St. Wolfgang im Salzkammergut: Unterschied zwischen den Versionen
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'''St. Wolfgang''' ist ein Ort am Nordufer des Wolfgangsee's im Bezirk | '''St. Wolfgang''' ist ein Ort am Nordufer des [[Wolfgangsee]]'s im Bezirk Vöcklabruck, Oberösterreich. Politisch gehört St. Wolfgang bereits zu Oberösterreich, jedoch der [[Schafberg]] mit der [[Schafbergbahn]] befindet sich noch auf Salzburger Territorium. | ||
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Die Ortschaft St. Wolfgang liegt am Wolfgangsee im [[Salzkammergut]] im Kalkvoralpengebiet, etwa 50 km nördlich von [[Salzburg]]. | |||
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Die Nachbargemeinden von St. Wolfgang sind [[Strobl]] und [[St. Gilgen]] | Die Nachbargemeinden von St. Wolfgang sind [[Strobl]] und [[St. Gilgen]] | ||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
St. Wolfgang ist nach seinem Gründer – dem Heiligen Wolfgang – benannt. Wolfgang war [[976]] zunächst Bischof von Regensburg, zog sich jedoch angesichts einer schwierigen Lage zurück und begab sich in das abeglegene Kloster von [[Mondse]]e sowie an den damals kaum zugänglichen Abersee. Viele Jahre verbrachte er als Einsiedler in der Umgebung des [[Falkenstein]]es. | |||
In den nächsten Jahrhunderten wurde Wolfgang zu einem viel verehrten Heiligen, um den vielen Legenden entstanden sind. Seine Frömmigkeit und sein wundertätiges Wirken war maßgeblich für den immer größer werdenden Pilgerstrom: 20.000 bis 70.000 Pilger besuchten St. Wolfgang jährlich. Er verhalf dem Ort zu Reichtum und somit zum Bau einer romanischen Kirche. Ein großer Brand im Jahr [[1429]] vernichtete jedoch den ganzen Ort. | |||
St. Wolfgang | [[1430]] verlieh Kaiser Sigismund St. Wolfgang das Marktrecht, wodurch neuer Aufschwung entstand. In dieser Zeit wird die gotische Hallenkirche errichtet und der [[Wallfahrtskirche St. Wolfgang#Pacheraltar|Pacheraltar]] aufgestellt. | ||
Die Reformation beendete jedoch den aufgekommenen Wohlstand. Gute und schlechte Zeiten wechselten. Erst als Mitte des vorigen Jahrhunderts Kaiser Franz Josef Bad Ischl zu seiner Sommerresidenz wählte, kam es auch in St. Wolfgang wieder zu einer wirtschaftlichen Blüte. Aus einem Ort der Sommerfrische wurde schnell ein internationaler Fremdenverkehrsort. | |||
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== Kultur und Sehenswürdigkeiten == | == Kultur und Sehenswürdigkeiten == | ||
====Wallfahrtskirche St. Wolfgang==== | |||
Der Bau der Wallfahrtskirche lässt sich in drei Bauphasen gliedern: | |||
* die gotische Hallenkirch mit Süd- und Nordschiff aus dem [[15. Jahrhundert]] | |||
* der glockenförmige Turm aus dem [[18. Jahrhundert]] | |||
* die barocken Anbauten am Süd- und Nordschiff und die Wolfgangkapelle aus dem frühen [[18. Jahrhundert]]. | |||
Sehenswürdigkeiten in der Kirche sind: | |||
* Der [[Wallfahrtskirche St. Wolfgang#Pacheraltar|Pacheraltar]] | |||
* Der [[Wallfahrtskirche St. Wolfgang#Doppelaltar von Schwanthaler|Doppelaltar von Schwanthaler]] | |||
====Pilgerbrunnen==== | |||
Der Brunnen wurde von Abt [[Wolfgang Haberl]] zu Ehren seines Namenspatrons, des Heiligen Wolfgang, errichtet. Er diente vor allem der Labung für die zahlreichen Wallfahrer, nebenbei jedoch auch als Hausbrunnen für die anliegenden Häuser und galt seit altersher als Heilquelle. | |||
====Hotel ''Weisses Rössl''==== | |||
Das Weisse Rössl ist nicht nur eines der ältesten, sondern wohl auch das bekannteste Hotel in St. Wolfgang. Vor allem die Operette von Ralph Benatzky und Robert Stolz brachten diesem Haus Weltruhm. | |||
====Wallner Haus==== | |||
Seit dem 15. Jahrhundert betreibt die Familie Wallner das Gewerbe der Lebzelter, Gastgeber, Wachszieher und Met-Erzeuger. Das Haus, in dem Michael Pacher sein Meisterwerk fertiggestellt hat, besiccht vor allem durch die bemalte Fassade. | Seit dem [[15. Jahrhundert]] betreibt die Familie Wallner das Gewerbe der Lebzelter, Gastgeber, Wachszieher und Met-Erzeuger. Das Haus, in dem Michael Pacher sein Meisterwerk fertiggestellt hat, besiccht vor allem durch die bemalte Fassade. | ||
=== Museen === | === Museen === | ||
Version vom 21. Juni 2007, 19:03 Uhr
| Karte | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Politischer Bezirk: | Gmunden (GM) |
| Fläche: | 56,55 km² |
| Geografische Koordinaten: | Länge 13.3667 / 13° 22' 0", Breite 47.7667 / 47° 46' 0" |
| Höhe: | 548 m ü. A. |
| Einwohner: | 2.800 (Volkszählung 2001) |
| Postleitzahl: | 5360 |
| Vorwahl: | 0 61 38 |
| Gemeindekennziffer: | 40717 |
| Gemeindeamt: | Markt 28 5360 St. Wolfgang |
| Offizielle Website: | www.stwolfgang.at |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Johannes Peinsteiner([[
ÖVP]]) |
St. Wolfgang ist ein Ort am Nordufer des Wolfgangsee's im Bezirk Vöcklabruck, Oberösterreich. Politisch gehört St. Wolfgang bereits zu Oberösterreich, jedoch der Schafberg mit der Schafbergbahn befindet sich noch auf Salzburger Territorium.
