Schüttkasten beim Sigmundstor

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Salzburg (Kupferstich) Matthäus Seutter, ca. 1740
Die Pferdeschwemme in ursprünglicher Form
Hofmarstall, im Bild: links
Schüttkasten vor dem Mönchsberg
Karte
Datei:Schüttkasten (Marstall) 01.jpg
Schüttkasten (Marstall)

Der Schüttkasten ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Salzburger Altstadt.

Lage

Das Gebäude befindet sich am Herbert-von-Karajan-Platz Nr. 11 östlich des Sigmundstors und westlich hinter der Pferdeschwemme.

Geschichte

Zuvor befand sich hier ein Steinbruch, aus dem der Nagelfluh für den Salzburger Dom gebrochen wurde. Ab 1695 wurde dort unmittelbar an der Felswand des Mönchsbergs ein Getreide- und Heuspeicher für den gegenüberliegenden Hofmarstall errichtet. Weil das funktionale Gebäude gegenüber der Prunkfassade des Hofmarstall vergleichsweise einfach war, wurde es durch eine Schauwand kaschiert, die mit Gemälden geschmückte wurde.

Beschreibung

Der Schüttkasten hat drei Geschosse. Im Erdgeschoss befinden sich sechs Rundbogenportale und darüber zwei Geschosse mit den ehemaligen Lagern und Speichern.

An der Vorderseite befindet sich ein Wappen mit der lateinischen Inschrift: "Ioannes Ernestus Archiep:(iscopus) et P(ri)n(se)ps Salzb:(urgensis) S:(ancta) Sed:(is) Ap:(ostolicae) Leg:(atus) Nat:(us) - ex fundamanto exstruxit A:(nn)o M.DC.XCVII". Die Übersetzung lautet: Johann Ernst Bischof und Fürst von Salzburg, geborener Legat des Heiligen Apostolischen Stuhls - hat von Grund auf dieses Gebäude errichten lassen - Im Jahr des Herrn - 1697.

Heute befindet sich in dem ehemaligen Schüttkasten das Kartenbüro der Salzburger Festspiele.

Nebengebäude

1806 wurde Schüttkasten gegenüberliegend an der Rückseite der Schauwand ein eingeschossiges Magazin errichtet. 1940 wurden zwei Torbauten mit Garagen angebaut und sodass der Innenhof geschlossen war. Später wurde der Torbau am Schüttkasten wieder abgerissen und der andere Torbau in den Jahren 1984 bis 1988 in das Cafe Niemetz umgebaut. Heute existierend ist nur mehr das Torgebäude des ehemaligen Cafe Niemetz.[1]

Bilder

Quelle

Einzelnachweise

  1. Salzburger Nachrichten, Salzburger Festspiele Spezial, Juli 2919