Jahre Kammern für Arbeiter und Angestellte. Wien 1995.