Mondsee (Ort)

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Mondsee Ort und See vom Schober aus gesehen
Karte
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Basisdaten
Politischer Bezirk: Vöcklabruck (VB)
Fläche: 16,62 km²
Geografische Koordinaten: 47° 51' N, 13° 21' O
Höhe: 493 m ü. A.
Einwohner: 3.307 (Dezember 2005)
Postleitzahl: 5310
Vorwahl: 0 62 32
Gemeindekennziffer: 4 17 15
Gemeindeamt: Marktplatz 14
5310 Mondsee
Offizielle Website: www.mondsee.at
Politik
Bürgermeister: Komm.-Rat Dipl.Ing. Otto Mierl (Partei)
Gemeinderat: X Mitglieder: XX ÖVP,
XY SPÖ,
YX FPÖ,
YY Grüne

Mondsee ist eine Marktgemeinde im Südosten von Oberösterreich, im Salzkammergut.

Geschichte

Mondsee war bis zum Anschluss Salzburgs an Österreich das älteste Kloster des Landes. Auch im heutigen Bundesgebiet sind nur das Erzstift St. Peter und Stift Nonnberg in Salzburg ältere Klostergründungen.

Mondsee wurde 748 vom bayerischen Herzog Odilo Agilolfinger gestiftet. Odilo war der Vater von Herzog Tassilo, dem Gründer des Stiftes Kremsmünster. Das Mondseer Benediktinerkloster war im Mittelalter für seine Schreibschule berühmt. Zahlreiche Handschriften aus dieser Zeit und dieser Werkstätte finden sich u. a. in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien.

die Häuser im Zentrum weisen auf ihre bayrische Herkunft hin

Die Geschichte von Schloss Mondsee ist wesentlich kürzer als jene als Kloster. Auf Grund der Reformen Kaiser Josefs II. wurde das durch einen Ortsbrand von 1774 schwer in Mitleidenschaft gezogene Stift unter Kaiser Leopold II. 1791 aufgehoben und vorerst dem staatlichen Religionsfonds angeschlossen. 1810 schenkte Kaiser Napoleon den leer stehenden Bau dem in seinen Diensten stehenden General Karl Philipp von Wrede. Er wurde vier Jahre später zum bayerischen Feldmarschall und Fürsten ernannt. Wrede durfte Mondsee auch nach Napoleons Sturz weiter behalten, hatte jedoch keine männliche Nachkommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Mondsee
  • Pfarrkirche Mondsee
Hauptartikel: Pfarrkirche Mondsee
Diese einmalige Benediktiner-Stiftskirche aus dem 12. Jahrhundert, die 1470 bis 1487 im gotischen Stil umgebaut wurde, zählt zu den größten gotischen Kirchen Österreichs.
Die prunkvolle barocke Innenausstattung ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. In dieser Kirche wurde auch die Hochzeitsszene von Georg Ludwig von Trapp für das Filmmusical "Sound of Music" gedreht. Die außergewöhnlich schöne Barockausstattung erfolgte im späten 17. bzw. frühen 18. Jahrhundert durch den berühmten Barockbildhauer Meinrad Guggenbichler, der über 44 Jahre in Mondsee lebte.

Theater

  • DER MONDSEER JEDERMANN
Jedermann in Mondsee

mehr als 600 Aufführungen seit 1922

Der reiche Bauer JEDERMANN ist mächtig stolz auf sein Anwesen und seinen Reichtum. Die Ermahnung seiner MUTTER tut es als lächerlich ab, seinen ARMEN NACHBARN und eine ARME FRAU verhöhnt er ihrer Armut wegen. Er hört dafür mehr auf seinen städtischen KUMPAN, der ihm nach dem Munde redet. Seinen Reichtum weiß er zu genießen, fast täglich zecht und feiert er mit seinen vermeintlichen Freunden. Doch eines Tages tritt ihn plötzlich und ohne Vorwarnung der TOD an und fordert ihn auf mitzukommen. Auf JEDERMANNS flehentliches Bitten gewährt er ihm noch eine einstündige Frist um eine Reisebegleitung zu finden.

