Diphasiastrum x oellgaardii

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Diphasiastrum x oellgaardii Stoor, Boudrie, Jérôme, K.Horn & Bennert, 1996: 154 ist eine Art aus der Klasse der Bärlapppflanzen (Lycopodiopsida).

Volkstümliche Namen

Øllgaard-Flachbärlapp

Diagnose

D. x oellgaardii wurde erst jüngst von Diphasiastrum alpinum unterschieden und gilt auf Grund einer Rate von 30-50% unfruchtbarer Sporen als Hybrid zwischen diesem und Diphasiastrum tristachyum. Die vegetativen Merkmale sind intermediär: Die Ventralblätter sind 2,5–3 mm lang, lanzettlich, etwas über dem Grund am breitesten und dort mehr als 1/3 so breit wie der gesamte Spross. Sie sind zudem etwa gleich lang wie die Internodien und überrragen oft den Ansatz des nächsten Ventralblattes. Die Pflanze ist grau- bis bläulichgrün und unterseits meist deutlich bereift (Fischer et al. 2008).

Verbreitung, Lebensraum und Phänologie

D. x oellgaardii war in Salzburg nur durch alte Nachweise aus den Jahren 1897 bis 1903 aus der Umgebung von Mariapfarr im Lungau (Zone V nach Embacher et al. 2025) bekannt und galt im Land als ausgestorben (Fischer et al. 2008). In den Jahren 2011 bis 2013 wurden südlich von Filzmoos (Zone III, Schieferalpen, nach Embacher et al. 2025) aber wieder drei neue Fundorte entdeckt (GBIF Austria 2026). Alle bekannten Fundstellen in Salzburg liegen in einer Höhe von 1490 bis 1580 m (GBIF Austria 2026). Das Taxon wächst auf bodensauren Magerrasen, in lückigen Zwergstrauchheiden und nach Störungen auf Schipisten, Forstschneisen und Wegböschungen. Es ist kalkmeidend. Die Pflanze ist mehrjährig, die Sporenreife erfolgt im August und Septemer (Fischer et a. 2008).

Nachbarfloren

D. x oellgaardii ist in Österreich sehr selten und nur aus Oberösterreich (Mühlviertel), Salzburg, Nord- und Osttirol, sowie aus den Seetaler Alpen in der Steiermark bekannt (Fischer et al. 2008, GBIF Austria 2026).

Biologie und Gefährdung

Über die Biologie des Taxons liegen aus Salzburg keine Aufzeichnungen vor. D. x oellgaardii ist in Salzburg vom Aussterben bedroht (Einstufung CR nach IUCN 2012).

Weiterführende Informationen

Allgemeine Informationen und Hilfe:

► Naturkundliche Gesellschaft

Über das SALZBURGWIKI-Projekt Fauna und Flora
Das SALZBURGWIKI-Projekt Fauna und Flora möchte eine Übersicht über alle Pflanzen-, Pilz- und Tierarten des Landes Salzburg erstellen. Wer eine Art beschreiben will, kann sich die hier hinterlegte Formatvorlage kopieren und für einen neuen Artikel verwenden. Im Abschnitt "Material und Methoden" wird erklärt, wann deutsche und wann lateinische Namen als Artikelnamen verwendet werden sollen.

Bilder

 Diphasiastrum x oellgaardii – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

  • Fischer, M. A., K. Oswald & W. Adler 2008. Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. Auflage, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen: 1-1396.
  • GBIF 2026. The Global Biodiversity Information Facility. URL: https://www.gbif.org [online: 2026.07.26].
  • International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (ed.) 2012. IUCN Red List Categories and Criteria. Version 3.1. Second edition. IUCN, Gland (Schweiz) und Cambridge.