Eisenhammer Sinnhub

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Der Eisenhammer Sinnhub war ein Hammerwerk zur Herstellung von Eisenwaren in der Stadt Salzburg.

Geschichte

Nikolaus Sinnhuber, ein Drahtzieher im 16. Jahrhundert aus der Gemeinde Gnigl, erhielt im Jahr 1591 die Bewilligung, am Almkanal (Müllnerarm-Neutorarm) südwestlich des Rainbergs (damals Ofenlochberg) ein Hammerwerk zu errichten und zu betreiben. Das Hammerwerk war bis 1745 im Besitz die Familie Sinnhuber. Um 1854 war das Eisenwerk in Sinnhueb im Besitz der Familie Mitterbacher.

Beschreibung

1862/1863 wurde das Hammerwerk in Sinnhub [1] über Josef Horner's Kanzlei verkauft.

Zum Eisenhammer Sinnhub oder der Drahtfabrik Riedenburg gehörten die Häuser Nr. 34, 35 und 36, sowie ein Grundbesitz von etwa 24 Joch [2], das entsprach etwa 138.000 Quadratmetern. Die Wasserkraft war stetig und gleichmäßig 42 Pferdestärken stark.

Das Hammerwerk umfasste folgende Objekte:

1.) Das Hammergebäude mit 7 Hämmern, 6 Wasserrädern und sonstigen Fundus, ferner ein Gebläse in einem eigenen Anbau. Der Dachstahl war mit Dach-Filz gedeckt.
2.) Die Zeug-Schmiede mit 2 Hämmern, Blasbalg und Wasserrädern, mit dem Rechte, für die Arbeiter auskochen und ausschenken zu dürfen.
3.) Die Dreherei mit Drehbank und Bohrmaschinen, sowie einer damit verbundenen Kreissäge, 2 Zoll im Durchmesser.
4.) Die Schleiferei mit 1 Wasserrad und 2 großen Schleifsteinen.
5.) Den Kolben-Stadel.
6.) Das Gesellenhaus (für die ledigen Arbeiter) einstöckig, mit 7 heizbaren Zimmern und Waschküche.
7.) Den Zimmerstadel mit Zeug-Kammer. Ebenerdig befinden sich abgeteilte Magazine, ober diesen zwei sehr große Böden.
8.) Das Gesellenhaus (für die verheirateten Arbeiter) 2 Stock hoch mit vollständigen Wohnungen für 6 Familien.
9.) Ein Häuschen, einstöckig, mit 1 Zimmer, das sogenannte Uhr-Stöckl.
10.) Das Wohnhaus mit Ziegeln gedeckt samt circa ¾ Joch haltendem Zier-, Gemüse- und Obstgarten ( etwa 4316 Quadratmeter). Es befanden sich: ebenerdig 4 heizbare Zimmer mit Küche und Speis, im 1. Stocke 5 heizbare Zimmer, unterm Dache eine heizbare Dachstube.

Der Kaufschilling für das Hammerwerk ohne Wirtschaftsgut betrug 25.000 Gulden (österreichische Währung), wovon 15.000 Gulden sogleich bezahlt werden müssten, der Rest blieb gegen halbjährige Aufkündung liegen. Sämtliche Gewerbe-Utensilien, Handwerkszeuge, Holz-, Eisen- und dergleichen Vorräte waren gesondert abzulösen.

Quellen

Fußnoten

  1. Der Name Sinnhub hatte sich als Flurbezeichnung auf die dortige Örtlichkeit in der Riedenburg übertragen und wurde später auf die von dort abgehende Straße zurück nach Nonntal, die Sinnhubstraße übertragen.
  2. Umrechnung: 1 Joch = 5754,642 m²