Waidring

Waidring ist eine Gemeinde im Bezirk Kitzbühel in Nordtirol.
Geografie
Die Gemeinde mit nicht ganz 2 100 Einwohnern befindet sich im Osten des Bezirks. Im Osten grenzt sie an das Bundesland Salzburg an die Pinzgauer Gemeinde Lofer und im Nordosten an Unken.
Verkehr
Waidring liegt an der B 178 Loferer Straße, die von der Stadt Salzburg kommend durch das Kleine Deutsches Eck über Bad Reichenhall durch den Wendelbergtunnel unter dem Steinpass und über den Pass Strub nach Nordtirol führt.
Geschichte
In einer einzelne Besitz‑ oder Rechtsnotiz des Stifts St. Peter, entstanden zwischen 1143 und 1147, wird Waidring als "Waitheringin" (Siedlung des Waitheri) erstmals urkundlich erwähnt.[1] Um das Jahr 1266–1267 kauften die Brüder des Salzburger Erzbischofs Friedrich von Walchen Güter in Waidring. Bis zur Säkularisation im Jahre 1803 lagen die Grundherrschaft bei den Walchen aus dem Pinzgau.
Landesherrschaftlich gehört Waidring seit 1504 zu Tirol.
Während des fünften Koalitionskriegs wurde Waidring, nach der Niederlage der Tiroler am Pass Strub, am 11. und 12. Mai 1809 von bayerischen Truppen geplündert.
Im Jahre 1821 gab es im Gemeindegebiet 108 Häuser, und für 1834 sind 762 Einwohner belegt.
Im Mai 1945 wurde der nationalsozialistische Publizist Julius Streicher nach einer Anzeige aus der Bevölkerung durch Soldaten der US Army in Waidring festgenommen.
Religion

Kirchlich gehörte Waidring zum Bistum Chiemsee, bis die römisch-katholische Pfarre Waidring 1817 zur Erzdiözese Salzburg kam. Die Pfarrkirche zu den Hll. Vitus und Nikolaus ist eine von 14 Kirchen, die dem Nikolaus von Myra geweiht ist. Die barocke Pfarrkirche, die vermutlich zwei Vorgängerbauten hatte, wurde 1764 geweiht.
Töchter und Söhne der Gemeinde
- Alois Winkler (* 7. Juni 1838; † 11. Juli 1925 in Salzburg), Landeshauptmann von Salzburg
- Maria Winkler (* 18. Oktober 1880; † 16. November 1955 in Salzburg), christlichsoziale Gemeinderätin in der Stadt Salzburg
Weiterführend
Für Informationen zum Thema Waidring, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema.
Weblink
- Lage auf AMap, aktualisierter Datenlink 5. November 2025
Quellen
- SALZBURGWIKI
- Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Waidring"
- Austrian Map, Teil der Österreichischen Karte des Bundesamts für Eich- und Vermessungswesen (BEV), im Internet unter maps.bev.gv.at abrufbar.
- ↑ Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 2: 1140–1200. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7030-0485-8, S. 28, Nr. 405. sowie monasterium.net