Geografie
Geografische Lage
Die Ortschaft St. Wolfgang liegt am Wolfgangsee im Salzkammergut im Kalkvoralpengebiet, etwa 50 km nördlich von Salzburg.
Nachbargemeinden
Die Nachbargemeinden von St. Wolfgang sind Strobl und St. Gilgen
Geschichte
St. Wolfgang ist nach seinem Gründer – dem Heiligen Wolfgang – benannt. Wolfgang war 976 zunächst Bischof von Regensburg, zog sich jedoch angesichts einer schwierigen Lage zurück und begab sich in das abeglegene Kloster von Mondsee sowie an den damals kaum zugänglichen Abersee. Viele Jahre verbrachte er als Einsiedler in der Umgebung des Falkensteines.
In den nächsten Jahrhunderten wurde Wolfgang zu einem viel verehrten Heiligen, um den vielen Legenden entstanden sind. Seine Frömmigkeit und sein wundertätiges Wirken war maßgeblich für den immer größer werdenden Pilgerstrom: 20.000 bis 70.000 Pilger besuchten St. Wolfgang jährlich. Er verhalf dem Ort zu Reichtum und somit zum Bau einer romanischen Kirche. Ein großer Brand im Jahr 1429 vernichtete jedoch den ganzen Ort.
1430 verlieh Kaiser Sigismund St. Wolfgang das Marktrecht, wodurch neuer Aufschwung entstand. In dieser Zeit wird die gotische Hallenkirche errichtet und der Pacheraltar aufgestellt.
Die Reformation beendete jedoch den aufgekommenen Wohlstand. Gute und schlechte Zeiten wechselten. Erst als Mitte des vorigen Jahrhunderts Kaiser Franz Josef Bad Ischl zu seiner Sommerresidenz wählte, kam es auch in St. Wolfgang wieder zu einer wirtschaftlichen Blüte. Aus einem Ort der Sommerfrische wurde schnell ein internationaler Fremdenverkehrsort.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Wallfahrtskirche St. Wolfgang
Der Bau der Wallfahrtskirche lässt sich in drei Bauphasen gliedern:
- die gotische Hallenkirch mit Süd- und Nordschiff aus dem 15. Jahrhundert
- der glockenförmige Turm aus dem 18. Jahrhundert
- die barocken Anbauten am Süd- und Nordschiff und die Wolfgangkapelle aus dem frühen 18. Jahrhundert.
Sehenswürdigkeiten in der Kirche sind:
Pilgerbrunnen
Der Brunnen wurde von Abt Wolfgang Haberl zu Ehren seines Namenspatrons, des Heiligen Wolfgang, errichtet. Er diente vor allem der Labung für die zahlreichen Wallfahrer, nebenbei jedoch auch als Hausbrunnen für die anliegenden Häuser und galt seit altersher als Heilquelle.
Hotel Weisses Rössl
Das Weisse Rössl ist nicht nur eines der ältesten, sondern wohl auch das bekannteste Hotel in St. Wolfgang. Vor allem die Operette von Ralph Benatzky und Robert Stolz brachten diesem Haus Weltruhm.
Wallner Haus
Seit dem 15. Jahrhundert betreibt die Familie Wallner das Gewerbe der Lebzelter, Gastgeber, Wachszieher und Met-Erzeuger. Das Haus, in dem Michael Pacher sein Meisterwerk fertiggestellt hat, besiccht vor allem durch die bemalte Fassade.
Museen
- Turmmuseum
- Puppenmuseum
Turmmuseum Im Turmmuseum finden Sie schöne, alte
Weblinks
- Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "St. Wolfgang im Salzkammergut"