Johann Nepomuk Carl Mauracher
Johann Nepomuk Carl Mauracher (* 26. Juli 1818 in Kapfing, Tirol; † 20. November 1884 in Seekirchen) war ein Orgelbauer aus der berühmten Orgelbauerfamilie Mauracher.
Leben
Johann Nepomuk Carl Mauracher war der Sohn von Karl Mauracher und verlegte die Orgelbaufirma zweimal: 1845 nach Braunau am Inn und 1861 schließlich nach Salzburg. 1854 auf einer Ausstellung in München noch für eine zwölfregistrige Orgel gefeiert, galt er in späteren Jahren als altmodisch, da er nicht gewillt war, das System der mechanischen Schleiflade aufzugeben. Sein Sohn Albert führte die Werkstatt in Salzburg zunächst weiter.
Orgeln
Johann Nepomuk Carl Mauracher errichtete mehr als 60 Orgeln, darunter in Uttendorf im Innviertel (1844), St. Peter am Hart (1848), in Saalfelden (1859), auf Betreiben seines Freundes Franz Gruber am Dürrnberg 1860,[1] in der Stiftskirche St. Peter (1863) und in Vigaun (1865). Am 8. November 1868 erhielt die Pfarrkirche St. Leonhard in Plainfeld von Mauracher eine einmanualige Orgel.
Werkliste (Auswahl)
Die Liste führt einige seiner nachgewiesenen Neubauten auf. Die Größe der Instrumente wird in der fünften Spalte durch die Anzahl der Manuale und die Anzahl der klingenden Register in der sechsten Spalte angezeigt. Ein großes „P“ steht für ein selbstständiges Pedal.
| Jahr | Ort | Kirche | Bild | Manuale | Register | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1868 | Plainfeld | Pfarrkirche | I/P | 6 | 1997 von Fritz Mertel grundlegend umgestaltet. |
Quellen
- Alfred und Matthias Reichling, Lexikon der in Tirol tätigen Orgelbauer, Eintrag [1]
Einzelnachweise und Anmerkungen
- ↑ Wobei er das alte Gehäuse der Saalfeldener Orgel, und 15 Register der sog. Heilig-Geist-Orgel des Salzburger Domes verwendete. In: Schmeißner, Roman Matthias: Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg, Dissertation Universität Mozarteum Salzburg 2012, S. 26ff.