Olympische Winterspiele 2026
Die XXV. Olympischen Winterspiele (italienisch XXV Giochi olimpici invernali) finden vom 6. bis zum 22. Februar 2026 in Mailand (Hauptstadt der Region Lombardei) und Cortina d’Ampezzo (Wintersportort im Norden der Region Venetien) in Italien statt. Nach Cortina d’Ampezzo 1956 und Turin 2006 sind es die dritten Winterspiele in Italien.
Allgemeines
Die Winterspiele Mailand-Cortina verteilen sich auf mehrere Austragungsorte in den italienischen Alpen. Die Eröffnungsfeier fand an vier Standorten statt - in Mailand, Cortina d'Ampezzo, Predazzo und Livigno. Insgesamt sind 2.900 Athleten angereist.
Tausende Menschen haben Samstag, 7. Februar, am Tag nach der Eröffnungsfeier in Mailand gegen die in Norditalien stattfindenden Olympischen Winterspiele protestiert. Dabei kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei, als einige Teilnehmer Feuerwerkskörper zündeten und Steine auf die Einsatzkräfte warfen. Die Polizei trieb die Menge mit Wasserwerfern auseinander. Von friedlichen Demonstranten wurden Umweltaspekte und die Wohnungsnot in der Finanzmetropole Mailand thematisiert. Die Einsatzkräfte waren in Alarmbereitschaft, nachdem bei gewalttätigen Protesten gegen die Schließung eines Kulturzentrums in Turin am vergangenen Wochenende mehr als hundert Beamte verletzt worden waren. Gegner der Olympischen Winterspiele bemängeln vor allem deren Auswirkungen auf das fragile Ökosystem der Bergwelt sowie den wasser- und energieintensiven Einsatz von Kunstschnee. Demonstranten hielten Transparente hoch, auf denen sie die Verwendung von Kunstschnee kritisierten oder das Fällen von Bäumen anprangerten. Auch die Wohnungsnot in der Finanz- und Modemetropole Mailand thematisierten die Teilnehmer der Kundgebung.[1]
Sportliche Ergebnisse, auch mit Salzburgbezügen
Samstag, 7. Februar
Zum Auftakt der Olympia-Sprungbewerbe in Predazzo am 7. Februar gab es "Blech" für Österreich. Lisa Eder aus Leogang wurde Vierte. 4,5 Punkte fehlten der Salzburgerin am Ende auf eine Medaille. Die Goldmedaille gewann Anna Odine Strøm (NOR) vor Nika Prevc (SLO) und Nozomi Maruyama (JAP).[2]
Sonntag, 8. Februar
Am Sonntag, 8. Februar gab es die ersten beiden Medaillen für Österreich: Snowboarderin Sabine Payer (* 1992 in Wolfsberg, Kärnten) gewann im Olympia-Riesentorlauf in Livigno die Silbermedaille. Bei den Herren gewann der 40-jährige Snowboarder Benjamin Karl aus St. Pölten erneut die Goldmedaille im Parallelriesenslalom wie bei Olympia 2022. Benjamin Karl[3][4] ist ehemaliger Schüler der Skihandelsschule[5] in Schladming.[6]
Beim Rodelbewerb der Einsitzer der Männer gewann Österreich die Silbermedaille mit Jonas Müller.
Bitter verlief die Vorbereitung für die erkrankte Teresa Stadlober. Die Langläuferin aus Radstadt belegte am Samstag, 8. Februar, im Skiathlon über 20 km den neunten Rang. Die von einer Erkältung beeinträchtigte Bronzemedaillengewinnerin von 2022 hatte eine Minute Rückstand auf die Podestplätze.
Der neue König der Abfahrt heißt Franjo von Allmen. Der erst 24-jährige Schweizer gewann die Olympia-Abfahrt von Bormio und hat sich damit binnen Jahresfrist zum Weltmeister und Olympiasieger in der Abfahrt gemacht. Von Allmen gewann das italienisch-schweizerische Duell vor dem gleichaltrigen Giovanni Franzoni und dem zwölf Jahre älteren Dominik Paris und leitete damit auch einen Generationenwechsel ein. Die großen Geschlagenen hießen Marco Odermatt (4.), Schweiz, und Vincent Kriechmayr (6.), Oberösterreich. Fast geschockt war Marco Odermatt. Nach dem verpassten Sieg auf der Streif in Kitzbühel (+ 00.07 s auf Giovanni Franzoni) platzte nun binnen zwei Wochen auch der Traum von der Goldmedaille in der Abfahrt.[7]
Montag, 9. Februar
Vincent Kriechmayr und Manuel Feller gewannen in der Team-Kombination ex aequo mit den Schweizern Marco Odermatt und Loic Meillard die Silbermedaille.
Dienstag, 10. Februar
Die Österreicherinnen Ariane Rädler und Katharina Huber gewannen sensationell in der Team-Kombination die Goldmedaille.
Die alpine Speed-Spezialistin Mirjam Puchner konnte in ihren ersten Bewerben die hohen Erwartungen nicht erfüllen: Sie wurde Elfte in der Abfahrt und am 10. Februar in der Team-Kombination 14. mit Lisa Hörhager. Simon Eder zählt zwar zu den besten Biathleten Österreichs, musste sich am Dienstag, 10. Februar, nach 20 Kilometern aber mit fast sechs Minuten Rückstand und Platz 34 zufriedengeben.
Im Viertelfinale des Snowboard-Wettbewerbs musste sich Routinier Andreas Prommegger bei seinen sechsten Winterspielen dem späteren Olympiasieger Benjamin Karl um 0,12 Sekunden geschlagen geben. Claudia Riegler schrieb mit 52 Jahren als älteste Teilnehmerin zwar Geschichte, kam allerdings nicht über den 16. Platz hinaus.
Mittwoch, 11. Februar
Nach dem Sprungbewerb auf der Normalschanze für den Bewerb der Nordischen Kombination lag Thomas Rettenegger als bester Österreicher auf Platz 2. Die Entscheidung wird am Nachmittag beim Langlauf über die zehn Kilometer weitergehen.
Siehe auch
Im Artikel Cortina d'Ampezzo kann man Erfolge Salzburger Wintersportler bei vergangenen Sportveranstaltungen in dieser Stadt nachlesen.
Quellen
- sn.at, Übersicht der Ereignisse der Olympischen Winterspiele
- sportschau.de, Zeitplan, Detailergebnisse
Einzelnachweise
- ↑ sn.at, 7. Februar 2026: Ausschreitungen bei Demo gegen Winterspiele in Mailand – Steine auf Polizisten geworfen
- ↑ sn.at, 7. Februar 2026: Lisa Eder verpasst eine Medaille auf der Normalschanze: "Das tut weh"
- ↑ siehe EnnstalWiki → Benjamin Karl
- ↑ Verlinkung(en) mit "enns:" beginnend führ(t)en zu Artikeln, meist mit mehreren Bildern, im EnnstalWiki, einem Schwesterwiki des SALZBURGWIKIs
- ↑ siehe EnnstalWiki → Ski-Akademie Schladming
- ↑ sn.at, 8. Februar 2026: Gold und Silber im Snowboard: Karl und Payer holen erste Medaillen für Österreich
- ↑ sn.at, 7. Februar 2026: Olympia-Gold in Bormio: Der neue König der Abfahrt heißt von Allmen