Aiglhof

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Version vom 25. Mai 2015, 09:30 Uhr von Peter Krackowizer (Diskussion | Beiträge) (Aiglhofsiedlung von Aiglhof (Gut) getrennt, da das eine ein Wohngebiet ist und das andere ein historisches Gebäude,)
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Aiglhof mit Gartenbaudenkmälern
Aiglhof Wirtschaftsgebäude

Der Aiglhof (auch Lindhof) ist ein ehemaliger Adelssitz im Stadtteil Mülln in Salzburg und zählt zu dendenkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg

Allgemeines

Nach ihm benannt wurde die Aiglhofsiedlung im angrenzenden Stadtteil Maxglan. Der Name Aiglhof findet umgangssprachlich heute ebenso für den Siedlungsraum der Aiglhofsiedlung und der angrenzenden Wohn- und Krankenhausbauten in den umliegenden Stadtteilen Lehen und Mülln Verwendung. Vielfach wird dieses Gebiet heute von der Bevölkerung bereits als eigener kleiner Stadtteil aufgefasst.

Aiglhof (Landsitz)

Erstmals tauchte der alte Hof im 14. Jahrhundert auf, als die Herren von Kuchl das Lehen 1377 samt den umgebenden Gründen an Paul Köllerer (Köllrer) verkauften. Paul Köllerer seinerseits schenkte den Hof seiner Tochter anlässlich deren Vermählung mit Georg Aigl, der der alten Salzburger Patrizierfamilie "Aygl zu Lind" entstammte. 1511 erwarb der damalige Hofkanzler Pachaimer das Anwesen, das im Zuge der Bauernkriege im Jahr 1525 schwer beschädigt wurde. 1588 kaufte die bekannte Familie Thenn den Hof und 1592 Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau. 1596 ging der Hof in das Eigentum des Münzmeisters Christoph Geizkofler über. Im Jahr 1600 wechselte der Hof in den Besitz des Domprobstes Michael von Wolkenstein. Nach dessen Tod 1604 sicherte sich Abt Martin Hattinger für St. Peter das ritterlehenbare Gut.

Seit damals steht der Adelssitz bis heute ständig im Eigentum des Stiftes St. Peter. Unter Abt Hattinger entstanden die ältesten Teile des Schlosses und die Umfassungsmauer. Von 1796 bis 1799 ließ Abt Dominikus Hagenauer den Aiglhof erneuern und erweitern. Dabei ließ er auch die dortige Schlosskapelle mit dem Altarblatt von Martin Johann Schmidt (Kremser Schmidt) erbauen, welches die Begegnung Christi mit dem ungläubigen Thomas darstellt. Rechts von der Stiege befindet sich eine Steintafel mit drei Wappen, dem des Abtes Hattinger, dem Stiftswappen von St. Peter und dem Abtwappen von Dominkus von Hagenauer.

Heute sind in dem Gebäude eine Gärtnerei des Stiftes St. Peter sowie die Stifts- und Salzachmühle St. Peter untergebracht.

Quellen

Weblinks