Gletscher im Nationalpark Hohe Tauern

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Die Pasterze im Jahr 1925

Dieser Artikel informiert über Gewässer und Gletscher im Nationalpark Hohe Tauern in allen drei Bundesländern.

Übersicht Gewässer

Die Landschaft wird von Wasser in Form von Gletschern, Gletscherbächen, Wasserfällen oder Gebirgsseen geprägt.

Der Nationalpark Hohe Tauern umfasst 279 Bäche, davon 57 Gletscherbäche, 26 bedeutende Wasserfälle (die weltberühmten Krimmler Wasserfälle stürzen in drei Stufen über 400 m in die Tiefe) sowie zehn Klammen.

Im Nationalpark Hohe Tauern gibt es 551 Seen mit einer Größe zwischen 27,03 ha und 35 m² Meter. Davon sind 131 mit einem amtlichen Namen versehen.

Bundelsand Kernzone Außenzone Gesamt
Salzburg 140 60 200
Kärnten 123 15 138
Tirol 122 91 213
gesamt 385 166 551

Gletscher

Etwa 130 km² des Nationalparks sind derzeit vergletschert. Die 342 Gletscher sind mit allen Gletschertypen vertreten und allgegenwärtige, visuell herausragende Landschaftselemente.

Der tiefstherabreichende Gletscher ist das Boggeneikees, der vom Teufelsmühlkees gespeist wird. Er reicht bis auf 1 750 m ü. A. herab. Eine Besonderheit sind die 126 Blockgletscher, davon 67 aktive in der Schobergruppe, eine auffallende Erscheinung des alpinen Permafrostes.

Auch heute kann die landschaftsformende Wirkung der Gletscher beobachtet werden.

Größter Gletscher der Ostalpen

Die Pasterze ist mit ihrer einer Länge von 7,5 km und einer Fläche von 18,5 km² (Zahlen 2002) der größte Gletscher der Ostalpen. Sie ist ein herausragendes Beispiel für einen alpinen Talgletscher in dessen Umgebung eiszeitliche Landschaftsformen und alle biologischen Sukzessionsstufen der Wiederbesiedelung des Gletschervorfeldes zu beobachten sind. Von besonderer Bedeutung ist die riesige, in ihrem Vorfeld durch Frostverwitterung und Kalklösung aus Kalkglimmerschiefern entstandene periglaziale Sanderfläche.

Quelle

  • Basisdaten zum Nationalpark Hohe Tauern, PDF der Nationalpark-Verwaltung