Hanns Georg Kwisda

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Hofrat Oberst d. Res. Mag. Hanns Georg Kwisda (* 14. Februar 1910;[1]24. März 1999[2])[3] war Beamter in der Salzburger Landesamtsdirektion.

Leben

Hanns, damals Hans Kwisda, Sohn des Stabsoffiziers Karl Kwisda und der Trude geb. Słonawski,[4] diente im Zweiten Weltkrieg als Offizier in der deutschen Wehrmacht. Im Oktober 1944 wurde er, damals Kavalleriemajor und Richteramtsanwärter beim Kreisgericht Wels, mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet.[5] Er kam nach sechsjähriger Kriegsdienstzeit und anschließender Kriegsgefangenschaft im Jahr 1946 zum Amt der Salzburger Landesregierung, wo er Fragen der Staatsbürgerschaft, der Wahlen und des Protokolls bearbeitete. Er war ein Beamter und Offizier alter österreichischer Schule, und sein Wissen um die Courtoisie und seine elegante Erscheinung machten ihn zum heimlichen Protokollchef des Landes. Verdienste erwarb er sich auch um die Kontakte zum Bundesheer, in welchem er 1971 als Reserveoffizier den seltenen Dienstgrad eines Obersten erwarb. 1973 trat er, hoch geehrt, in den Ruhestand.[1]

Im Jahr 1970 erwarb Kwisda mit seiner Frau Lilli in Henndorf die Wiesmühl, einst Mittelpunkt des "Henndorfer Kreises" um Carl Zuckmayer.[6]

Quellen

  1. 1,0 1,1 Salzburger Nachrichten, 14. Februar 1985, S. 6 (SN‑Archivseite): S. 6: Geburtstage
  2. Salzburger Nachrichten, 29. März 1999, S. 10 (SN‑Archivseite): Parte
  3. Friedhöfe der Stadt Salzburg > Gräbersuche
  4. (Linzer) Tages-Post, 10. Oktober 1942, 14. Oktober 1944, S. 6: Danksagung
  5. Oberdonau-Zeitung, 14. Oktober 1944, S. 3
  6. Salzburger Nachrichten, 17. Oktober 2018, Lokalteil S. 27 (SN‑Archivseite): Tagebucharchiv bewahrt Zeugnisse vergangener Tage