Henndorf am Wallersee

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Karte
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Basisdaten
Politischer Bezirk: Salzburg-Umgebung (SL)
Fläche: 23,47 km²
Geografische Koordinaten: 47° 53' N, 13° 10' O
Höhe: 551 m ü. A.
Einwohner: 4.777 ((31. Dezember 2005)
Postleitzahl(en): 5302
Vorwahl: 0 62 14
Gemeindekennziffer: 50 317
Gliederung Gemeindegebiet: 2 Katastralgemeinden
Gemeindeamt: 5302 Henndorf am Wallersee
Hauptstraße 65
Offizielle Website: www.henndorf.at
Politik
Bürgermeister: Rupert Eder (ÖVP)
Gemeinderat: 21 Mitglieder:
12 ÖVP,
7 SPÖ
3 FDH

Henndorf am Wallersee ist eine Ortsgemeinde am Wallersee im Flachgau.

Geographische Lage

Die Gemeinde liegt am Wallersee und grenzt an Eugendorf, Seekirchen am Wallersee, Köstendorf, Neumarkt am Wallersee und Thalgau.

Gliederung

Das Gemeindegebiet umfasst die Katastralgemeinden Henndorf und Hof. Weiters gliedert sich Henndorf in folgende Ortschaften:

  • Berg 209
  • Enzing 58
  • Fenning 190
  • Hankham 86
  • Hatting 16
  • Henndorf am Wallersee 3.742
  • Hof 152
  • Oelling 127
  • Wankham 67

Anmerkung: In kursiver Schrift wird die Einwohnerzahl der Ortschaften nach dem Stand der Volkszählung aus dem Jahr 2001 angegeben.

Geschichte

Zu Beginn des Mittelalters wirkte der fränkischen Bischof Rupert, der Gründerheilige von Salzburg, in der Nachbarschaft von Henndorf. Die Zeit des späten Mittelalters war durch die Herrschaft der Herren von Tann (bis Ende des 14. Jahrhunderts) geprägt.

Wappen

Die Farben des Wappens und die rechte Schildhälfte wurden aus dem Wappen des im Jahr 1391 ausgestorbenen Salzburger Dienstmannengeschlechts derer von Tann entnommen, dessen Stammburgen Altentann und Lichtentann im Gemeindegebiet lagen und die auch die Gerichtsherrschaft dort innehatten. Die Henne deutet auf den Ortsnamen hin.

Beschreibung: "Schräglinkens geteilt; rechts dreimal von Schwarz und Silber schräglinks geteilt; links in Schwarz eine goldbewehrte Henne mit rotem Kamm und ebensolchen Lappen".

Die Verleihung des Wappens durch die Salzburger Landesregierung erfolgte am 6. Mai 1954

Religion und Kirche

Henndorf gehörte seit 1627 zum Dekanat Köstendorf. Neben der heutigen Pfarrkirchen bestanden damals drei Filialkirchen. Während die Kirche St. Brigitta bei Ölling bis heute erhalten blieb, existieren die ehem. Schlosskapelle von Altentann und die vermutlich aus dem 14. Jahrhundert stammende Ulrichsirche in Kirchfenning (Fenning) nicht mehr. Letzere wurde auf Grund ihres schlechten baulichen Zustandes 1785 gesperrt und 1816 zur gänze abgetragen.

1864 wurde Henndorf zum Vikariat und 1867 zur eigenständigen Pfarre erhoben.

Sehenswertes

Der größte österreichische Gnadenhof für Tiere in Not wurde im Jahr 2000 von Michael Aufhauser gegründet.
Wanderweg auf den Spuren des eiszeitlichen Salzachgletschers
Über die Entstehungszeit der Kirche ist wenig bekannt. Erstmals erwähnt wurde sie 1593, als der Kirchturm durch einen Brand vernichtet wurde. 1614 wurde sie Filialkirche von Köstendorf, 1684 Vikariats- und 1864 Pfarrkirche. Die älteste Glocke wurde im Jahr 1500 gegossen und dient noch heute als Sterbeglöcklein.
Die im Ortsteil Ölling gelegene 1449 erbaute gotische Kirche wird auch Bridging bzw. Breiding genannt. Der Altar der Kirche gehörte ursprünglich zur heute nicht mehr existierenden Ulrichskirche in Kirchfenning und wurde 1809 nach St. Brigtitta verbracht.
Das in der Hauptstraße gelegene Gebäude gehört zu einem Bauensemble von ehemaligen Brauereigebäuden (Häuser Nr. 55-59) aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Sport und Freizeit

Eines der größten Strandbäder des gesamten Alpenvorlandes, mit beheiztem Freischwimmbecken und eigener Surfzone.

Vereine

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen mit Bezug zur Gemeinde

  • Carl Zuckmayer (* 27. Dezember 1896 in Nackenheim, Rheinhessen; † 18. Januar 1977 in Visp, Schweiz), deutscher Schriftsteller und "Mitglied" des Henndorfer Kreises
  • Ödön von Horváth (* 9. Dezember 1901 in Fiume, heute Rijeka; † 1. Juni 1938 in Paris), Schriftsteller und "Mitglied" des Henndorfer Kreises

Quellen

  • Website der Gemeinde Henndorf am Wallersee
  • Statistik Austria
  • Friederike Zaisberger, Nikolaus Pfeiffer: Salzburger Gemeindewappen. Verlag Alfred Winter. Salzburg 1985. ISBN 3-85380-048-3

Weblinks