Ludwig Glaab

Aus SALZBURGWIKI
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Ludwig Glaab (* 7. Februar 1858 in der Riedenburg; † 6. Jänner 1928 in der Stadt Salzburg)[1] war Obstbaufachmann und Direktor des Botanischen Gartens Salzburg.

Leben

Ludwig Jakob Glaab war der Sohn des Riedenburger Kunstgärtners Johann Glaab (* 1826; † 23. April 1871) und seiner Frau Barbara, geborene Brameshuber. Der Direktor der Mädchen-Volksschule Maxglan, Josef Glaab, war sein Bruder.

Ludwig Glaab war ein begeisterter Botaniker und Bergsteiger. Am 8. Jänner 1882 wurde er zum Vorstand des 1875 gegründeten Alpenklubs Salzburg gewählt.

Nachruf

Nachruf in der "Salzburger Chronik" vom :[2] Nachruf für Ludwig Glaab. Es wird uns geschrieben:

Der am 6. d. im 70. Lebensjahre verstorbene Direktor des hiesigen Botanischen Gartens, Ludwig Glaab, war eine Persönlichkeit, die weit über die Grenzen seines Heimatlandes bekannt war. Der Verstorbene, vielen als Gartendirektor oder Wanderlehrer, bzw. Honorardozent für Obstbau bekannt, war nicht nur ein Meister seines Faches, er war auch ein ausgezeichneter Botaniker, so daß sein Name in der wissenschaftlichen Welt einen guten Klang hatte. Als Autodidakt war er durch seinen Bienenfleiß, seinen Eifer, seine Gründlichkeit und Belesenheit das Muster eines deutschen Privatgelehrten. Als Sammler zog er kreuz und quer durch das Land Salzburg und erforschte die heimische Flora. Er war auch ein begeisterter Alpinist und Gründungsmitglied des Salzburger Alpenklubs. Seine wertvollen, wissenschaftlichen Sammlungen, sein Herbar mit über 5000 Arten, seine aus 300 Büchern bestehende wertvolle Fachbücherei schenkte er dem Naturkundemuseum Salzburg, dem er als Mitarbeiter der botanischen Abteilung angehörte. Auch als Fachschriftsteller hat sich Glaab einen Namen gemacht: 42 Arbeiten erschienen im Drucke. 11 Werke, darunter zwei sehr umfangreiche, harren noch der Veröffentlichung. Sein Lebenswerk, die «Geschichte des Obstbaues», erforderte mehr als 20 Jahre Arbeit und ist schlechthin ein Standardwerk. Als Obstzüchter erhielt er auf der Weltausstellung zu Paris (1800) Diplom und Medaille. Zahlreich sind die Anerkennungen seiner vorgesetzten Behörden; seit einigen Jahren im wohlverdienten Ruhestande lebend, war er über Wunsch der Landesregierung noch immer aktiver Direktor des Botanischen Gartens.

Publikationen (Auswahl)

  • Wörterbuch der beschreibenden Botanik für Pflanzensammler zum Gebrauche beim Bestimmen der Pflanzen. Salzburg 1886.
  • Praktischer Ratgeber im Obstbau und der Obstverwertung. Salzburg 1896.

Quelle

Einzelnachweise

  1. Taufbuch der Pfarre Salzburg-Mülln, Band VIII, S. 269.
  2. ANNO, "Salzburger Chronik", Ausgabe vom 12. Jänner 1928, Seite 4
Zeitfolge
Vorgänger


Direktor des Botanischen Gartens
19xx–1928
Nachfolger

N. N.