Oskar Danzer

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Dr. Oskar Danzer war ein auch im Kronland Salzburg tätiger Amtsarzt, insbesondere kurzzeitiger Bezirksarzt in Zell am See.

Leben

Sanitätskonzipist Dr. Danzer wurde im September 1914 unter gleichzeitiger Versetzung zur Bezirkshauptmannschaft Zell am See zum Bezirksarzt ernannt.[1]

Im März 1915 wurde er dem Kriegsgefangenenlager Grödig zur Dienstleistung zugeteilt.[2]

Im Herbst 1915 brach in der Gegend der Pinzgauer Gemeinde Embach eine Blatternepidemie aus. Durch das umsichtige und tatkräftige Vorgehen des zu ihrer Bekämpfung von der k. k. Landesregierung entsandten Dr. Oskar Danzer, wurde die Epidemie zum Erlöschen gebracht und war lediglich eine Handvoll von Toten zu beklagen.[3]

Im März 1918 wurde der nun im Ministerium des Innern in Verwendung stehende Bezirksarzt Dr. Oskar Danzer zum Oberbezirksarzt[4] und Monate später zum Ministerialvizesekretär,[5] im April 1919 zum Ministerialsekretär im Stand der Amtsärzte[6] ernannt. Weitere Karrierestufen waren im Bundesministerium für soziale Verwaltung "Sektionsrat" und "Ministerialrat".[7] Selbst nach der nationalsozialistischen Machtübernahme und dem Anschluss war Ministerialrat Danzer noch als Referent im Ministerium für innere und kulturelle Angelegenheiten des mittlerweile dem Deutschen Reich einverleibten Landes Österreich tätig.[8] Danach verliert sich seine Spur.

Quelle

Einzelnachweise

  1. Salzburger Volksblatt, 29. September 1914, S. 6
  2. Salzburger Volksblatt, 9. März 1915, S. 6
  3. Salzburger Chronik, 6. Oktober 1915, S. 7
  4. (Linzer) Tages-Post, 22. März 1918, S. 2
  5. Reichspost, 10. August 1918, S. 4
  6. Medizinische Klinik, 6. April 1919, S. 4
  7. Wiener Medizinische Wochenschrift 1924, Sp. 1036
  8. Wiener Pharmazeutische Wochenschrift 1938, S. 76
Zeitfolge