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Der Schach-Landesverband Salzburg (SLV), gegründet 24.8.1950, ist ein Sport-Fachverband (rechtlich ein Verein).

Der Verein

Mitglieder des SLV sind die 29 (Stand 2013) Schachvereine (Klubs) und Schachsektionen von Sportvereinen im Bundesland Salzburg und angrenzenden Regionen von Oberösterreich und dem bayerischem Rupertiwinkel. Der Verband organisiert und koordiniert mit den Vereinen das Spielgeschehen, insbesondere die Mannschaftswettkämpfe, Einzellandesmeisterschaften und Entsendungen im Bundesland Salzburg.

Bei den Mannschaftswettkämpfen wird in Leistungsklassen und Regionen, von der 2. Klasse bis zur Bundesliga-A (vor 2003 als Staatsliga bezeichnet) gespielt.

Schach ist von der LSO (Landessportorganisation) und BSO (wie auch international in mehr als 90 Staaten) als Sport anerkannt. Die psychische Wettkampfkomponente unter zeitlichem Druck ist dabei sehr hoch anzusetzen.
International sind bereits 186 Föderationen/Länder (Stand 1/2015, Quelle ÖSB/FIDE) in der FIDE (im Weltschachverband) vertreten. 34 Amerika, 52 Asien, 45 Afrika, 55 Europa.

Es gibt Turnier-, Schnellschach- und Blitzschachbewerbe als Nah(kampf)schach. Das seltene Kompositionsschach und Fernschach werden stark mittels Computer und Internet gespielt.

Mit Stand 1/2013 hat der SLV 1 716 registrierte, davon 769 aktive Meisterschaftsspieler mit nationaler Elozahl. Für die aktiv Registrierten werden auch Abgaben an den ÖSB entrichtet.

Elo, bzw. FIDE Rating ist eine mathematische Spielstärkemessung, wobei es nationale und für intern. Bewerbe, internationale (ELO-) Ratingzahlen gibt.


Die Spielgemeinschaft SIR (Salzburg-Süd-Inter-Royal) ist ein Bundesliga A (und auch B) Verein, der ASK, Mozart-1910, Schwarzach und Ranshofen sind Bundesliga-B Vereine (BL-B). Der Pinzgauer Thomas Haslinger ist Ehrenmitglied des ÖSB für über 50 Jahre intensive Funktionärstätigkeit. Gespielt wurde Schach privat und in Spielzirkeln auch zur Mozart-zeit und später in den Kaffeehäusern gelegentlich immer schon. Auch die Arbeiterschaft hat oft in Kantinen und Gasthäusern gern Karten, aber auch Schach gespielt. Es wurde aber früher kaum etwas aufgezeichnet.


Schach ist an sich interdisziplinär und beinhaltet sowohl sportliche, künstlerische, kulturelle wie wissenschaftliche Attribute. Neben der gesellschaftlichen Komponente eines geselligen Klublebens. Erst die erhöhte Mobilität, der zunehmende Wettkampfcharakter, formale Strukturen der Zeitkontrolle und Turnierformen führten dann historisch zu juristischen und sportlichen Organisationsformen und zum jetzigen Spitzen-Schachsport. Schon vor über 100 Jahren wurde Schach aber immer schon in den Sportzeitungen gebracht.

Geschichte

Frühe Zeiten

Die Schachspielszene, neben Würfel... im Codex Buranus aus dem Spätmittelalter, bzw. die Lieder der carmina burana um 1320 dürften nach der Forschung im großen Salzburger Metropolitanumkreis entstanden sein. Offenbar ein gewisser mitteleuropäischer Reflex auf das Buch der Spiele (ohne Titel, bzw. libros de los juegos) von 1284 (1321 altspanische Zeit) von König Alfons X., El Sabio (dem Weisen) in Sevilla, im christlichen Spanien, in dem viele alte arabische Mansuben, aber auch schon einige europäische Neuerungen verarbeitet werden. Oder die offene Frage, ob das Strategiespiel doch weit früher schon über Italien oder Byzanz kam. Natürlich war auch das Schach-Buch von Jacobus de Cessollis "über die Sitten der Menschen und den Pflichten der Vornehmen und Niederen durch das Schachspiel" aus dem Spätmittelalter in Abschriften in Salzburg vorhanden. Im Schatz-Durchhaus in der Getreidegasse wurden bei Bauarbeiten einige Holz-Schachfiguren aus dem 16./17. Jhd. gefunden (SN 20.4.1996, Salzburg Mueum). Das Festungsmuseum zeigt ein altes Spielbrett. Auch zur Mozartzeit wird in Salzburg Schach gespielt (siehe: chessbase Artikel). Im weiteren geht es aber nur um organisiertes Turnierschach, Klubschach, und wird somit ein Zeitsprung vollzogen.


Von Schach-Kaffee´s zum modernen Turnier

Zwischen Jänner 1869 und März 1879 sind in der Stadt Salzburg drei kleine Stadtturniere im Café Baldauf am Platzl (Linzer Gasse) und Nachfolger Cafe´s, dokumentiert (Sieger 1873 der Fotograph Ludwig Hardtmuth (+1875), 1878/1879 Baumeister Josef Christoph (1842-1913) und wird im Oktober 1868 ein Schachklub mit etlichen "tüchtigen" Spielern in Zeitungen erwähnt. Dann folgt eine Lücke.

Das Schachspiel in der Stadt Salzburg verlagert sich nach dem Bahnbau 1860 und der Westbahn1875 vor allem in den 1890er Jahren und der aufkommenden wirtschaftlichen Entwicklung in ein neu errichtetes Café Koller in der Neustadt an der heutigen Rainerstraße. Vielleicht war dieses nach dem Dragoner-Offizier Koller benannt. In den Cafés trifft sich das Bürgertum, höhere Beamte, Gewerbetreibende, Künstler. Zeitungslesen, Billard und Spiele prägen diese Kultur.

Die Arbeiterschaft und Landbevölkerung kämpfen in dieser Zeit noch ums Überleben. Es wird zwar genauso gespielt, wenngleich mehr Kartenspiel, in Salzburg Watten, Schnapsen, Färbeln, aber auch Brettspiele, Würfeln, Kegeln, Stockschießen im Winter, Bölzlschießen (Scheibenschießen),... nur gibt es dazu kaum Aufzeichnungen. Schach wurde gelegentlich in Gasthäusen, Kantinen oder Arbeiterheimen, aber eher lose gespielt. Ab 1909 gab es zB. in Wien einen eigenen Arbeiterschachklub. Auch in anderen Sportarten gibt es viele gute Hobbysportler, die aber doch keinem Meisterschaftsbetrieb beitreten wollen.

