Waltraut Rainer

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Tafel Waltraut Rainer am Beginn der Arenbergstraße.

Waltraut Rainer (* 16. März 1936 in Köln; † 17. Dezember 2009 in der Stadt Salzburg[1]) war eine Schriftstellerin, Lyrikerin sowie Friedens‑ und Umweltaktivistin. Sie lebte seit 1956 in der Stadt Salzburg und war über Jahrzehnte eine prägende Persönlichkeit der lokalen Literatur‑ und Kulturszene.

Leben

Waltraut Rainer wurde 1936 in Köln geboren und übersiedelte 1956 nach Salzburg, wo sie bis zu ihrem Tod im Jahr 2009 lebte.[2] Sie war seit 1959 mit dem Musikwissenschaftler und Bibliotheksdirektor Werner Rainer verheiratet.

Schon früh engagierte sie sich für gesellschaftliche Anliegen und gilt als Friedens‑ und Umweltaktivistin der ersten Stunde.[3] Ihr Engagement reichte von lokalen Initiativen bis zu überregionalen Netzwerken der Friedensbewegung.

Neben ihrer beruflichen Tätigkeit widmete sie sich zunehmend dem Schreiben. Sie verfasste Gedichte, Libretti und autobiografische Texte und trat regelmäßig bei Literaturveranstaltungen in Salzburg auf. Das Literaturhaus Salzburg dokumentiert mehrere Auftritte Rainers, darunter Lyrik‑ und Liederabende im Jahr 1992.[4]

An ihrem Wohnort in der Imbergstraße in der Salzburger Altstadt erinnert eine Gedenktafel an ihr Wirken. Sie liegt im Salzburger Kommunalfriedhof begraben.

Werk

Waltraut Rainer veröffentlichte mehrere Gedichtbände, Libretti und autobiografische Texte. Zu ihren wichtigsten Publikationen zählen:

  • Das Mäuslein (Märchen, 1982)
  • Aus meinem Fenster (Gedichte und Erzählungen, 1983)
  • Hinter meinem Vorhang (Gedichte und Erzählungen, 1991)
  • Fröhliches Altsein (Autobiografie und Gedichte, 1995)
  • Gewebtes Leben (Biografie, 2002)

Besondere Beachtung fand ihr Opernlibretto "Judith und Holofernes", das vom niederländischen Komponisten Adriaan de Wit vertont wurde.[5]

Bedeutung

Waltraut Rainer war eine wichtige Stimme der Salzburger Literaturszene. Ihre Texte verbinden persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Themen, insbesondere Naturverbundenheit, Frieden und soziale Verantwortung. Ihr Engagement und ihre literarische Arbeit machten sie zu einer anerkannten Persönlichkeit im kulturellen Leben Salzburgs.

Quellen

  1. ↑ stadt-salzburg.at, Gräbersuche
  2. ↑ commons.wikimedia.org
  3. ↑ Tania Hölzl: Schillerndes Leben in Salzburg, Szene Salzburg 2016, S. 134–153.
  4. ↑ Literaturhaus Salzburg, Veranstaltungsarchiv 1992.
  5. ↑ Adriaan de Wit in Atterwiki