Diphasiastrum x issleri
Diphasiastrum x issleri (Rouy) Holub, 1975 (Lycopodium alpinum race issleri Rouy, 1913: 489) ist eine Art aus der Klasse der Bärlapppflanzen (Lycopodiopsida).
Volkstümliche(r) Name(n): Voralpen-Bärlapp, Voralpen-Flachbärlapp, Issler-Bärlapp, Issler-Flachbärlapp
Diagnose
D. x issleri wird heute allgemein als Hybrid zwischen Diphasiastrum alpinum und Diphasiastrum complanatum angesehen, wobei aber unklar ist, ob das Taxon jedesmal neu entsteht oder bereits erbfest geworden ist (Fischer et al. 2008). Die Laubsprosse sind abgeflacht, die Ventralblätter nur 1,5-2 mm lang, dreieckig und am Grund am breitesten. Die Sporophyllstände sind meist einzeln und ungestielt.
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie
In Salzburg ist D. x issleri in den Schieferalpen (Zone III nach Embacher et al. 2025), den Zentralalpen (Zone IV, mit Ausnahme der westlichen Hohen Tauern) und im Lungau (Zone V) weit verbreitet, nördlich davon sind nur zwei Fundstellen in der Umgebung von Mattsee bekannt (Zone I, Alpenvorland und Flyschzone, unweit der Vorkommen im oberösterreichischen Kobernaußerwald). In den Kalkalpen (Zone II) fehlt das Taxon, lediglich im angrenzenden Oberösterreich wird es aus Bad Goisern gemeldet (GBIF 2026). Die Höhenverbreitung im Land ist von rund 700 bis 1900 m dokumentiert. Lebensraum sind besonders alpine Magerwiesen und Halbtrockenrasen auf saurem Untergrund (Kurz & Kurz 2026), nach Fischer et al. (2008) auch Nadelwälder, Zwergwacholder- und Alpenrosengebüsch, lückige Zwergstrauchheiden sowie Lebensräume nach Störungen, wie Schipisten, Forstschneisen oder Wegböschungen.
Nachbarfloren
In Österreich fehlt die Art in Wien und dem Burgenland (Fischer et al. 2008). Im nördlichen Alpenvorland, und generell im Osten und Südosten Österreichs fehlt die Art weitgehend, ebenso nördlich der Donau (GBIF 2026).
Biologie und Gefährdung
Über die Biologie von D. x issleri ist aus Salzburg nichts bekannt. Die Sporenreife erfolgt von Juli bis August (September) nach Fischer et al. 2008, die Art ist mehrjährig. Wegen der weiten Verbreitung in den Gebirgsgauen ist D. x issleri in Salzburg ungefährdet (Einstufung LC nach IUCN 2012).
Weiterführende Informationen
Bilder
Diphasiastrum x issleri – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quellen
- Embacher, G., S. Flechtmann, P. Gros & M. A. Kurz 2024 [2025]. Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematische und revidierte Liste mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur. Sonderband. In Zusammenarbeit mit der Naturkundlichen Gesellschaft Salzburg. Haus der Natur, Salzburg: 3-176.
- Fischer, M. A., K. Oswald & W. Adler 2008. Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. Auflage, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen: 1-1396.
- GBIF 2026. The Global Biodiversity Information Facility. URL: https://www.gbif.org [online: 2026.04.09].
- International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (ed.) 2012. IUCN Red List Categories and Criteria. Version 3.1. Second edition. IUCN, Gland (Schweiz) und Cambridge.
- Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000-2026. Naturkundliches Informationssystem. URL: https://nkis.info [online 2026.04.09].
