Friedrich Ullhofen
Fritz Ullhofen (* 4. September 1895 in der Stadt Salzburg; † 28. Juni 1970 ebenda) war Halleiner Hauptschullehrer und ‑direktor, Museumskustos und Stadthistoriker.
Leben
Fritz Ullhofen trug als ehelicher Sohn des Landesregierungs-Offizials Hugo Ulka ursprünglich den Familiennamen Ulka; jedoch wurde ihm und seinen Brüdern Hugo und Rudolf im Jahr 1919 von der Landesregierung in Salzburg die Änderung des Familiennamens in "Ullhofen" bewilligt.[1]
Er war seit spätestens 1929 Fachlehrer in Hallein und Kustos des Halleiner Stadtmuseums.[2]
Als Kustos verlegte er das Halleiner Museum in der Zwischenkriegszeit in das Rathaus der Stadt Hallein und richtete es neu ein. Durch Neuerwerbung einer Kachel- und Spielzeugsammlung gelang der Nachweis, dass Hallein hiefür in alter Zeit neben Berchtesgaden eine Erzeugungsstätte großen Umfangs gewesen war. Er hatte in Berlin die alte Halleiner "Mechanische Wetzlerkrippe" aufgestöbert.
In den frühen Nachkriegsjahren war er provisorischer Leiter der Hauptschule Hallein.[3]
Ullhofen war ein begeisterter Cellist und förderte nach Kräften die Haus- und Kammermusik. Er forschte in Archiven zur Geschichte der Stadt Hallein und konnte so beispielsweise den Standort mittelalterlicher Sudhäuser in Hallein genau bestimmen. Alterskrankheit hinderte ihn hingegen, auch eine begonnene Arbeit über den Messinghammer in Ebenau und Hammer zu vollenden.
Veröffentlichungen
- Die mittelalterlichen Sudhäuser in Hallein, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 105, 1965, S. 135-145
- Zur Geschichte des heutigen Pfarrhofes St. Elisabeth in Salzburg, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 106, 1966, S. 273-279
Quelle
- Nekrolog, Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 110/111, 1970/71, S. 527 (A. Bergthaller)
Einzelnachweise
- ↑ Artikel "Hugo Ullhofen"; Salzburger Volksblatt, 19. Juli 1919, S. 4
- ↑ ANNO-Recherche "Friedrich Ullhofen" und "Fritz Ullhofen"
- ↑ Artikel "Mittelschule Hallein-Stadt"
| Vorgänger |
Leiter der Hauptschule Hallein 194x–1950 |
Nachfolger |