Wenngleich sich aus der Geschichte des Schach zeigt, dass viele der stärksten Spieler aus einfachen Verhältnissen stammen, Schach durchwegs bildungsunabhängig ist, es auch einer sehr speziellen analytischen Begabung (und wie bei jedem Sport) vor allem intensiven Trainings und guter Nerven unter hohem Druck bedarf. Wie zB. auch Stefan Zweig in seiner Schachnovelle ausführt.


1910 Gründung der Salzburger Schachgesellschaft

Im Frühjahr 1910, im Jahr des WM-Kampfes zwischen dem Deutschen Dr. Emanuel Lasker und dem Österreicher Carl Schlechter, wird die Salzburger Schachgesellschaft (nach Nichtuntersagungsbescheid) am 27.3.1910 gegründet. Die gründende Versammlung erfolgte dann am 30.4.1910 im Hotel Mirabell. Das Proponentenkommitee der Interessierten traf sich zuvor schon am 3.3. im [Café Krimmel]].(Quelle zB. auch: Sportliche Rundschau Nr. 97, S 8, vom 30.4.1910). §1 "Der Zeck der Gesellschaft ist, Schachfreunden (Herren und Damen) einen Vereinigungspunkt und Gelegenheit zur Übung und sachgemäßen Fortbildung im Schachspiele zu bieten und alle Mittel..".

Der Meisterspieler Staatsbahn Ing. Josef Hrdina (1882-1914), Baumeister und Gemeinderat Joseph Christoph (1842-1913), der Sieger des kleinen Stadtturniers von 1878/79, und Bahninspektor Adolf Mehrer (1853-) sind die Initatoren und wurden am 21.6.1912 bei der Versammlung im Mozartstübchen des Stieglkeller Ehrenmitglieder der Salzburger Schachgesellschaft, und erhielten Ehrendiplome vom Salzburger Maler Prof. F. Kulstrunk gestaltet (Quelle: SVBL 26.6.1912).

Der "Mehrer des Schach´s" wurde erster Obmann, kam aber schon ab 1912 beruflich nach Wien, Hrdina nach Tirol, wo er dann Innsbrucker Klubmeister wurde. Viele Lehrer (Amannshauser, Barth,...), Schuldirektoren, Beamte, auch Bahn-und Postbeamte, Gewerbetreibende, Dachdeckermeister Otto Kunstmann,.. Adjunkt, Primarius, einige Offiziere, ein Fotograph (Carl P. Wagner, der aber bald nach Innsbruck ging),. Morawetz, Kuhn, Juristen .. Landesrat Dr. Tischlinger, finden sich berufsmäßig in der Mitgliederliste und den ersten Jahren aus anfangs 37 Personen. (Vielleicht bessere Spieler aus dem Arbeiterstand hätten sich damals die teuren Standes-Cafes und Klubgebühren gar nicht leisten können. Von denen wurde noch eher lose in Gasthäusern gespielt. Dazu fehlen aber Aufzeichnungen.)

Am 12. Juni 1910 finden im Gasthaus zur Rose und im Herbst in Bayern große Mannschaftsvergleichskämpfe gegen das bayrische Traunstein (und später gegen Trostberg) statt. Großmeister R. Spielmann u. Schapiro werden dazu engagiert. Der Initator der SGS, der Meisterspieler Ing. Josef Hrdina, erringt am 23.7.1911 sogar die bayrische Meisterwürde am 3. bayrischen Schachkongress (17.-23.7. 1911) in München (für das bayrische Traunstein spielend) und erhält den Prinzregenten Ehrenpreis.
Am 27.10.1913 kommt der Weltmeister, Weltenbürger und Philosoph Dr. Emanuel Lasker nach Salzburg, gibt ein Simultan und hält Vorträge im Kurhaus. In den 1920ern folgen die Spitzenspieler Reti, Vidmar, Grünfeld, Eliskases,..Die Schachgesellschaft hatte damals mit dem Hotelier und Politiker Karl Irresberger einen großen Förderer, der diese Gastspieler gratis nächtigen ließ.

Klubmeisterschaft (Winterturnier, bzw. inoffizielle Stadtmeister und Landesmeister in der ersten Republk

1910/1911 Wolfram (Rechnungsrat, bei 24 Teilnehmer)
1911/1912 Carl P. Wagner (Fotograph)
1912/1913 Alois Laschenky (Beamter)
1913/1914 Alois Laschensky
1914/1915 Dr. Josef Frank (Magistratskonzipist,+5.1923)
1920/1921 Willhelm Ullrich
1921/1922 Franz Motzko
1922/1923 Franz Motzko
1925 1. LM August Maggi
1928 Erich Flir
1931 LM Karl Mayer
1932 Dipl.Ing.Erich Flir
1933 LM Wallaschek
1935 LM Walter Kolneder
1936 StadtM Karl Mayer
1937 LM W.David
1939 LM Karl Mayer
(die folgenden Einzel-Landesmeister sind im online Archiv der SLV-Homepage abgebildet).

Motzko: Stärkster Spieler der Salzburger Schachgesellschaft Anfang der 1920er Jahre und international angesehen, war der aus Teschen zugewanderte Bauunternehmer, Schachtheoretiker, Korrespondenzschachspieler und Problemkomponist '''Franz Motzko''' (* 1868, † 1929; Motzko Variante in der Spanischen Eröffnung).

Gegen die Bayern wird oftmals gekämpft, waren auch bahnmäßig günstig erreichbar, auch zwei Mal gegen Wels, so lange es in Salzburg noch keine anderen Klubs gibt. 1926 gibt es ein kleines 17-rundiges Turnier beim sogenannten "Athletik-Sportklub", (unklar ob der SAK 1914, oder doch die Vorwärts-Maxglaner/ oder Itzlinger gemeint waren), das der Zöllner Kahler gewinnt.


Stadtteile, Bezirke

Diese Klubs in den Stadtteilen, bzw. Gemeinden Lehen schon 1933, Maxglan gegründet 1934, Itzling 1935 (bei beiden wurde aber schon Jahre früher in Spielzirkeln oder im Rahmen des ATSV gespielt) und auch ein Schachzirkel zumindest Anfang der 1930er in St. Johann im Pongau im damaligen Cafe´ Moser, und später beim Taxenbacherwirt an der Wagreinerstrasse, folgen, mit den späteren Pongauer Spielern Andraske, Rechberger, Leitner, Holleis,..

