Provisorische Landesversammlung 1918-1919

Aus SALZBURGWIKI
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Die Provisorische Landesversammlung war ein politisches Gremium, das einerseits die Aufgaben des bisherigen Landtages im Herzogtum Salzburg vorübergehend wahrgenommen und andererseits die verfassungsrechtlichen Grundlagen für die Überleitung zur parlamentarischen Demokratie und zum Bundesland Salzburg erarbeitet hatte.

Beschreibung

Die auf Grund der Stimmenergebnisse der Reichsratswahl 1911 von den drei großen Parteien berufenen Vertreter (Landtagsabgeordnete), 19 Christlichsoziale, 16 Deutschbürgerliche und neun Sozialdemokraten, insgesamt 38, bildeten die provisorische Landesversammlung und übernahmen damit die Funktion des bisherigen Landtages. Die Landesversammlung wählte über Vorschlag der Parteien so viele Landesräte, als jeder Partei nach den Stimmenverhältnissen von 1911 zukamen. Die Landesversammlung wurde von drei Präsidenten oder deren Stellvertretern nach freiem Entschluss einberufen. Sitz der Landesversammlung, des Landesrates und der Landesregierung war die Landeshauptstadt Salzburg. Die Sitzungen fanden im Großen Sitzungssaal im Chiemseehof statt.

Die Konstituierung des neuen, allgemein demokratisch gewählten Landtages fand am 23. April 1919 statt.

Mitglieder

Die Provisorische Landesversammlung hatte 38 Mitglieder (Landtagsabgeordnete).

von den 38 sind zur Zeit 32 bekannt.
  1. Abgeordneter: 1. Präsident der Provisorischen Landesversammlung, Leopold Lackner, CSP
  2. Abgeordneter: 2. Präsident der Provisorischen Landesversammlung, Max Ott, DF
  3. Abgeordneter: 3. Präsident der Provisorischen Landesversammlung, Robert Preußler, SDAP
  4. Abgeordneter: Bartholomäus Angelberger, CSP
  5. Abgeordneter: Eduard Baumgartner, SDAP
  6. Abgeordneter: Josef Breitenfelder, SDAP
  7. Abgeordneter: Anton Christoph,DFP
  8. Abgeordneter: Karl Emminger, SDAP
  9. Abgeordneter: Daniel Etter, CSP
  10. Abgeordneter: Julius Haagn, DNP
  11. Abgeordneter: Johann Hasenauer, CSP
  12. Abgeordneter: Alois Hölzl, CSP
  13. Abgeordneter: Johann Huber, CSP
  14. Abgeordneter: Anton Hueber, DFP
  15. Abgeordneter: Ing. Carl Irresberger, CSP
  16. Abgeordneter: Alois Keil, SDAP
  17. Abgeordneter: Heinrich Leukert, SDAP
  18. Abgeordneter: Christof Mangelberger
  19. Abgeordneter: Hans Mühlberger, SDAP
  20. Abgeordneter: Dr. Alois Rottensteiner, CSP
  21. Abgeordneter: Josef Preis, CSP
  22. Abgeordneter: Dr. Franz Rehrl, CSP (Landesrat)
  23. Abgeordneter: Josef Rainer, CSP
  24. Abgeordneter: Ritzinger
  25. Abgeordneter: Leopold Schaschko, DFP
  26. Abgeordneter: Wilhelm Schernthanner, CSP
  27. Abgeordneter: Sebastian Stöllner, DFP
  28. Abgeordneter: Dr. Artur Stölzel, DFP
  29. Abgeordneter: Hans Wagner, DF
  30. Abgeordneter: Dr. Viktor Wimmer, DFP
  31. Abgeordneter: Alois Winkler, CSP
  32. Abgeordneter: Josef Witternigg, SDAP, (Landesrat)

Rechtsgrundlage

Die Rechtsgrundlage für die Provisorische Landesversammlung für das Land Salzburg war das Landesverfassungsgesetz vom 7. November 1918.
Damit endete das Kronland Herzogtum Salzburg.

  • LGBl Nr 59/1918 ALEX/ÖNB/Historische Rechts- und Gesetzestexte Online

Quellen

In den digitalisierten Zeitungen von ANNO: