Kühlbachbrücke: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 21. Januar 2020, 09:57 Uhr
Die Kühlbachbrücke (auch Römerbrücke I) überspannt den Kühlbach im Ortsteil Fürstenbrunn in der Marktgemeinde Grödig im Flachgau.
Geschichte
Im Bereich der heutigen Straße am Fuße des Untersbergstocks nach Großgmain verlief früher der alte Salzweg, auf dem bis in das 15. Jahrhundert das Salz aus Hallein nach Bayern transportiert wurde. Durch eine Steigerung der Produktion in der Saline Reichenhall konnte im 16. Jahrhundert der bayerische Salzbedarf weitestgehend selbst gedeckt werden, sodass die Salztransporte nur mehr in beschränktem Umfang erfolgten. Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ließ 1611 den Weg für den Truppennachschub anlässlich seines Streites mit Maximilian I. von Bayern ausbauen. Im 17. Jahrhundert wurden die Salzlieferungen von Hallein in den Pinzgau und nach Tirol verstärkt. Durch eine Planskizze aus dem Jahr 1678 ist die Anlage des neuen Salzweges genau bekannt. Später benützte vor allem das Hofkastenamt und das Hofbauamt den Weg für die Abfuhr von Brennholz und von Blöcken aus Untersberger Marmor aus dem Hof- und Veitlbruch.
1756 konnte die aus dem Hofbruch gewonnenen Marmorblöcke, die für die Fertigstellung der Türme des Salzburger Doms benötigt wurden, wegen des schlechten Zustandes der damals noch aus Holz gefertigten Kühlbachbrücke nicht mehr gefahrlos abtransportiert werden. Deshalb wurde die Brücke instand gesetzt. 1808 stürzte das "steinernen Werk" — gemeint waren die Widerlager — und mit ihm die hölzerne Brücke durch ein Hochwasser ein. Der Sanierungsvorschlag von 1809 sah die Wiedererrichtung der Widerlager unter Verwendung der alten Quaderstücke und neuerlich nur eine Holzbrücke vor. Ob damals auch die Ausführung erfolgte, ist nicht belegt. Demnach steht eindeutig fest, dass die heutige Brücke frühestens Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet wurde.
Das echte Steingewölbe aus exakt behauenen Steinen und die qualitätsvolle Ausführung erinnern an die römische Brückenbauweise.
1982 wurde das hier befindliche zweite Kulturdenkmal, die alte Kugelmühle bzw. Kalkbrennerei abgerissen.
Weblink
Quelle
- Informationstafel vor Ort; Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 6: Landesbaudirektion