Caritas Salzburg

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Die Caritas Salzburg ist eine Landesorganisation der Caritas, einer Sozialeinrichtung der katholischen Kirche.

Vorgestellt

Allein der finanzielle Aufwand dafür ist mit einem mittelständischen Unternehmen zu vergleichen: 22,3 Millionen Euro weist die Gebarung der Caritas Salzburg für das Geschäftsjahr 2009 an Einnahmen und Ausgaben auf.

Woher kommt dieses Geld eigentlich? Etwas mehr als die Hälfte, nämlich 12,4 Millionen Euro, kommen von der öffentlichen Hand in Form von Förderungen und Leistungsentgelten (Kindergärten, Kostenersätze für Personal etc.), 3,6 Millionen flossen im vergangenen Jahr aus Zinsen, Mieteinnahmen oder Rücklagen in die Kassa. Dann kommen schon die Spendenerlöse in Höhe von 2,4 Mio. Euro. Ebenso viel betragen Umsatzerlöse aus Gärtnerei, Bazaren oder Schulgeldern. Von der Erzdiözese und aus Widmungen von Zahlern an Kirchenbeiträgen kamen 2009 rund 416.000 Euro, von Spendern explizit für Auslandsarbeit 827.000 Euro.

"Die Caritas-Arbeit ist aber schwer in Finanzzahlen zu fassen", sagt Direktor Hans Kreuzeder, "vielmehr in leuchtenden Kinderaugen, dankbaren Alleinerzieherinnen oder gelebter Nächstenliebe." Davon gibt die Caritas in diesem Land im Übermaß. Im Folgenden einige Schwerpunkte dazu:

Jugendarbeit

Viele Jugendliche bedürfen in diesem Land aktiver Hilfe. Dazu führt die Caritas die Jugendnotschlafstelle "Exit 7" und "7days" und leitet die Streetworker-Projekte in Hallein, im Pongau und im Pinzgau, wo es 2009 insgesamt 7500 Beratungsgespräche gab.

Betreuung & Pflege

2009 wurden rund 200 Menschen von der Caritas-Hauskrankenpflege in der Stadt Salzburg, in Bischofshofen und Saalfelden betreut. Dazu kommen 30 volle 24-Stunden-Betreuungen durch offizielle Mitarbeiterinnen aus Ungarn und der Slowakei. Familienhelfer der Caritas haben im gesamten Land 14.319 Stunden aufgewendet, um zu helfen, wenn Familienangehörige "ausgefallen sind". 20 Mitarbeiter sind in der so genannten "Langzeithilfe" unterwegs, um chronisch Kranke (MS, Mehrfachbehinderung usw.) zu betreuen. 26 Ärzte, Diplom-Fachkräfte und Sozialarbeiter der Caritas arbeiten für das "Mobile Palliativ- und Hospizteam" im gesamten Bundesland und lindern dabei nicht nur die Schmerzen Sterbenskranker, sondern helfen dort auch durch das so wichtige Gespräch.

Senioren- und Pflegeeinrichtungen

Die Caritas betreibt das Albertus-Magnus-Haus in der Stadt und hat zwölf Wohnungen für "Betreutes Wohnen", sowie vier Wohngruppen, in denen Menschen mit chronisch psychischen Krankheiten langzeitbetreut werden. In Mattsee gibt es eine "Caritas-Großfamilie" mit sechs Frauen und fünf Männern – alle mit psychischen Krankheiten. Sie werden von sechs Mitarbeitern betreut.

Menschen mit Behinderung

Im Dorf St. Anton in Bruck an der Großglocknerstraße wurde 2009 insgesamt 70 Menschen mit Behinderung ein geschützter Arbeitsplatz mit 365-Tage-Betreuung gegeben. In St. Anton betreibt die Caritas auch eine eigene Gärtnerei und Landwirtschaft. In Mittersill führt die Caritas ein Tageszentrum für Behinderte, ebenso im "Mathiashof" in der Gemeinde Fuschl.

Regionale Caritas-Zentren

Die Caritas-Zentren bieten vor allem viel, viel Beratung, wie Menschen Notsituationen besser bewältigen und überstehen können und welche Möglichkeiten der Hilfe es gibt. Diese regionalen Anlaufstellen hat die Caritas (neben der Zentrale in der Stadt Salzburg) im Land Salzburg in Bischofshofen, Neumarkt, Saalfelden, Tamsweg und Zell am See eingerichtet.

Wohnungslosenhilfe

Der Bahnhofssozialdienst beim Hauptbahnhof in der Stadt Salzburg ist für viele oft die letzte Anlaufstelle. 5890 Hilfestellungen wurden dort 2009 an 1524 Personen aus 40 Ländern gegeben – 73 Prozent davon waren Männer. In der Notschlafstelle in der Stadt Salzburg haben 296 Personen aus 40 Nationen Unterschlupf gefunden.

Beschäftigungsprojekte

Aus unterschiedlichsten Gründen fallen Menschen aus dem sogenannten "Ersten Arbeitsmarkt". Die Caritas Salzburg hat 36 von ihnen betreut. Elf davon haben den Sprung zurück ins Arbeitsleben wieder geschafft. Auch tritt die Caritas selbst und im Verbund mit der Kirche als Arbeitgeber auf und hilft so Menschen "über die Zeit".

Betreuung von Flüchtlingen

Die Caritas Salzburg betreut Asylwerber mit "Grundversorgung" und betreibt ein Flüchtlingshaus im Jägerwirt in Puch, wo im Vorjahr 140 Personen aus 13 Staaten betreut wurden. Dazu kommt hundertfache Rechtsberatung und Rückkehrhilfe.

Natürlich engagiert sich die Caritas Salzburg auch im Ausland. Darüber hinaus betreibt sie in Salzburg zwei eigene Schulen für "Sozialbetreuungsberufe" und für "Wirtschaft und Soziales". "Wir helfen, so gut wir können", sagt Direktor Hans Kreuzeder: "Die herausfordernde Aufgabe der Caritas ist es, den Menschen, die bei uns Hilfe suchen, wieder Mut zu machen und ihnen Zuversicht zu geben."

Quelle

  • Flachgauer Nachrichten (Franz Taferner)

Weblinks