Diphasiastrum alpinum
Diphasiastrum alpinum (L.) Holub, 1975 (Lycopodium alpinum Linnaeus 1753: 1104) ist eine Art aus der Klasse der Bärlapppflanzen (Lycopodiopsida). Neben der typischen Unterart wurde in Salzburg auch die ssp. monostachyon gefunden.
Diagnose
Wie bei allen Diphasiastrum-Arten sind die Laubblätter mehr oder weniger schuppenförmig, weniger als 2 mm lang, gegenständig und 4-reihig. Die Ventralblätter der sterilen Sprosse sind dabei im Gegensatz zu den ähnlichen Arten deutlich in einen unteren stielähnlichen und einen oberen nur wenig breiteren spreitenähnlichen Teil gegliedert. Außerdem sind die Laubsprosse nicht abgeflacht, und die Laubblätter der Sprossober- und -unterseite sind gleich groß.
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie
D. alpinum fehlt in Salzburg im Alpenvorland und der Flyschzone (Zone I nach Embacher et al. 2025) und in der Stadt Salzburg (Zone Ia), in den nördlichen Kalkalpen (Zone II) tritt die Art nur sporadische auf. In den Schieferalpen (Zone III), den Zentralalpen (Zone IV) und im Lungau (Zone V) ist sie aber weit verbreitet. Die Höhenverbreitung im Land ist von (800) 1300 bis 2500 m belegt (GBIF Austria 2026). Bevorzugter Lebensraum sind bodensaure Magerrasen, Zwergstrauchheiden und schneereiche Feinschuttfluren in meist subalpinen bis alpinen Lagen, allerdings liegen aus Salzburg diesbezüglich keine dokumentierten Informationen vor (Kurz & Kurz 2026).
Nachbarfloren
Die Art ist in den Hohen und Niederen Tauern weit verbreitet, kommt sonst aber nur vereinzelt im Kobernaußerwald, im Mühlviertel, in den Karnischen Alpen sowie am Ost- und Südostrand der Alpen vor, Im Burgenland und in Wien fehlt sie völlig (GBIF Austria 2026).
Biologie und Gefährdung
Aus Salzburg liegen keine Daten zur Biologie vor. Die Pflanze ist mehrjährig, die Sporenreife erfolgt von August bis September (Fischer et al. 2008).
Wegen der weiten Verbreitung in den Gebirgsgauen ist D. alpinum in Salzburg ungefährdet, auch wenn die Pflanze meist nicht häufig auftritt (Einstufung LC nach IUCN 2012).
Weiterführende Informationen
Bilder
Diphasiastrum alpinum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quellen
- Embacher, G., S. Flechtmann, P. Gros & M. A. Kurz 2024 [2025]. Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematische und revidierte Liste mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur. Sonderband. In Zusammenarbeit mit der Naturkundlichen Gesellschaft Salzburg. Haus der Natur, Salzburg: 3-176.
- Fischer, M. A., K. Oswald & W. Adler 2008. Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. Auflage, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen: 1-1396.
- GBIF 2026. The Global Biodiversity Information Facility. URL: https://www.gbif.org [online: 2026.02.06].
- International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (ed.) 2012. IUCN Red List Categories and Criteria. Version 3.1. Second edition. IUCN, Gland (Schweiz) und Cambridge.
- Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2026. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 2026.02.06].