Im November 1909 wird sogar schon in Tamsweg (Lungau) eine Schachvereinsgründung beim Gast-und Kafffeehaus Brandl von vielen Spielern zeitungsmäßig erwähnt (Obmann Dr. Franz Schierl). Aufgrund der Abgelegenheit und Entfernung gab es aber dann keine bekannten Schach-Kontakte zur Stadt-Salzburg. Im Jan. 1912 findet bereits in Hallein mit 7 TN ein kleines lokales Turnier statt. ..


Nach dem 1. Weltkrieg: Landes-Vergleichskämpfe.

Bereits am 23. Okt. 1921 gab es in Vöcklabruck den ersten Wettkampf gegen Oberösterreich auf 16 Bretter (Linzer Tagespost v. 25.10.)
Ab 1923 existiert eine kleine Schachgruppe, dem ATSV nahe, in '''Bischofshofen''' mit den Eisenbahnern August Maggi und Jakobek, die auch am 9. Mai 1926 am zweiten Vergleichskampf Salzburg geg. OÖ in Vöcklabruck auf 14 Bretter teilnehmen. Alle anderen waren von der Schachgesellschaft.

Die damaligen Salzburger Spieler:
August Maggi (ATSV Bischofshofen), Wilhelm Ullrich, Franz Motzko, Hopfinger, Alois Laschenky, der Student Erich Flir, HR Dr. Baldi, Dr. Hlawatschek, Dr. Oskar Günther, Jakobek (Bischofshofen), Czaika, Dr. Trubik, Kulm. (Major Kirchtaler hatte 1921 teilgenommen).

Beim erneuten Schachwettkampf in Attnang gegen OÖ am 17.4.1929: Erich Flir, Alois Laschensky, Willhelm Ullrich, Linnerth, Pagler, Dr. Günther, Czaika, Hopfinger, Karl Mayr, Otto Kunstmann, Koberz, Brünner, Siegel, Kucher, Dr. Hlawatschek, Kaltner, Schwarz.


Ab Oktober 1923 wird das Café Mozart in Salzburg-Getreidegasse nach mehreren Wechseln (zuvor das Cafe Corso) ein Schachcafé mit zB. 1923 über 120 Mitgliedern und Sitz der Schachgesellschaft und wird dort auch aktuell noch täglich spätnachmittags, außer am Wochenende oder bei zu starkem Touristenansturm, gespielt.


Künstler und Schachspiel:

Der weltbekannte Literat Stefan Zweig (1881-1942) spielte gelegentlich in den 1920ern im Cafe´Bazar. Als konkretes Mitglied der Schachgesellschaft scheint er aber nicht auf. Stefan Zweig hatte auch "die seelische Superiorität des Besiegten" stark interessiert (in: Die Welt von Gestern). Die Niederlage soll nicht nur ertragen, sondern gemeistert werden. Der Eisenbahner-Literat Georg Eberl hatte die Sechsmeisterturniere 1942 besucht und nach dem Krieg darüber im Tagblatt berichtet. In späteren Zeiten spielen etwa die Maler Alfred Deggendorfer (1899-1975, bei Maxglan und Mozart) und Weilinger (ASK) intensiver. An Musikern schon Leopold Mozart, der ab 1737 in Salzburg studierte und seine Tochter Anna-Maria (Nannerl), spätere von.... gelegentlich bei schlechtem Wetter, die Pianisten Friedrich Gulda, wenn er mal in Salzburg war und Allessandro Misciasci, wohl der Beste (und eifrigste) der Künstlerriege, oder der Bratschist P. Langgartner, der ansonst die Viola Bastarda geigt. Von Sportlern ist zB. der frühere Bergsteiger und bekannte Alpinist Wolfgang Axt als guter Pongauer Ligaspieler erwähnenswert.


Erster Landesmeister

Erster Salzburger Landesmeister, damals noch ohne offiziellem Landesverband, aber von der Schachgesellschaft so ausgeschrieben, weil es auch ausserhalb der Schachgesellschaft gute Spieler gab, wurde im November 1925 im Café Mozart- zur Überraschung der Stadt-Salzburger- der Bischofshofner Eisenbahner August Maggi (* 1885, † 1973). Als "homum novum" (neuer Mensch) in der Presse bezeichnet. A. Maggi, der von der Grazer Schachgesellschaft her kam, spielt dann auch 1926 gegen den (geteilten) österreichischen Staatsmeister, den Wiener Siegfried R. Wolf, immerhin ein beachtliches remis (WSZ 1926).

Früher wurden auch gern Korrespondenz-(Beratungs)-Schachpartien zwischen Schachgesellschaften von Städten gespielt; so 1910/11 Salzburg gegen Innsbruck 2:2.

1910 bis in die 1930er sind der Beamte Alois [[Laschensky], Willhelm Ulrich, A. Maggi, Walter Kolneder und in den 1930ern Karl Mayr die besten heimischen Spieler.
1933 wird der damalige Salzburger Landesmeister Richard Wallaschek (der von Wels kam) 4. bei der österreichischen Staatsmeisterschaft, im folgenden Jahr 3.
Ab 1928 kam stud. Erich Flir, in späteren Jahren einer der Besten, als "Zugroaster" von Tirol nach Salzburg und wirkte weit über seinen 80er in der Liga. Sein dortiger Vater Walter Flir (1881-1957) war Meisterspieler, als Jüngster einer der Mitbegründer des ISK (1904), sogar Bayrischer Meister zu Kulmbach 1920 und Trainingspartner des späteren Weltklassespielers Erich Eliskases.

'1929 und 1932' fanden anläßlich des 25-jährigen Linzer Jubiläums, neben dem Wettkampf zwischen dem (späterem) GM Erich Eliskases gegen Rudolf Spielmann Vergleichskämpfe der Salzburger mit dem Linzer Schachverein auf 17 Bretter statt (Linzer Tagespost v. 17.4.1929, bzw. 9/1932, mit Auflistung der Spieler). So wurde bei den Ansprachen 1929 die Not der damaligen Profi- Schachmeister beklagt und eine Schach-Notgemeinschaft gefordert. Im Nov. 1935: Vergleichskampf gegen Wels.

