Franz Neuhauser

Aus SALZBURGWIKI
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Prof. Franz Neuhauser (* 23. Oktober 1874 in Oberndorf an der Salzach;[1] † 5. September 1934 in Hallein[2]) war Professor an der Bundeslehranstalt für Holz- und Steinbearbeitung in Hallein und Leiter der gewerblich-kaufmännischen Fortbildungsschule Hallein.

Aus seinem Leben

Franz Seraph Neuhauser war Sohn des Oberndorfer Postmeisters Joseph Neuhauser und der Anna geb. Nothhaft, Tochter eines oberösterreichischen Ahlschmiedmeisters.[1]

Der Halleiner gewerblichen Fortbildungsschule stand er von 1925 bis zu seinem Tod im Jahr 1934 vor.[3] Zu seinen Verdiensten gehört, dass er diese durch Ausgestaltung der kaufmännischen Abteilungen und durch Angliederung einer dreiklassigen fachlichen Fortbildungsschule für Metallarbeiter zu neuer Höhe emporführte.

Franz Neuhauser starb "nach kurzem, schmerzlichem Leiden"[4] im Alter von 59 Jahren an Angina pectoris.[2]

Direktion und Lehrkörper seiner Lehranstalt widmeten ihm den folgenden Nachruf:

"Der Lehrkörper der Bundes-Lehranstalt für Holz- und Steinbearbeitung in Hallein hat einen überaus schweren Verlust erlitten. Am 5. September spät abends wurde nach mehr als vierzigjähriger Lehrtätigkeit sein dienstältestes Mitglied Professor Franz Neuhauser nach kurzem, aber sehr schmerzlichem Herzleiden aus einem erfolgreichen, unermüdlichen Wirken heraus in eine bessere Welt abberufen.
Gewissenhafte, treue Dienstleistung weit über die Grenzen der Pflicht hinaus, gründliches Fachwissen, methodisches Geschick, besondere Liebe zum Berufe, die sich in Geduld und Herzensgüte den Schülern gegenüber auswirkte, selbstlose Bereitschaft für jeden, der seine Hilfe suchte, all das kennzeichnete den berufenen Erzieher und Lehrer der Jugend, den vornehmen und edlen Menschenfreund. Unzählige Schüler danken ihm nicht nur fachliche Ausbildung, sondern auch die Begründung eines festgefügten Charakters. Die innige Verbundenheit der einstigen Schülerschaft und des gewerblichen Nachwuchses mit der Lehranstalt ist nicht zuletzt seinem Wirken zu danken.
Welcher Wertschätzung sich der Verstorbene erfreute, kam anläßlich des Leichenbegängnisses zu überwältigendem Ausdrucke. Von nah und fern waren Lehrer und Schüler, Bekannte, Freunde und Mitarbeiter herbeigeeilt, ihm die letzte Ehre zu bezeugen; aber auch Vertretungen der Behörden und vieler Vereine ehrten am Grabe sein Andenken. Nicht vergessen soll es sein, daß Professor Franz Neuhauser als Leiter der gewerblichen Fortbildungsschule trotz der schweren Nachkriegsjahre durch Ausgestaltung der kaufmännischen Abteilungen und durch Angliederung einer dreiklassigen fachlichen Fortbildungsschule für Metallarbeiter diese Anstalt zur heutigen Höhe emporführte und hiedurch dem Gewerbestande und seiner Zukunft unschätzbare Dienste geleistet hat. Er gab sein Bestes, ohne an sich selbst zu denken, bis seine Kräfte erschöpft waren.
Sein Fleiß, seine Erfolge und Verdienste wurden auch von höchster Stelle gewürdigt. Von den öffentlichen Gebäuden wehen Trauerfahnen, die bunte Blumenpracht des nahenden Herbstes türmt sich über seinem Grabe. Doch als die Sänger ihr Mitglied im Trauerchore zum letzten Male grüßten, da drang es uns zutiefst ins Herz. Lebe wohl, lieber Freund! Ruhe sanft nach all deinen Mühen und bleibe uns hehres Vorbild fester, treuer Männlichkeit, echt christlicher Nächstenliebe und musterhafter Pflichterfüllung. Dein Andenken soll in unseren Herzen weiterleben für immer. — Direktion und Lehrkörper."

Quelle

Einzelnachweise

Zeitfolge