Helena von Meyendorff
Baroness Helena von Meyendorff (* 1923)
Leben
Ihr Großvater, Baron Theophil von Meyendorff, war der Generaladjudant des letzten russischen Zaren Nikolaus II. Dessen Vater kämpfte noch gegen Napoleon. Als der letzte Zar 1918 ermordet wurde, musste die Familie aus Russland fliehen. Ihr Großvater wurde in der Nacht auf den 17. Juni 1918 mit seiner Familie in Jekaterinenburg ermordet. Helena von Meyendorff erzählt, dass Verwandte in Teppiche eingerollt, mit Benzin übergossen und angezündet. Ihre Besitzungen in St. Petersburg und Moskau fielen an die Sowjets. Über Istanbul, Türkei und dem damaligen Jugoslawien floh die Familie nach Salzburg, wo sie sich 1945 niederließ. Ihr Vater, Nikolaus von Meyendorff, begann nach der Flucht mit dem Studium der Kunst in Paris, Frankreich, und malte Kirchen aus. In Salzburg gibt es von ihm die Mosaiken im Mönchsbergaufzug und in der Kirche in Bürmoos. Er war auch für König Alexander von JugoslawienReferenzfehler: Für ein <ref>-Tag fehlt ein schließendes </ref>-Tag.. 2008 erhielt Helena von Meyendorff den russischen Orden der Zarin Katharina II. für ihre Verdienste rund um wohltätige Aktionen und ihr Heimatland. In Salzburg gründetet sie das Zentrum Russischer Kultur.
In der Wohnung Helena von Meyendorff in Salzburg-Lehen berichten Orden und Auszeichnungen, die an den Wänden hängen, von ihrem Ruf als heimliche Botschafterin Russlands in Salzburg. So reist sie denn auch jedes Jahr auf Einladung der russischen Regierung nach Moskau. Sie hilft den Russen, die ihren schlechten Ruf verlieren möchten, dabei, was sie besser machen können.
Seit 1991 organisiert sie für schlechter gestellte, russische Kinder in den Sommermonaten Urlaube in Salzburg. 2008 rief sie eine zweite Aktion ins Leben. Sie veranstaltet einen Wettbewerb in Sibirien, bei dem die 30 besten Musiker nach Salzburg eingeladen werden.
Quelle
"Salzburger Nachrichten", 31. Dezember 2010