Matthias Walkner bei der Rallye Dakar 2019
Matthias Walkner, 2. Etappe, 8. Jänner 2019
Matthias Walkner, 4. Etappe, 10. Jänner 2019
Matthias Walkner, 6. Etappe, 13. Jänner 2019

Bei der Rallye Dakar 2019 ist der Salzburger Matthias Walkner als Favorit an den Start gegangen. Dieser Artikel berichtet von seinen Etappen-Fahrten.

Einleitung

Die Rallye Dakar 2019 startete am 7. Jänner 2019 in Peru. Sie dauerte 2019 nur elf Tage bis 17. Jänner und führte nur über zehn Etappen. Start- und Zieldurchfahrt erfolgte in der Hauptstadt von Peru, in Lima. Insgesamt standen nur rund 5 600 Kilometer auf dem Programm (gegenüber 8 800 im Jahr zuvor), von denen für die Autos und SxS 2 961 km, für die Motorräder und Quads 2 889 km und für die Trucks 2 959 km als Sonderprüfung in die Gesamtwertung einfließen.

Etappe 1, Montag, 7. Jänner 2019

Motorrad-Titelverteidiger Matthias Walkner hatte am Montag, den 7. Jänner 2019 die erste Etappe der Rallye Dakar auf dem siebenten Rang beendet. Der 32-jährige Salzburger, der im Vorfeld an einer Verkühlung gelitten hatte, landete auf seiner KTM nach 84 Sonderprüfungs-Kilometern mit 3:12 Minuten Rückstand auf Tagessieger Joan Barreda Bort (ESP/Honda) im Ziel in Pisco. Insgesamt wurden von Lima nach Pisco 331 km bewältigt.

Durch die verkehrte Startreihenfolge ging Walkner als Letzter auf die Strecke. Ein Vorteil. "Die vorderen Fahrer haben einen gut Job gemacht und Spuren gelegt. Wir mussten nur wenig selber navigieren und dadurch wurde die Etappe extrem schnell. Bis auf Barreda Bort sind aber alle relativ eng beisammen." Spitzengeschwindigkeiten in den Dünen von bis zu 150 km/h und einen Schnitt von 100 km/h wurden erreicht.[1]

Etappe 2, Dienstag, 8. Jänner 2019

Bei dieser Etappe setzte sich Walkner auf dem schnellen, zweiten Abschnitt mit 342 km Sonderprüfung nach San Juan de Marcona mit seiner KTM vor dem Honda-Piloten Ricky Brabec (USA) durch. In der Gesamtwertung verbesserte sich Walkner an die zweite Stelle, 1:31 Minuten hinter Auftaktsieger Joan Barreda (ESP).

Die Motorräder starteten diesmal nach den Autos, die Navigation stellte daher angesichts der Spuren keine extremen Anforderungen. Walkner duellierte sich auf der 553-km-Strecke lange Zeit mit Brabec, holte aber im Finish einen Vorsprung von 22 Sekunden heraus. Barreda landete mit seiner Honda mit 1:41 Minuten Rückstand an der dritten Stelle.[2]

Etappe 3, Mittwoch, 9. Jänner 2019

Auf der dritten Etappe am 9. Jänner in den Dünen (798 km) mit 331 km Sonderprüfung nach Arequipa gingen dann wieder die Motorräder zuerst ins Rennen. Der Salzburger auf büßte auf der 3. Etappe von San Juan de Marcona nach Arequipa viel Zeit ein, nachdem er sich verfahren hatte. Der Tagessieg ging nach der Sonderprüfung über 331 km an den Franzosen Xavier de Soultrait (Yamaha), der sich 15 Sekunden vor dem Chilenen Pablo Quintanilla durchsetzte. Der bisher zweitplatzierte Walkner verlor schließlich über 20 Minuten auf De Soultrait und fiel dadurch um einige Positionen zurück.

