Türkischer Zeltstadt-Steg

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Der Türkischer Zeltstadt-Steg ist ein Steg in den Hohen Tauern im Oberpinzgau.

Lage

Er befindet sich im südlichen Obersulzbachtal am Fuße des Obersulzbachkees an jener Stelle, wo ein Bach den neu entstandenen Gletschersee anstelle der einstigen so genannten Türkischen Zeltstadt, einem wild zerklüfteten Gletscher, verlässt.

Entstehung

Der Anstieg der Permafrostgrenze, der starke Rückgang des Gletschers und der damit zusammenhängenden Freigabe von lockeren Moränenablagerungen sowie die Brüchigkeit des Gletschers selbst, haben zur Sperrung von alten Wanderwegen zur Kürsinger- und Warnsdorferhütte geführt.

Dies wurde nach einem schweren Unglück am 3. August 2001 notwendig. Dabei kamen in einer Gruppe deutscher Bergsteiger drei Personen durch herab stürzende Felsbrocken ums Leben.

So wurde im Sommer 2009 die Errichtung dieses Steges notwendig, der in Erinnerung an den dort einstmals vorhandenen Gletscher den Namen Türkischer Zeltstadt-Steg erhielt. Der Leiter des Hydrografischen Dienstes des Landes Salzburgs, Hans Wiesenegger erklärte im Sommer 2009 dazu, dass die Wanderkarten der Alpen umgeschrieben werden müssen. Denn die Klimaveränderungen im Salzburger Hochgebirge haben zur Sperrung und Verlegung vieler Wanderwege geführt.

Der Steg wurde am 22. August 2009 eröffnet.

Der Alpenverein, Sektion Salzburg, hat ebenfalls einen zweiten Steg errichtet, der die Strecke zu den beiden Hütten in der Venedigergruppe sicherer und kürzer macht.

Quelle

  • Salzburger Nachrichten, 31. Juli 2009: Gletschersee ist mindestens 42 Meter tief