Doch jetzt zeigt sich der Wert seiner Freundschaften: seine GELIEBTE verlässt ihn als erste, es folgt sein KUMPAN, und schließlich suchen auch seine beiden VETTERN das Weite, als sie erfahren wohin diese Reise gehen soll. Sogar der MAMMON hält nicht viel von seinem Vorschlag und verspottet ihn auch noch. JEDERMANN ist verzweifelt, er hat all seinen Mut und sein Selbstbewusstsein verloren, da treten seine WERKE zu ihm und bieten ihm die Begleitung an. Jetzt aber zweifelt JEDERMANN daran jemals Gutes getan zu haben und lehnt ab. Erst als der GLAUBE seine Hilfe verspricht, willigt er ein und findet Trost und Verzeihung in der Kirche. Da muss sogar der TEUFEL, der schon zur Stelle war um ihn als sicheren Kandidaten für die Hölle abzuholen, unverrichteter Dinge wieder abziehen. JEDERMANN hat seine Verfehlung bereut und kehrt unter Engelsgesängen in die ewige Seligkeit ein.


http://www.mondseer-jedermann.at/


  • JUNGE BÜHNE MONDSEE

Museen

Das Mondseer Rauchhaus in einer Westansicht
  • Das Pfahlbaumuseum befindet sich gemeinsam mit dem Heimatmuseum in der ehemaligen Klosterbibliothek des Stift Mondsee. Bildtafeln zeigen alte Vorstellungen von Pfahlbauten und alte Methoden der Fundbergung sowie die neuen Forschungsmethoden. Matthäus Much, Altmeister der österreichischen Pfahlbauforschung, entdeckte 1872 das Pfahlfeld See und 1874 das Pfahlfeld Scharfling am Mondsee.
  • Das Freilichtmuseum Mondseer Rauchhaus
Hauptartikel: Mondseer Rauchhaus
Es zeigt die im Mondseer Land einst allgemein verbreitete Gehöftform: das Rauchhaus und die dazugehörenden Nebenbauten wie Hütten mit eingebautem Troadkasten, Hoarbad, Hausmühle, Dörrbadl, Kapellenbildstock und Austragshäusl. Erstmals wird das Anwesen 1416 urkundlich erwähnt und bedeckt mit den Zubauten ("Zuaspang" und "Strahittn") eine Bodenfläche von 323,5 qm. Die besondere Eigenheit dieser Hausform ist das Fehlen eines Rauchfanges. Der Rauch zog frei durch die Schindelfugen im Dach ab und diente zum Trocknen des Getreides, dass über dem Herdraum auf dem Rauchboden ("Rauh") in Graben aufgestellt war.
  • Das BAUERNMUSEUM MONDSEELAND

Eröffnung 30. Mai 2009, es widmet sich der neueren Geschichte des Bauernstandes im Mondseeland mit Schwerpunkt Beginn der Mechanisierung bis heute. Im Museum befindet sich ein Veranstaltungsraum.

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Bauernmuseum Mondseeland, erreichbar auch über die neue Hilfbergstraße

Weblink:http://www.museummondsee.at/


  • Das Salzkammergut-Lokalbahn-Museum befindet sich in der Nähe des Strandbades Mondsee. Das Museum wurde im letzten noch erhaltenen Heizhaus 1996 eröffnet. Es zeigt die Geschichte der Ischlerbahn - sowie auch diverse Fahrzeuge, Lokomotiven und Waggons - der viel besungenen Schmalspurbahn, die von Salzburg nach Bad Ischl führte und die im Jahre 1957 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt wurde.
Mondseepanorama von Westen (Leidingerhof)

Weblinks

Bildergalerie