Walkner musste nach seinem Etappensieg am Vortag als Erster aufbrechen und somit die Navigation übernehmen. In den peruanischen Dünen lief es für den Kuchler zunächst nach Wunsch, ehe er einen Überschlag produzierte. Gemeinsam mit Barreda und dem am Dienstag zweitplatzierten Amerikaner Ricky Brabec fuhr Walkner dann weiter. "Bei Kilometer 100 kam plötzlich dichter Nebel auf, sodass man keine fünf Meter Sicht mehr hatte", berichtete der KTM-Werksfahrer. Barreda sei dann eine Klippe runtergefahren, er selbst folgte und kam "mit Müh und Not wieder rauf". Die entscheidende Situation habe sich danach ereignet. Walkner sah einen eindeutigen Fehler im Roadbook des Veranstalters, durch den er eine falsche Route wählte. Im Schlepptau des Österreichers verlor auch Brabec Minute um Minute.[3]

Etappe 4, Donnerstag, 10. Jänner 2019

Am Donnerstag wartete der erste Teil der Marathon-Etappe. Der vierte Tagesabschnitt führt 510 Kilometer von Arequipa nach Moquegua (406 km Sonderprüfung). Im zweiten Teil der Etappe geht es am Freitag nach einem Massenstart zurück nach Arequipa. Zwischen diesen beiden Etappen dürfen die Fahrer keine Hilfe von außen in Anspruch nehmen.

Die 4. Etappe gewann Brabec (Honda, 3:40:30 Stunden) und übernahm die Gesamtführung. Matthias Walkner belegte den zweiten Platz (+0:14:16 min. Rückstand), Toby Price den dritten und Sam Sunderland den vierten. Im Gesamtklassement konnte sich Walkner deutlich verbessern. Obwohl er nur einen Platz gutmachen konnte, gelang ihm als neuer Gesamt-Siebenter seinen Rückstand auf die Spitzenposition mehr als zu halbieren (+0:09:31 min. Rückstand). Nach dieser Etappe lagen sieben Fahrer innerhalb von nur zehn Minuten Abstand auf den Gesamtführenden Brabec.

Etappe 5, Freitag, 11. Jänner 2019

Die 5. Etappe führte von Moquega nach Arequipa, wobei für die Motorräder 345 Kilometer Sonderprüfungen warteten. Erschwerend kam, dass über Nacht laut Reglement nur die Fahrer selbst Reparaturen durchführen durften. Der Start verzögerte sich wegen Nebel.

Die letzten Kilometern der 5. Etappe wirbelten das Tagesklassement komplett durcheinander. Im letzten Abschnitt verlor der die meiste Zeit der Etappe in Führung gelegene Pablo Quintanilla neun Minuten und Xavier De Soultrait gewann die Etappe (4:15:11 Stunden). Matthias Walkner belegte nur neun Sekunden dahinter den zweiten Rang, Dritter wurde Lorenzo Santolino auf seiner Sherco.

In der Gesamtwertung liegt nach wie vor Ricky Brabec in Führung (Honda, 16:51:34 Stunden) vor Pablo Quintanilla (Husqvarna, Rückstand +0:02:52 min.), Toby Price (KTM, Rückstand +0:03:21 min.) und Matthias Walkner (KTM, Rückstand +0:06:17 min.).

Samstag war dann der Ruhetag der Rallye Dakar 2019.

Etappe 6, Sonntag, 13. Jänner 2019

Am frühen Nachmittag musste Titelverteidiger Matthias Walkner nach einer Zeitstrafe weil er das Tempolimit auf der neutralen Strecke überschritten hatte mit Rang 7 in den Nachmittag fahren und hatte einen Rückstand von 09:17 Minuten auf den führenden Ricky Brabec. Gegen Abend lag aber dann der tschechische Husqvarna-Pilot Jan Brabec zwei Minuten vor seinem Markenkollegen Pablo Quintanilla. Gegen Ende der Etappe änderten sich wieder die Verhältnisse. Nun wechselten sich Pablo Quintanilla und Kevin an der Spitze ab. Toby Price und Matthias Walkner lagen innerhalb von drei Minuten Rückstand zur Spitze, der Rest des Feldes aber abgeschlagen schon mehr als sieben Minuten zurück.

