Filialkirche St. Leonhard in Aufhausen


Die Kirche St. Leonhard in Aufhausen ist eine Filialkirche in der oberpinzgauer Gemeinde Piesendorf. Sie zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Gemeinde.
Geschichte
Um 1135 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Zunächst stand an der Stelle der heutigen Kirche eine hölzerne Kapelle. Um 1525 wurde sie gemauert, 1580 brannte sie ab, nachdem im benachbarten Mußbachgut ein Feuer ausgebrochen war. Sie wurde von Hofbaumeister Sebastian Stumpfegger nach Plänen von Oswald Stülebmer zwischen 1716 und 1718 neu errichtet.
Der Hochaltar stammt aus dieser Zeit und ist ein Werk des Tischlers Georg Mayr, die Mensa und die Seitenteile des Tabernakels wurden 1792 ergänzt. Das barocke Altarblatt stammt vom bedeutenden Salzburger Hofmaler Jakob Zanusi.
Die beiden Seitenaltäre gehören zu dem nur im Salzburger Pinzgau vorkommenden seltenen Typus des Baldachinaltares. Die Bildhauerarbeiten stammen von Georg Mayr, der gemeinsam mit seinem Sohn Daniel diese Arbeiten 1733 ausführte.
1854 brach im Mußbachgut neuerlich ein Brand aus und ergriff auch die Kirche. Dabei ist der alte Kuppelturm eingestürzt. Die Glocken wurden dabei auch vernichtet. Etwas später wurde ein Spitzturm mit geschwungenen Kanten aufgesetzt.
Bilder
Filialkirche St. Leonhard in Aufhausen – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Filialkirche St. Leonhard in Aufhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quellen
- SALZBURGWIKI-Artikel
- Salzburger Nachrichten über das Buch "111 Orte im Pinzgau, die man gesehen haben muss" (17. April 2022)
- Pfarramt Piesendorf