1936: In der ersten Republik fanden in Salzburg ab 1936 Meisterschaft zwischen den damaligen drei Vereinen in der Stadt Salzburg, dem 1. SK Itzling (9,5), 2. der Salzburger Schachgesellschaft (8,5) und 3. dem SK Maxglan (6), organisiert durch eine Arbeitsgemeinschaft, statt. Die Itzlinger mit Berger, Leeb, Lehner, Reinegger, Weilguni,..siegten. Die SG stellte allerdings nur die zweite Garnitur auf. Der SK Lehen (1936) nahm noch nicht daran teil. Im Ständestaat wurden aber die früheren Arbeitervereine (ASV, ATSV,..) die teils schon kleine inoffizielle Schachsektionen hatten, wie die Itzlinger und Maxlaner, aufgelöst und Mitte der 1930er teils neu als eigene Schachvereine gegründet.


Der Landesverband

Anfangs schließt sich 1910 die Salzburger Schachgesellschaft (wie auch der Innsbrucker SK, gegründet Febr. 1904) dem Deutschen Schachbund an. Am 3. September 1921 dann dem neu gegründeten Österreichischen Schachverband (Quelle: Wiener Sporttagblatt v. 9.9.1921).

Dieser ÖSV wurde erst nach dem 1. Weltkrieg am 12. Dezember 1920 gegründet (Österreichischer Schachverein), und waren- wegen politischer Spannungen in dieser Zeit- dann auch nicht alle österreichischen Schachvereine dabei. 1921 wurde auch dem Bayrischen Schachbund bis 1924 beigetreten, weil dann 1922/23 Salzburger Spieler an dessen Bewerben (Bayrische Meisterschaft 1922 in Innsbruck) teilnahmen. Auch erfolgte wieder ein Austritt aus dem ÖSV. In der Salzburger Schachgesellschaft wurde in den nächsten Jahren mehrfach der Wechsel diskutiert, im Ausschuß zwar beschlossen, dann doch nicht umgesetzt. Es waren nur teils politische Überlegungen maßgeblich. Es hatte ja auch seine Vorteile, weil man so doch an den nahen bayrischen Bewerben (Einzelmeisterschaft) mitspielen konnte. (Quellen dazu: Süddeutsche Schachblätter). Erst 1927 wurde nach 1921 letztlich dem österreichischen Verband beigetreten.

In der ersten Republik gab es noch keinen Salzburger Landesverband. Dieser wurde 1927 von der SG zwar angedacht, aber dann wurde diese Koordinationsfunktion in den 1930ern mittels einer Arbeitsgemeinschaft der drei Vereine SG, Maxglan und Itzling erledigt.

Am 1. Juli 1947 wird nach dem Zweiten Weltkrieg, während der US-amerikanischen Besatzungszeit, vorerst die inoffizielle Landesgruppe Salzburg gegründet und erfolgte der Beitritt zum ÖSB. Der Salzburger Landesverband wird dann offiziell am 24.8.1950 anfangs mit sechs Mitgliedern ( Vereinen, bzw. Sektionen) gegründet:
1. Salzburger Schachklub 1910 - Mozart, 2. Salzburger Schachgesellschaft-Posthof, 3. ASV Amateure-Itzling (dann 1951 ATSV, ESV, aus diesen wurde dann 1956 der ASK), 4. Schachverein Bischofshofen (gegr. 1950), 5. Schachverein Holzwerke St. Johann im Pongau (1950) und 6. Schach-Sektion des Sportklubs Zell am See. Schon im folgenden Jahr 1951 wurde in 2 Klassen mit 9 Mannschaften zu je 8 Brettern gespielt. Bekannte Schachzirkel, aber noch nicht Vereine, gab es damals zudem schon in Hallein, Radstadt, Schwarzach, Saalfelden (Bericht von Präs. HR Ritter v. Hoch beim ersten Landestag im Febr. 1951). Die Zeller hatten sich aber bald wieder verabschiedet und folgte später dafür der Werksport-und Kulturverein Kaprun aus dem Pinzgau . (Anmerkung: Historisch betrachtet (Holzarbeiterklub, Itzlinger, ESV, ASK,....) ist zu bemerken, dass in den 1950ern offenbar die Arbeiterschaft/ die starke Bau-Holzarbeitergewerkschaft (unter Minister Olah) und Sozialdemokraten (bzw. die Baumeister?) stark aufgerüstet hatten und die Mitbeteiligung am Staatsgeschehen (und auch am Schach) forderten).
Seit Herbst 1950 (7. Oktober) läuft die Salzburger Mannschaftsmeisterschaft.


Schach in den 1940ern

Ab Jänner 1939 fand die Einzel-Meisterschaft unter dem Großdeutschen Schachbund im Cafe´Posthof statt. Im Juni 1942 und Juni 1943 wurden welt-bedeutende Sechsmeisterturniere in Salzburg, im Hotel Mirabell, mit dem späteren Sieger, Weltmeister Alexander Aljechin und dem WM-Titel Aspiranten, dem Esten Paul Keres abgehalten. Offenbar um im Krieg mit geringem Aufwand und Mitteln etwas Ablenkung und Normalität suggerieren zu können. Die hohen Erwartungen von Keres wurden aber von Aljechin noch stark gedämpft.(Der Direkt-Score von Aljechin gegen den jügeren Keres, der aber in den 1950ern am stärksten war, von 1935 bis 1943 war 9:5).

Der junge Deutsche Klaus Junge aber schlug sogar 1942 den 50-jährigen WM Aljechin (1892-1946) in einer der jeweils beiden Partien, was die Presse als größte Sensation in der Geschichte des Schach´s feierte. 1943 war Junge an der Front und nahm nicht mehr teil. Parallell dazu wurde im Juni 1942 auch ein europäischer Schachbund unter nat. Deutscher Führung mit dessen damaligen Verbündeten und einigen Unabhängigen gegründet, der mit Kriegsende aber erlosch.

Das Internationale Turnier Bad Gastein 1948

1948, vom 25. Mai bis 20. Jun. fand, eigentlich unglaublich, nur drei Jahre nach dem Krieg, im Kurort Bad Gastein bereits ein Internationales Schachturnier statt, das der schwedische IM Eric Lundic gewann, vor dem Franzosen Nicolas Rossolimo und dem Ungarn Pal Benkö. Dazu gibt es zB. auch eine österreichische Sonderbriefmarke/ bzw. Stempel. Die Organisation erfolgte vom Wiener Ing. Gerhard Bruckner. Das Gästeturnier (B-Turner) gewann der Badener Albert Lounek. (Quelle auch: online Chronik des Schachklubs Baden bei Wien).

