Leopold Hager
Leopold Hager (* 6. Oktober 1935 in der Stadt Salzburg) ist Musiker und Dirigent.
Leben
Hager studierte von 1949 bis 1957 am Salzburger Mozarteum Klavier, Orgel, Harfe, Orchesterleitung und Komposition bei Bernhard Paumgartner, Gerhard Wimberger, Cesar Bresgen, Johann Nepomuk David und Egon Kornauth und legte vier Staatsprüfungen (Orgel, Klavier, Cembalo und Dirigieren) ab.
Sein Berufsweg führte ihn zunächst ins Ausland: Als Assistent Bernhard Paumgartners wurde er ab 1957 als Dirigent und Kapellmeister in Mainz, Linz und Köln engagiert, 1965 bis 1969 war er Generalmusikdirektor in Freiburg im Breisgau.
Ab 1967 führten ihn erste Gastspiele bei den Salzburger Festspielen in seine Heimatstadt. 1969 übernahm er hier die Stelle eines Chefdirigenten des Mozarteum-Orchesters, das er bis 1981 leitete.
In seiner weiteren Laufbahn war er von 1981 bis 1996 Chefdirigent des Orchesters von Radio Luxemburg, von 1992 bis 2004 Professor für Orchesterleitung an der Musikuniversität Wien und von 2005 bis 2008 Chefdirigent an der Wiener Volksoper.
Hager war als Operndirigent regelmäßig in Wien und München zu Gast und dirigierte an einer Reihe weltbekannter Häuser, unter anderen an der Metropolitan Opera in New York und am Covent Garden in London.
Durch seine Interpretationen von Werken der Wiener Klassik (Joseph Haydn, Wolfgang Amadé Mozart, Ludwig van Beethoven und Franz Schubert) erlangte er weltweit hohe Anerkennung.
Quellen
- Salzburger Nachrichten, 5. Oktober 1985, S. 8: Geburtstage
- Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Leopold Hager"