Emanuel Turri (senior)

Emanuel Turri (* 1839 in Brez [⁣Trentino]; † 24. September 1913 in Hofgastein)[1] war Hotelier und Gemeindevorsteher der Marktgemeinde Bad Hofgastein.

Leben

Emanuel Turri, aus dem Nonstal im (damals "Südtirol" genannten) heutigen Trentino gebürtig, kam ungefähr 1858 nach Hofgastein, wo er sich aus kleinen Anfängen durch rastlosen Fleiß und zähe Ausdauer bald eine geachtete Stellung und einen angesehenen Namen erwarb. So kam es auch, dass er zum Bürgermeister dieses Hofmarktes und Kurortes gewählt wurde, welches Amt er durch sechs Jahre (18781883)[2] bekleidete.

Die Geschäfte Turris waren sehr weitgespannt: Er besaß neben dem alljährlich zur Saison von zahlreichen Kurgästen besetzten Hotel einen viel frequentierten Kaufmannsladen, große Weinkellereien, eine Holzsäge, eine große Landwirtschaft und zeitweise auch ein Hotel in Lend, das dann von seinem Sohn betrieben wurde. Vor der Eröffnung (1905) der Tauernbahn betrieb er das Lohnfuhrwerk von Lend nach Gastein, das damals sehr einträglich war.

Mit freudigem Stolz pflegte Turri davon zu erzählen, dass der Kaiser, als er auf der Durchreise nach Badgastein zweimal in Hofgastein Station machte, die Gnade hatte, ihn anzusprechen und sogar auf seine Bitte für die armen Schulkinder von Hofgastein und Umgebung 2000 Kronen spendete.

Turri, der am 8. Jänner 1867 die Hofgasteiner Färbermeisterstochter Elisabeth Irnberger geheiratet hatte,[3] hinterließ den schon erwähnten Sohn und fünf Töchter, von denen mehrere im Hotelbetrieb tätig waren.

Quelle

Einzelnachweise

  1. Sterbebuch der Pfarre Bad Hofgastein, Bd. IX S. 271
  2. Artikel "Bürgermeister der Marktgemeinde Bad Hofgastein"
  3. Trauungsbuch der Pfarre Bad Hofgastein, Bd. VI S. 72
Zeitfolge