Es schien als gäbe es heute Zeitmessungsprobleme. Mehrmals gab es merkwürdige Zwischenzeiten, so hätte Ricky Brabec gegen 19 Uhr eigentlich schon WP6 passieren müssen, doch nach den Zeitmessungsprotokollen war er noch nicht einmal durch WP5 durch. Pablo Quintanilla kam dann mit 1:52 Minuten Vorsprung auf Kevin Benavides ins Ziel und Matthias Walkner, der 4:21 Minuten verlor, wurde Dritter in dieser Etappe.

In der Gesamtwertung führte nun Pablo Quintanilla (20:45:13 Stunden). Matthias Walkner lag mit 10:46 min zurück an gesamt sechster Stelle.[4]

Etappe 7, Montag, 14. Jänner 2019

An diesem Tag stand eine 331 Kilometer lange Schleife mit Start und Ziel in San Juan de Marcona auf dem Programm. Ricky Brabec setzte sich in Führung, gefolgt vom derzeitigen Tour-Führenden Pablo Quintanilla. Doch bereits nach dem ersten Checkpoint musste die Motorrad-Etappe wegen dichtem für eine halbe Stunde neutralisiert werden.

Die Etappe gewann Sam Sunderland (KTM, 3:51:41 Stunden) vor Jose Ignacio Cornejo (Honda). Für Sunderland war dies bereits sein zweiter Tagessieg bei der diesjährigen Rallye Dakar. Matthias Walkner kam nur als Zehnter mit einem Rückstand von 16:38 min. ins Ziel und lag nun im Gesamtklassement an siebenter Stelle mit einem Rückstand von 16:16 min. auf den in der Gesamtwertung führenden Ricky Brabec.[5]

Etappe 8, Dienstag, 15. Jänner 2019

Der Gesamtführende Ricky Brabec erlitt einen Motorschaden bei Kilometer 56 und damit war für ihn Rallye Dakar vorbei. Damit hatte Honda nach Barreda und Goncalves das dritte Ass aus dem Werksteam verloren. Kevin Benavides war die letzte Hoffnung auf den Gesamtsieg. Toby Price (KTM) setzte sich in dieser Etappe in Führung und übernahm die Gesamtführung.

Nach der dritten Zwischenzeit nach 16 Uhr hießen die ersten vier Price, Quintanilla, Walkner und Sunderland. Um 18 Uhr war Matthias Walkner im Ziel, der mit 1:13 Minuten Vorsprung in der letzten Stunde noch seinen Teamkollegen Toby Price abfangen konnte. Nun wurde noch auf Pablo Quintanilla gewartet, der bei WP5 schneller als Walkner war. Pablo Quintanilla hatte dann im Ziel 45 Sekunden Rückstand auf Matthias Walkner, der diese 8. Etappe gewonnen hatte.

In der Gesamtwertung lag Walkner vor den letzten beiden Etappen mit einem Zeitrückstand von 06:35 min. an dritter Stelle hinter Pablo Quintanilla (Husqvarna, Zeitrückstand 0:01:03 min.) und dem derzeit Gesamtführenden Teamkollegen Toby Price (Gesamtfahrzeit 28:53:08 Stunden).

Bilder

  Rallye Dakar 2019 – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quellen

Fußnote

  1. Quelle www.sn.at, abgefragt am 8. Jänner 2018
  2. Quelle www.sn.at, abgefragt am 8. Jänner 2018
  3. Quelle Salzburg24.at www.salzburg24.at
  4. Quelle www.motorsport-magazin.com live-ticker der Etappe
  5. Quellen www.motorsport-magazin.com und mehr Details in Salzburg24.atwww.salzburg24.at