1949 wurde in Salzburg Stadt ein kleines WM-Aljechin Erinnerungsturnier abgehalten (wie auch später 1992 eines in Salzburg-Gnigl, veranstaltet von SC Inter Salzburg, zum 50jährigen Turniersieg von Aljechin, bzw. zu seinem 100. Geburtstag). Sieger: Dr. Hans Geiger, 2. Hopfinger 3. Dr. Walchshofer 4. Romanenko 5. Ing. Gerhard Bruckner.

Der frühere Itzlinger Schachklub der 1930er wurde Ende der 1940er wieder erweckt (unter ASV-Amateure, 1951 als ATSV-Itzling) mit dem Spitzenspieler Georg v. Berner (Stadt-und Landesmeister 1950/51, der aber 1951 nach Kanada auswanderte) und hatte seine Spiellokale beim Gasthof Aignherr in Itzling und beim ehemaligen Hotel Bahnhof. Mit den Spielern Klaus Albrecht, Stockinger, Weilguni, Kurt Berger, Brunauer, Brandauer, Spalt, Hagn, Borenitsch, Bitter, Stadler, Grabler,..1951 führt er in Kärnten gegen Wolfsberg-Kohlegrube ein Freundschaftsspiel.

Entwicklung ab den 1950ern

1950 teilte sich die Salzburger Schachgesellschaft in die Spielstätten und Vereine Café Posthof und Café Mozart (Erster Salzburger Schachklub 1910- später erfogte der Zusatz Mozart). 1953/1954 erfolgt Teilnahme am Mitropa-und Westropacup mit recht guten Ergebnissen. DI Erich Flir, Walter Wöll von Mozart und Georg Berner (Amateure Itzling) sind in den 1950er 1960er die besten Spieler. Schon 1950/51 gibt es vielfache Vergleichskämpfe insbesondere von Mozart gegen Venedig, Rom, Schachring-Zürich, auf 25 Bretter gegen Traunstein (mit Chiemgauern verstärkt), in Bad-Gastein gegen den Kärntner Meister ESV-Admira-Villach und Wels.

1958 wird K. Schatzl, der Oberkellner vom Cafe´Glockenspiel, der aber beim Verein Posthof spielt, Landesmeister (dazu gibt es zB. einen amüsanten Artikel vom Salzburger Literaten H. Müller im SN online-Archiv). Am 19. Juli 1959 gab es in Seekirchen ein schönes Schachfest mit 8erMannschaften und 30-Minuten Kurzzeit-Partien.

Der Halleiner Schachklub wird 1953 gegründet, es wird aber schon einige Jahre zuvor gespielt (Chronik des SK Hallein). Im Dezember 1955 wird der ASK als Arbeiterschachklub u.a. von Kurt Berger gegründet, der aber quasi ein Nachfolger des früheren Itzlinger Klubs (1935) /bzw. der ASV-Amateuere, ATSV, ESV-Sektion war, aber auch einige Spieler der früheren Lehener-und Maxglaner Vereine der 1930er umfasste. Die ASKler sehen sich aber mehr als Nachfolger der Maxglaner und residieren nun nach dem früheren Sternbrau in Maxglan Mi. beim Wastlwirt. Der ASK, nun der "Allgemeine Schachklub", hat heute ein sehr lebendiges Klubleben, zumal sich viele Spieler in das Internet und zum Notebook verzogen haben. Hallein (1953), Seekirchen (1955 als Sektion des Sportklubs, 1995 eigener Verein), Oberndorf-Laufen, Mattighofen (1961), u.a folgten. Im Pinzgau führte damals Kaprun mit seinem Vorkämpfer Weikl u. Puchner. Auch das oö. Bad Ischl (1936) spielte ab 1959 lange Zeit beim Salzburger Verband, Oberndorf-Laufen gründete sich 1959.

Ab 1966 gab es, ausgehend vom Schachklub Freilassing, Grenzlandturniere. In der Saison 1969/70 wurde die Landesliga eingeführt. Bis dahin wurde nur in einer ersten und 2. Klasse gespielt. Ab 1973 folgten die neuen Bewerbe Landes-Blitzmeisterschaft und Landescup (ASK Chronik)

In den 1970ern prägen die Mozartler W. Klimitschek, H. Peterwagner, und die Ranshofner J. Ager, Prameshuber und W. Hackbarth das Schach, um nur einige gute zu nennen. Der engagierte Werksportverein-ATSV Ranshofen war 1971 von OÖ zum Salzburger Verband gestoßen (1998 umgegründet). Obmann Wolfgang Hackbarth wollte der damals wohl der starken VÖST-Linz ausweichen und witterte in Salzburg offenbar mehr Beute. Zudem war es auch leichter erreichbar. Er hatte großen Anteil an der Gründung der Staatsliga (nun Bundesliga).

Im Café Mozart wird in den 1970/1980ern vor allem täglich Blitzschach gespielt (zB. W. Löffler, Peterwagner, Flir´s, Hamberger, oder die "berüchtigten" Blitzer Gold, Moser, Kopp,...) und Partien analysiert. Auch der bekannte Pianist Friedrich Gulda fand sich manchmal zum Blitzspiel ein, oder das Playboy-und Penthousegirl Brigitta C., die sogar sehr beachtliche 1840 nat. Elo und den WMK Titel errang. Damals kamen auch etliche Gewerbetreibende der Innenstadt ins Cafe Mozart zum Spiel und sponserten bei den Blitzturnieren schöne Preise. Durch die Ausdünnung des Gewerbes und die internationalen Ketten hat sich das nun etwas verflüchtigt.

Im Turnierschach entwickelt sich weltweit ab den 1970ern das Elosystem, eine variierende Messung der Spielstärken.
GM Paul Keres kam 1970 erneut. Der frühere Weltklassespieler GM Salo Flohr gab 1976 Gastvorstellungen. Zur Zeit von Verbandspräsident Karl Groiss ( bzw. von WM Bobby Fischer), kam es in den 1970-1980er Jahren zu einigen neuen Vereinsgründungen und starker Aufwärtsentwicklung. Bischofshofen mit dem jungen J. Klinger, das 4x um die 1980er Cup-Finalist und Westligameister war, ASK, Hallein, Salzburg Süd,....Inter wurde 1973, Salzburg-Süd 1979 gegründet. In den 80/90erern wirkte der USK Uttendorf hervorragend in der Westliga (spätere Bundesliga-B) mit seinen Spitzen Hahn und Feichtner. Der Landesverband fur 1978 nach Ägypten und folgend mit 50 Leuten zu einem Freundschaftskampf und Ausflug nach Moskau.

