Johann Philipp Stainhauser von Treuberg
Prof. Dr. Johann Philipp Stainhauser von Treuberg (* 15. Mai 1720[1] in Lohr am Main [Unterfranken][2]; † 15. April 1799 in Salzburg[3]) war ein Salzburger Rechtsgelehrter.
Leben
Geboren im damaligen Kurfürstentum Mainz, studierte Stainhauser teils in Würzburg, teils in Heidelberg[4] die Rechte.
Nach Mainz kam er als Hofmeister und begleitete von dort einen jungen Grafen Fugger nach den Niederlanden und Frankreich.[4] Nach seiner Rückkehr besuchte er Wetzlar (in Hessen, damals Sitz des Reichskammergerichts) und hielt sich von 1750 bis 1752 in Wien auf.[4] Hier verbrachte er zwei Jahre als gräflich Fuggerischer Kanzleirat und Konsulent verschiedener adeliger Auftraggeber.[1]
Im Jahr 1752 wurde er an die Stelle des verstorbenen Professors Herz des Jüngeren an die Universität Salzburg berufen[4] und zum Professor der Institutionen[5] an der Universität Salzburg sowie auch zum Hofrat ernannt. Im Jahr 1764 wurde er Professor der Pandekten[5], 1771 anstelle des verstorbenen Professors Drümel[4] Professor des Staatsrechts und der Reichs-Historie.[2]
Im Jahr 1763 kaufte er das Haus Sigmund-Haffner-Gasse Nr. 12 / Universitätsplatz 19 in der Salzburger Altstadt, das dann nach ihm "Steinhauserhaus" genannt wurde und von 1823 bis 1907 ein Kaffeehaus, von 1907 an das Zipfer Bierhaus beherbergte.[6]
Im Jahr 1777 erhob ihn der Kaiser mit dem Prädikat "von Treuberg" in den Adelsstand.[4] Er war auch kaiserlicher Hofpfalzgraf.[7]
Schriften
(Auswahl)
- Diss. De Feudis Ecclesiasticis. Salzburg 1756.
- Diss. De Feudis Imperii. Salzburg 1759.
Quellen
- Christoph Weidlich[8], Biographische Nachrichten von den jetztlebenden Rechts-Gelehrten in Teutschland. Halle, Hemmerdeische Buchhandlung, 1781-1785.
- *Allgemeine Deutsche Biographie: Stainhauser von Treuberg, Johann Philipp.
- siehe auch die Fußnoten
Fußnoten
- ↑ 1,0 1,1 Weidlich aaO IV, 231.
- ↑ 2,0 2,1 Weidlich aaO II, 389.
- ↑ ADB.
- ↑ 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 4,5 Weidlich aaO III, 277 ff.
- ↑ 5,0 5,1 Die Institutionen und die Pandekten sind Teile des Corpus iuris civilis, der Grundlage des Römischen Rechts in seiner im Spätmittelalter und in der Neuzeit im Heiligen Römischen Reich geltenden Form; vgl. den Wikipedia-Artikel Corpus iuris civilis.
- ↑ Artikel "Café Lobmayr".
- ↑ Zum Begriff "Hofpfalzgraf" vgl. den Wikipedia-Artikel Hofpfalzgraf.
- ↑ Vgl. den Wikipedia-Artikel Christoph Weidlich.
Literatur
- Judas Thaddäus Zauner: Memoria Joannis Philippi Stainhauser de Treuberg jurisconsulti antecessoris Salisburgensis [...]. Salzburg, Caspar Zaunrith, 1799.
Siehe auch
... die Artikel "Steinhauser" und "Gandolph Ernst Stainhauser von Treuberg"