Johann Holleis (Hofgastein)
Johann Holleis (* 24. November 1856 in Hofgastein;[1] † Jänner 1946 in der Stadt Salzburg[2]) war Bauer und Gemeindevorsteher der damaligen Landgemeinde Hofgastein.
Aus seinem Leben
Johann (vom Kreuz) Holleis war Sohn des Josef Holleis, Besitzers des Pflaumhäusls auf dem Gries im Markt Hofgastein, und der Maria geb. Pflaum, Tochter eines Bergknappen.[1]
Er heiratete, damals beim Botenwirt in Hofgastein im Dienst stehend, am 4. Februar 1885 28‑jährig die 33‑jährige Maria Gruber geb. Zembacher, Kerschbaumbauerstochter und verwitwete Besitzerin des Brandnergutes,[3] und wurde dadurch selber Brandnerbauer.[4] Später war er Schmaranzbauer.[2]
Als Gemeindevorsteher amtierte Johann Holleis von 1906 bis 1919.[5]
Der Gemeindevorsteher und Großgrundbesitzer Johann Holleis wurde im Jahr 1917 vom Landesgericht Salzburg des Verbrechens des Missbrauchs der Amtsgewalt schuldig erkannt und zu einer mehrmonatigen Kerkerstrafe verurteilt; das Gericht sah es als erwiesen an, dass er, statt entsprechend seiner Pflicht als Gemeindevorsteher (im Rahmen der damaligen Kriegswirtschaft) vorhandene Hafervorräte zu melden, Bauern seiner Gemeinde dazu angestiftet habe, ihre Hafervorräte zu verheimlichen.[6]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 Taufbuch der Pfarre Bad Hofgastein, Bd. VIII S. 314
- ↑ 2,0 2,1 Salzburger Nachrichten, 16. Jänner 1946, S. 3
- ↑ Trauungsbuch der Pfarre Bad Hofgastein, Bd. VII S. 70
- ↑ Taufeintragungen seiner Kinder, z.B. Taufbuch der Pfarre Bad Hofgastein, Bd. X S. 133
- ↑ Artikel "Bürgermeister der Marktgemeinde Bad Hofgastein"
- ↑ Salzburger Chronik, 13. Februar 1917, S. 4.
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Gemeindevorsteher von Hofgastein Land 1906–1919 |
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