Die Vereine Munderfing (OÖ), Mattighofen, Radstadt organisiserten schöne Mannschafts-Blitz, bzw. Kurzzeit-Turniere. Seekirchen schon im Juli 1959 einen Fuball-Kegel-Schachbewerb. Die drei Stadtvereine: ASK, Inter u. Mozart in den 1970-8Oern Fußball-Schach Kombibewerbe, Bad Ischl Schach-Schirennen. Also kam auch der Spaß und Körpersport manchmal nicht zu kurz.

Vom Herbst 1984 bis 1996 gab es ein eigenes Schach-Haus des Verbandes, das im Oktober 1984 mit einem Simultan des "Zauberers von Riga", dem Kombinationskünstler Ex WM Michael Tal eingeweiht wurde. DI Gerhard Herndl gab die Halleiner Schachzeitung und mit Robert Rettenbacher dann die Verbandszeitung SIS heraus.

Mit dem Organisator Dipl.Ing. Johann Fischer kam Inter Salzburg in den 1990ern zu Sternstunden in der Staatsliga. So spielt 1993 der spätere Weltmeister Wladimir Kramnik (damals aber schon Nr. 6 der Weltrangliste) für Inter Salzburg drei Partien in der österreichischen Staatsliga bei der Schachgala im Hotel Europa mit 300 Zusehern und Mitwirkenden im Rahmenprogramm (Quellen: Sbg. Krone und Staatsliga-Topchess Hrsg.: von Alexander Fauland und Hannes Krawagna).

1996/97, vom Okt 96 -20.3.1997 veranstaltete Salzburg-Süd unter Obmann Prof. Willi Sauberer das mit 20.000.- öS gut dodierte MMM-Turnier (1000-Jahre Salzburger Münz-Markt-Mautrecht), ein 9-Rundenturnier der Salzburger Spitzen. 1. FM R. Hanel 7, 2. FM F. Hager 6,5, 3. K. Jürgens (D) 5,5, 4. MK H. Gottsmann 5, 5. C. Dölzlmüller 4,5, 6.-8. F. Waggerl, H. Hamberger, MK A. Hinteregger je 4, Nico de Jongh 3, C.Löffler 2.

Ab Mitte der 1980er Jahre lösen die vielfachen Möglichkeiten an Einzel-Open-Turnieren zu spielen die Länder-und Städtekämpfe (1978-1983 noch gegen OÖ, Kärnten und Stmk.) weitgehend ab. Die Computerisierung verödete einige Klubleben, erhöhte aber widerum den Wissensstand gigantisch. Schach steht in der Freizeit-und Fitnessgesellschaft in hoher Konkurrenz mit vielen Spielen und Programmen, bietet aber dem hobbymäßigen Gelegenheitsspieler, wie auch wie dem geselligen Klubmenschen, oder sportlich engagiertem Kämpfer doch so einiges.


In der Verbandszeitung SIS, den Mozart Kurzchroniken, der beachtlichen Chronik des SC Neumarkt mit allen Daten zu den einzelnen Vereinsgründungen (Hrsg.: Dr. Martin Egger, 2015), der ASK-Klubzeitung und der 60-Jahre ASK-Chronik und im SLV- Internet-Archiv sind die weitere historische Entwicklung ab 1984, die Verbands-Funktionäre, insbesondere die Einzel-und Mannschafts-Landesmeisterschaften oder CUP-Bewerbe abgebildet.

Einige gute Salzburger Spieler

Stärkster Salzburger Spieler war bisher Josef Klinger (jun.) aus St. Johann im Pongau, der 1985 den IM Titel (Internationaler Meister) und 1988 sogar den Grad eines IGM (Internationaler Großmeister) errungen hat. Seine besten Erfolge (2520 Elo (7/1990), 1982, im Alter von 15 Jahren österreichischer Jugendstaatsmeister, Dritter der Jugendweltmeisterschaft 1985, im Alter von 18 Jahren 1985, und 1993 österreichischer Staatsmeister, mehrere große internationale Turniersiege, drei Mal Zürich, Berlin, Biel, Bad Wörishofen, Werfen,...) errang er Mitte der 1980er- Anfang der 1990er Jahre, verlegte sich dann aber auf das Pokern.


Die gebürtige Tamswegerin, IM Eva Moser (später Kärnterin, Grazer BWL Studentin) ist Internationale Meisterin der allgemeinen Klasse mit ca. 2440 ELO (und WGM bei den Damen). Sie ist zwar gebürtige Salzburgerin, hat allerdings noch nie beim SLV gespielt. (Daher ist es fast etwas anmaßend Eva M. bei den Salzburgern anzuführen.)


Salzburg hat zudem bislang insbesondere in den 1980/90er Jahren 8 Meister des Weltschachbundes (FM, FIDE Meister), 3 CM (FIDE-Meisterkandidaten) hervorgebracht. Zudem nationale Meister (NM, früher als ÖM) und Meisterkandidaten(MK). Frühere Spieler vor Einführung der Elozahlen (oben genannte) können zeithistorisch vergleichend leider nicht angeführt werden. Dass zB. A. Maggi 1926 gg. ÖM SR Wolf, oder der St. Johanner Andraske 1951 geg. den Wiener ÖM Walzl remisierten, oder der Itzlinger G. Berner 1951 den Wiener ÖM Leinweber schlug, zeigt, dass auch die historisch unbekannten Salzburger Spieler schon respektvoll wirkten, wenngleich lange die Wiener Meisterschule in Österreich führend war.

Computer, Internet und Softwareentwicklung haben Training, Analysemöglichkeit, Wissen und Tempo revolutionert und internationalisiert. Daher ist weltweit eine Verjüngung und Verbreiterung der Spitze, aber auch eine starke Internationalisierung des Schach (insbesondere nach Ost und Fernost) feststellbar. Menschliches Genie ist hingegen immer noch nicht programmierbar. Aufgrund des sehr hohen Zeitaufwandes und der doch geringen finanziellen Aussichten bleibt Schach im Westen zumeist doch nur ein schönes und interessantes Hobby. Die österreichischne GM Mathias Ragger (Top 50 der Welt) oder IM Eva Moser sind da Ausnahmetalente.


Titelträger und historisch höchste Elozahlen (der im Landesverband, der über das Bundesland Salzburg hinaus reicht, geborenen, bzw. wohnhaften Spieler, also ohne Legionäre. Noch unvollständig):

GM, IM, FM und CM sind internationale FIDE Titel, bzw. eigentlich Grade (des Weltschachverbandes) ähnlich zB. im Go, oder den Kampfsportarten Judo, Karate,.. mit Gürtel- und Dan Graden.

