Geschichte der Stadt Hallein
Die Artikel handelt von der Geschichte der Stadt Hallein.
Die Anfänge
Etwa um 2.500 v. Chr., also in der jüngeren Steinzeit etwa, gab es im Gebiet des heutigen Bad Dürrnberg eine Siedlung, wie prähistorische Funde beweisen. Man vermutet, dass diese Menschen wegen klimatischen Bedingungen sich nur in den Sommermonaten in dieser Höhe aufgehalten hatten und nur wegen der Salzgewinnung (Quellsole). Da aus der Bronzezeit nur sehr spärliche Funde nachzuweisen sind, dürfte es bis etwa 750 v. Chr. noch keine Dauersiedlung in diesem Gebiet gegeben haben. Erst Mitte der Hallstattzeit lassen sich wieder vermehrt Aktivitäten, wohl wiederum im Zusammenhang mit dem Salz, nachweisen. Soweit bisherige Grabungen ergeben haben, wurde das Salz nur oberiridsch gewonnen, Schürfungen in der Hallstattzeit gingen nicht tiefer als etwa 150 m in den Berg.
Ab etwa 700 v. Chr. drangen dann die Kelten vor und besiedelten den Dürrnberg (sowie den Hellbrunner Berg, auf dem der Sitz eines Herzogs nachgewiesen wurde, der seine Einnahmen aus dem Salzabbau am Dürrnberg hatte). Durch das billige Meersalz der Römer kam der Salzabbau um Christi Geburt völlig zum Erliegen. Jedoch wurden bisher noch keine römischen Gräber am Dürrnberg gefunden. Wohl aber keltische Gräber, so auch in der heutigen Halleiner Altstadt im Bereich des Molnarplatzes. Im Altstadtgebiet wurden dann auch Römergräber entdeckt.
Nach Christi Geburt
Das vorläufige Ende der Besiedlung im Raum Hallein markierten die Markomannenkriege zwischen 167 bis 180 nach Christus. Dann folgte eine neuerliche Besiedlungswelle, diesmal waren es Römer, die in der Umgebung von Hallein, etwa in der Kellau bei Golling, am Adneter Riedl und bei Puch Landsitze errichteten. Ab dem 3. Jahrhundert nach Christus sind dann wieder römische Ansiedlungen im Halleiner Gebiet nachweisbar, vor allem durch Münzfunde aus der Zeit Kaisers Aurelian (270 bis 275 n. Chr.) bis Kaiser Valerian I. So fand man einen römischen Töpferofen im Garten der Halleiner Schulschwestern.
Eine erste urkundliche Erwähnung findet sich 1198 als muelpach, jedoch ist der Salzabbau am Dürrnberg schon 1191 nachgewiesen. Zur Stadt wird Hallein 1230 erhoben, den Namen Hallein trägt sie dann ab der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts.
1218 standen im Stadtgebiet neun Salzpfannen, die im 19. Jahrhundert mit Ausnahme des Colloredo-Sudhauses von 1798, abgetragen wurden und es kam zur Verlegung der Saline in den Jahren 1854 bis 1862 auf die Pernerinsel. Es war auch Sitz eines Pflegegerichts, wie im Atlas Salisburgensis vom Salzburger Kartografen Joseph Jakob Fürstaller angeführt.
Im ehemaligen Salinenverwaltungsgebäude (1654) befindet sich jetzt das Keltenmuseum Hallein, in dem seit 1970 Funde aus der Hallstatt- und La-Tène-Zeit aus den Gräberfeldern des Dürrnbergs ebenso wie die Rekonstruktion eines Fürstengrabs zu sehen sind.
Quellen
- Ernst Penninger, Georg Stadler Hallein, Ursprung und Geschichte der Salinenstadt, bearbeitet von Pert Peternell, 1970, Salzburger Nachrichten Verlag