Kurhausbetriebe der Stadt Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
Die '''Kurhausbetriebe der Stadt Salzburg''' wurden [[1955]] geschaffen. | Die '''Kurhausbetriebe der Stadt Salzburg''' wurden [[1955]] geschaffen. | ||
Zu dem baulichen Komplex gehörten das [[Parkhotel Mirabell]] das dem [[Hotel Sheraton Salzburg]] weichen musste, das alte [[Salzburger Kongresshaus]], das [[Paracelsusbad]] und das Kurmittelhaus an sich. | Zu dem baulichen Komplex gehörten das [[Parkhotel Mirabell]] das dem [[Hotel Sheraton Salzburg]] weichen musste, das alte [[Salzburger Kongresshaus]], das [[Paracelsusbad]] und das Kurmittelhaus an sich. | ||
Nach der Schleifung der Befestigungsanlagen entstand auf dem so gewonnenen Gelände zwischen [[1866]] und[[1872]] das erste Kurhaus mit Badeanstalt, mit Sälen, Gastwirtschaft und Fremdenzimmern. Dann wurde es von der [[Stadtgemeinde Salzburg]] gekauft. | |||
Nach der Schleifung der | |||
Das erste Bad hatte 18 Badezimmer, ein Dampfbad und ein kleines Sommmerschwimmbad. [[1944]] wurde die nicht mehr den modernen Bedürfnissen entsprechende Anlage bei | Das erste Bad hatte 18 Badezimmer, ein Dampfbad und ein kleines Sommmerschwimmbad. [[1944]] wurde die nicht mehr den modernen Bedürfnissen entsprechende Anlage bei Bombenangriffen zerstört. | ||
[[ | Am [[28. September]] [[1953]] erklärt Stadtrat [[Alfred Bäck ]](SPÖ) bei der Spatenstichfeier für Kurhaus und Hallenbad, dass nunmehr auch die Finanzierung des Stadtsaales (Kongresshaus) an der Ecke [[Rainerstraße]]/[[Auerspergstraße]] gesichert sei. Den künstlerischer Wettbewerb für die Ausgestaltung des Kurhauses gewannen am [[5. Oktober]] [[1955]] [[Toni Schneider-Manzell]] sowie | ||
[[Josef Magnus|Josef]] und [[Rositta Magnus]]. | |||
2009 wird das [[Paracelsusbad]], einst als Vorzeigeprojekt der 50er errichtet, als letzter bis dahin noch existierende Bauwerk dieses Dreiergestirns, das damals die Landeshauptstadt als Kur- und Kongressstadt etablieren sollte, abgerissen, womit wieder ein wertvolles Stück Bau- und Architekturgeschichte der Nachkriegszeit in Salzburg endgültig verschwindet. Das verkaufte Grundstück soll künftig durch ein interntionales Hotel touristisch genutzt werden. Damit endet zeitgleich auch die lange Geschichte des Kurbetriebes in der Stadt. | |||
==Quelle== | ==Quelle== | ||
* Josef Hübl ''Heimkunde Salzburg'', [[Salzburger Druckerei]], 1974 | |||
[[Kategorie:Gebäude]] | [[Kategorie:Gebäude]] | ||
[[Kategorie:Neustadt]] | [[Kategorie:Neustadt]] | ||
[[Kategorie:Stadt Salzburg]] | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] | ||
[[Kategorie:Kur]] | [[Kategorie:Kur]] | ||
Version vom 25. November 2008, 10:00 Uhr
Die Kurhausbetriebe der Stadt Salzburg wurden 1955 geschaffen.
Zu dem baulichen Komplex gehörten das Parkhotel Mirabell das dem Hotel Sheraton Salzburg weichen musste, das alte Salzburger Kongresshaus, das Paracelsusbad und das Kurmittelhaus an sich.
Nach der Schleifung der Befestigungsanlagen entstand auf dem so gewonnenen Gelände zwischen 1866 und1872 das erste Kurhaus mit Badeanstalt, mit Sälen, Gastwirtschaft und Fremdenzimmern. Dann wurde es von der Stadtgemeinde Salzburg gekauft.
Das erste Bad hatte 18 Badezimmer, ein Dampfbad und ein kleines Sommmerschwimmbad. 1944 wurde die nicht mehr den modernen Bedürfnissen entsprechende Anlage bei Bombenangriffen zerstört.
Am 28. September 1953 erklärt Stadtrat Alfred Bäck (SPÖ) bei der Spatenstichfeier für Kurhaus und Hallenbad, dass nunmehr auch die Finanzierung des Stadtsaales (Kongresshaus) an der Ecke Rainerstraße/Auerspergstraße gesichert sei. Den künstlerischer Wettbewerb für die Ausgestaltung des Kurhauses gewannen am 5. Oktober 1955 Toni Schneider-Manzell sowie
Josef und Rositta Magnus.
2009 wird das Paracelsusbad, einst als Vorzeigeprojekt der 50er errichtet, als letzter bis dahin noch existierende Bauwerk dieses Dreiergestirns, das damals die Landeshauptstadt als Kur- und Kongressstadt etablieren sollte, abgerissen, womit wieder ein wertvolles Stück Bau- und Architekturgeschichte der Nachkriegszeit in Salzburg endgültig verschwindet. Das verkaufte Grundstück soll künftig durch ein interntionales Hotel touristisch genutzt werden. Damit endet zeitgleich auch die lange Geschichte des Kurbetriebes in der Stadt.
Quelle
- Josef Hübl Heimkunde Salzburg, Salzburger Druckerei, 1974