NM und MK sind österreichisch-nationale Titel (durch ÖSB vergeben). (Anmerkung: Ein FM ist zB. zugleich auch NM. Für FM wurden früher 30 Partien über einer Ratingzahl von 2300 verlangt, nun ab 2300. CM ab 2200).


Elo sind ein mathematisches Ratingsystem (Fide Rating), eine Spielstärkemessung, die nun auch mit Modifikationen bei diversen anderen Sportarten verwendet wird. Bei Neueinsteigern, Jugendlichen, oder wenig Partien ergeben sich höhere Schwankungsbreiten und Unschärfen. Die internationale ELO lag früher (und teils jetzt noch) beim selben Spieler/in aber meist höher als die nationale Elo, weil nur Turnierspieler ab höheren Stärken erfasst waren. Die Absenkung der Einstiegszahlen und Berechnungsänderungen brachten nun gewisse Annäherungen. Kritik: Allerdings ist durch die nun zu niedrigen Einstiegszahlen bei der Jugend, die oft schon stärker spielt, als sie Rating hat, als auch die Computerisierung, eine Deflationierung der nationalen und intern. Ratingzahlen bei vielen bisherigen Spielern merkbar, weil die zumeist im selben Pott spielen. (Gegenüber einer steigenden Zahl (Inflationierung) bei den internationalen Semi-und Profis.)


GM: Josef Klinger (2520, 7/1990, inaktiv)

FM: Dr. med. Reinhard Hanel (2380, 7/95), Dr. techn. Harald Herndl (2375 7/98, inakt.), Jörg Kraschl (2360, 1/96, zudem Jugendstaatsmeister, inktiv), Dr. jur. Franz Hager (2340, 7/1985, inakt.), Engelbert Schöppl (2325), Dipl. Ing. Johann Fischer (2315, 1989/90, inakt.), Alman Durakovic (2310, Liste 2015, wohn. Salzburg, BIH)

CM: Arthur Hinteregger (2241, Liste 2001), Herbert Gottsmann, Mag. Robert Scheiblmaier (2226, Liste 2002), Johann Mayerhofer (2215, 2011), (Anmerkung: Hartmuth Schiner (2231, Liste 2015, oder Panajotov Radoslav (2267, Bulg-Thalgau-Mondsee) erfüllen zwar die Voraussetzungen, aber fehlender Antrag).

NM (Nationale Meister, früher als ÖM): Josef Ager (2330, Liste: 1998), Dr. med. Walter Klimitschek (1970er Spieler, inaktiv), Heinz Peterwagner (2243, Liste 2003), Ulrich Fössmeier (2310, hatte als Deutscher den Titel M, inakt.), Wolfgang Hackbarth (zur besten Zeit Mitte der 1970er noch keine intern. Elo. Bedeutender Funktionär).


MK (Nationale Meisterkandidaten): Juro Ljubic (CRO; 2291, Liste 2002. Von der ELO auch CM, aber fehlender Antrag); Siegfried Teufl (2258, Liste 2000), Christoph Löffler (2186), Gerhard Spiesberger, Dr jur. Harald Hicker (2174, Liste 2001, starker Spieler seit Anf. 1970er), Dr. Gerhard Mikenda (Bad Ischl, nun beim LVOÖ), Johann Fischbacher (LM 1978, inakt.), Wolfgang Schwaninger (der frühere Salzburger wurde in Wien MK), Georg Prüll.

Damen (WMK): aktive: Eva Wunderl, Christa Hackbarth

Von den jüngeren Spitzen sind die Frank Brüder die aktivsten und zählen zum sehr guten Nachwuchs. Die 2150er Mathias Marchhart, Thomas Mroz, R. Azad, wie auch sonst viele gute Junge sind derzeit leider fast alle berufs-studienbedingt, bzw. aus geänderten Freizeit-Prioritäten weitgehend inaktiv. Mit den Franks, Jakob, Prodinger, Kliegl, Fanninger, usw.,...kommen einige gute Junge nach.

Zudem haben aufgrund der Grenzlagen immer schon viele sehr gute bayrische-und deutsche Spieler in Salzburg mitgespielt: Seit den 70ern schon, der bayrische Meister, IM Klaus Klundt (Deutscher Seniorenmeister), der Salzburg immer verbunden war, in den 90ern die GM Klaus Bischoff (Deutscher Meister 2013 und 2015), Stefan Kindermann, Gerald Hertneck, aktuell Hans-Joachim Hecht etwa, ...Dietrich König, Uli Fössmeier, Martin Stielfried, Andreas Lickleder. Aktuell der Freilassinger Bernhard Besner, Arnulf Westermeier..,oder auch schon langjährig, die Wiener FM Dr.Klaus Opl und Peter Roth, oder früher der steir. IM Georg Danner. Der ung. GM Peter Leko in seinen Jugendjahren bei Ranshofen. Der SC Neumarkt verstärkt sich mit Kärntnern und dem vielfachen Turniersieger FM Guido Kaspret, die Schwarzacher mit kroatischen GMs. Insbesondere Ranshofen und Ach Burghausen haben aufgrund der Grenzlage viele "Grenzgänger" in ihren Reihen.

Die aktuellen, bzw. aktiven Spitzenspieler können der FIDE, den Elolisten und Mannschaftsaufstellungen der SLV-Hompage entnommen werden.

News 2015

Im Jugendschach der Mädchen konnte Magdalena Mörwald für Salzburg bereits 6! goldene Jugend-Staatsmeistertitel erringen (zuletzt 2015 in der U-12), ihre Schwester Miriam wurde Dritte der U-14 (2015). Jugendtitel auch für Flora Haidenberger.

WMK Eva Wunderl ist Spielerin in der Frauen-Bundesliga.

