Bezirksschulinspektor

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Bezirksschulinspektoren waren im Land Salzburg (wie in ganz Österreich) Organe der Schulaufsicht mit Zuständigkeit für die Pflichtschulen eines politischen Bezirks (18692014).

Geschichte

Das Reichsvolksschulgesetz von 1869[1] führte als Organe der Schulaufsicht die Landesschulinspektoren und Bezirksschulinspektoren zugleich mit dem System der Landessschulräte und Bezirksschulräte ein.

Im Jahr 1869 wurden vom k. k. Minister für Cultus und Unterricht die ersten Bezirksschulinspektoren im Herzogtum Salzburg ernannt. Es waren dies:[2]

Anton Erben, Professor an der Oberrealschule in Salzburg;
Franz Charwat, Professor an der Oberrealschule in Salzburg;
Philipp Klimscha, Gymnasial⁣professor in Salzburg;
Johann Wörnhart, Lehrer an der Lehrerbildungsschule in Salzburg;
Joseph Hehenwarter, Lehrer an der Lehrerbildungsschule in Salzburg.

Die Institution der Bezirksschulinspektoren blieb bis zur österreichweiten Schulbehördenreform 2014 bestehen, die mit 1. August 2014 wirksam wurde. Zugleich mit der Auflösung der Bezirksschulräte wurden die Bezirksschulinspektoren als nunmehrige "Pflichtschulinspektoren" in den Dienststand des Landesschulrates übernommen; und sie amtierten nicht mehr in Bezirken, sondern in "Bildungsregionen"; und mit der Bildungsreform 2019 wurden aus den Schulinspektoren "Schulqualitätsmanager".[3]

Quellen

Einzelnachweise

  1. Gesetz, durch welches die Grundsätze des Unterrichtswesens bezüglich der Volksschulen festgestellt werden, RGBl. Nr. 62/1869
  2. Wiener Zeitung, 5. September 1869, S. 1
  3. ORF Salzburg, 5. Mai 2014: Bezirksschulräte werden abgeschafft; ORF Steiermark, 1. August 2014: Pflichtschulinspektoren statt Bezirksschulräte; Artikel "Bildungsdirektion Salzburg"