Theodor Herzl
Dr. Theodor Herzl (* 2. Mai 1860 Budapest, Ungarn, † 3. Juli 1904 Edlach, Gemeinde Reichenau an der Rax, Niederösterreich) war Schriftsteller, Publizist und Journalist.
Leben
Im Sommer 1883 bestand Herzl das juristische Staatsexamen. Nach kurzer Tätigkeit beim Landgericht in Wien ließ er sich nach Salzburg versetzen, wandte sich aber nun der schriftstellerischen Laufbahn zu und wurde vor allem als Dramatiker und Feuilletonist bekannt. 1891 - 94 war er als Korrespondent der "Neuen Freien Presse" in Paris, Frankreich, tätig. Während seines Jus-Studiums wurde er Mitglied der deutschnationalen Burschenschaft "Albia" und begründete mit seiner Schrift "Der Judenstaat" (1896) den theoretischen Zionismus.
1897 initiierte er mit O. Marmorek und M. Nordau den 1. zionistischen Weltkongress in Basel, Schweiz. In Weiterentwicklung seiner Gedanken erfolgte 1948 die Gründung des Staates Israel.
Dr. Theodor Herzl, der sein Rechtsreferendariat am Salzburger Landesgericht ableistete, schrieb in sein Tagebuch: "In Salzburg brachte ich einige der glücklichsten Stunden meines Lebens zu. Ich wäre auch gerne in dieser schönen Stadt geblieben, aber als Jude wäre ich nie zur Stellung eines Richters befördert worden."
Die Stadt Salzburg bringt im Jahr 2001 am Landgericht eine Marmortafel mit dem sinnentstellend verkürzten Zitat an: "In Salzburg brachte ich einige der glücklichsten Stunden meines Lebens zu.". Am 29. August nehmen Wolfram P. Kastner und Martin Krenn mit den Studierenden in aller Öffentlichkeit eine handschriftliche Vervollständigung des Zitats vor.