Turniere

Jährlich finden im Sommer internationale Turniere im Bundesland statt:

Vereine (Sektionen) des Schach-Landesverbandes Salzburg

Stadt Salzburg und Umgebung

  • Allgemeiner Schachklub Salzburg (ASK)
  • 1. Salzburger Schachclub 1910, Mozart
  • Schachklub Salzburg-Süd (Die Stadtvereine Süd-, Inter und Royal spielen unter der Spielgemeinschaft SIR)
  • Schachklub Royal Salzburg (SIR)
  • SC Inter Salzburg (Spielgemeinschaft SIR)
  • Schulschach AG Österreich
  • Heeres-Sport-Verein Wals Sektion Schach
  • Sportunion Bergheim Sektion Schach
  • Kroatischer Schachverein SK "Pjesak"
  • (Postsportverein/Sektion Schach spielt beim ASK)

Flachgau und Tennengau

  • Halleiner Schachklub
  • Schachklub Golling
  • Schachfreunde Rif
  • Schachvereinigung Oberndorf-Laufen
  • Union-Schachclub Seekirchen
  • Schachclub Neumarkt
  • Schachfreunde Mattighofen
  • Naturfreunde Raiffeisen Mondseeland Sektion Schach
  • Museumsverein Obertrum am See
  • WSV-ATSV Ranshofen Schach
  • SPORTUNION Raiba Hochburg-Ach Sektion Schach

(Bad Ischl spielt nun beim Landesverband Oberösterreich.)

Pongau und Pinzgau

  • Sportverein Schwarzach im Pongau Sektion Schach
  • Sportverein Konkordiahütte - Tenneck Sektion Schach
  • Schachclub ASKÖ Radstadt
  • Sportclub Taxenbach Sektion Schach
  • Union Billard- und Schachclub Bruck Sektion Schach
  • Union Sportclub Uttendorf Sektion Schach
  • Heeres-Sportverein Saalfelden Sektion Schach
  • Schachklub Zell am See
  • Pinzgauer Schachsenioren


Die Einzel-und Mannschafts-Landesmeister (auch vergangener Zeiten) finden sich unter "Archiv" auf der Homepage des SLV.


Aktuell: zB.: Jugend Einzel-Landesmeisterschaft 2015

Knaben und Mädchen U/8 bis U/18 in Bergheim - Mehrzweckhalle von 14. bis 15. Februar 2015

U/18 Burschen: 1. Frank Jeremias (Neumarkt, 1850) 5 (13,5) und Jakob Tobias (Royal, 1849) 5 (13,5), 3. Rienessel Lukas (Oberndorf/Laufen, 1395) 2,

U/18, U/16 und U/14 Mädchen gemeinsam: 1. Haidenberger Flora (Neumarkt, 1524) 3,5, 2. Kraft Lena (Beste U/16 - Neumarkt, 1444) 2,5, 3. Augustin Natascha (Royal, 1413) 0.

U/16 Burschen: 1. Loreth Viktor (Oberndorf/Laufen, 1762) 2, 2. Hebeth Kevin (Ranshofen, 1194) 0. U/14 Burschen: 1. Kipman Felix (Hallein, 1102) 9, 2. Schneeweis Elias (Ranshofen, 1320) 8, 3. Falk Fabian (Ranshofen, 1076) 7, 50), 8. Augusta Tobias (Neumarkt, 856) 3 (5,50), 9. Königstorfer Jonas (Neumarkt, 932) 1½, 10. Köckerbauer Alexander (Ranshofen, 0) 1.

U/12 Burschen: 1. Fanninger Leon (Oberndorf/Laufen, 1332) 8½, 2. Lauer Falk (Ranshofen, 1426) 7 (48), 3. Loreth Thomas (Oberndorf/Laufen, 1209) 7 (45),

U/12 und U/10 Mädchen gemeinsam: 1. Küng Lea (Neumarkt, 1017) 5,5, 2. Eichler Melanie (Neumarkt, 867) 3, 3. Azad Katrina (Royal, 892) 2,5, 4. Stadler Eva (Beste U/10 - Ranshofen, 800) 1.

U/10 Burschen: 1. Elsässer Daniel (Oberndorf/Laufen, 1133) 6, 2. Kipman Filip (Hallein, 987) 5, 3. Ferner Tobias (Bergheim, 861) 4,

U/8 Burschen: 1. Burgstaller Bastian (Neumarkt) 3, 2. Küng Simon (Neumarkt) 1.

U/8 Mädchen: 1. Horn Sarah (Royal) 3, 2. Eichler Lara (Neumarkt) 1.

Weblinks

www.chess.at ÖSB, nationales ELO Rating
www.fide.com (Weltschachverband, internationales ELO-Rating)
www.chess-results.com/ Tunier- und Spielersuche
www.chessbase.de tägliche internationale Schachnachrichten

Quellen

  • Homepage
  • Schach Aktiv, das österreichische Schachmagazin (monatlich) und frühere Wiener Schachzeitung
  • Salzburger Sportjahrbuch des Landes
  • wikipedia /Schach/ Bundesliga /Österreich (Ergebnisse seit 1975/ Detailergebnisse seit 1991)
  • SIS (Salzburger Verbandszeitung), Halleiner Schachzeitung,
  • Chroniken: 50 Jahre-ASK Chronik (R. Rettenbacher, 2005), 80 Jahre-Mozart (1990, R. Dies, nach Daten von Mathias Röhrenbacher), SC Neumarkt (2015, Hrsg: Dr. Martin Egger), SK Hallein (Dr. Scheichl, Eduard Reithofer, K. Reiter), Chroniken des SK Oberndorf-Laufen, 40-Jahre Schachfreunde Mattighofen (2001, Herbert Eder u.a.), USK-Uttendorf (Lois Grundner), Seekirchen (Fink u.a.).
  • Österreichische Schachrundschau. Organ des (ehemaligen) österreichischen Schachverbandes. In: Wiener Sonntagsblatt. 9.9.1921.
  • Schach-Sonntag, auch "Der Sonntag". Mitteilungsecke des (ehem.) Linzer Abeiterschachklubs. Hrsg.: Gottfried Eibensteiner
  • Süddeutsche Schachblätter 1907/08
  • Hans u.Barbara Holländer: Schachpartie. Durch Zeiten und Welten. 369 Seiten, 350 Fotos. 2005. Zur allgemeinen Schach-Kulturgeschichte.
  • Institut für Spielforschung u. Spielpädagogik der Hochschule Mozarteum Salzburg. Katalog: Spielbücher und Grafik des 16.-18. Jhd.(Manfred Zollinger, G.G. Bauer).
  • Sauberer, Willi: Schach-Lang-Läufer (2013), LIT Verlag.
  • Bruns, Edward: Das Schachspiel als Phänomen der Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. 2003. LIT Verlag.
  • 65 Jahre Schachnovelle. Marginalia. Randbemerkungen zur Geschichte und Kultur des Schachspiels, Bd 1, 2007 ( Hrsg. Susanna Poldauf, A.Saremba).