Lycopodium annotinum: Unterschied zwischen den Versionen
(+ {{Fauna und Flora Projekt}}) |
MK (Diskussion | Beiträge) |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Bild:sE-HdN-3007a.jpg|thumb|Vorarlberg, Lechtaler Alpen, Arlbergpass, 2004.07.27, Bild von: Michael Kurz (ein Bild aus Salzburg stand nicht zur Verfügung)]] | [[Bild:sE-HdN-3007a.jpg|thumb|Vorarlberg, Lechtaler Alpen, Arlbergpass, 2004.07.27, Bild von: Michael Kurz (ein Bild aus Salzburg stand nicht zur Verfügung)]] | ||
| − | '''Lycopodium annotinum''', Schlangen-Bärlapp, ist der häufigste Vertreter der ''[[Lycopodiopsida]]'' (Bärlapp]] im [[Bundesland Salzburg]]. | + | '''Lycopodium annotinum''', Schlangen-Bärlapp, ist der häufigste Vertreter der ''[[Lycopodiopsida]]'' (Bärlapp]] im [[Bundesland Salzburg]]. |
| − | == | + | ==Diagnose== |
| − | + | Im Gegensatz zur ähnlichen ''[[Lycopodium clavatum]]'' stehen die Laubblätter weniger dicht und sind nicht in eine 1-3 mm lange haarförmige Spitze ausgezogen. Die Sporophyllstände besitzen keinen Stiel, sondern schließen unmittelbar an den Laubspross an. | |
| − | == | + | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie== |
| − | + | Der Schlangen-Bärlapp ist in Salzburg in allen Landesteilen verbreitet und meist häufig. Im nördlichen Flachgau sind die Funde aber sehr verstreut und in der Stadt Salzburg (Zone Ia nach Embacher et al. 2025) beschränken sie sich auf die Moorreste im Osten (Sam Moos) und Süden (Leopoldskron Moos) der Stadt (GBIF Austria 2026). Die Höhenverbreitung im Land ist von rund 400 bis 2100 (2300) m belegt, wobei das Häufigkeitsmaximum in der montanen Zone liegt. Lebensraum der Art sind besonders bodensaure Biotope, wie schattige Fichtenwälder, Moorrandwälder, Zwergstrauchheiden, Heidekrautflächen oder Magerweiden (Kurz & Kurz 2026). Die Sporenreife erfolgt von (Juli) August bis November (Fischer et al. 2008, Kurz & Kurz 2026). | |
| + | |||
| + | ==Nachbarfloren== | ||
| + | ''L. annotinum'' ist in allen österreichischen Bundesländern mit Ausnahme von Wien nachgewiesen, die Funddokumentation im Östen Österreichs ist aber sehr spärlich (Fischer et al. 2008, GBIF Ausria 2026). | ||
| + | |||
| + | ==Biologie und Gefährdung== | ||
| + | Nach wikipedia (2026) keimen die Sporen im Boden erst nach 6 bis 7 Jahren und bilden das Prothallium. Dieses bildet erst nach weitern 12 bis 15 Jahren Gametangien, aus denen nach der Befruchtung wieder ein Sporophyt heranwächst. | ||
| + | |||
| + | Wegen der weiten Verbreitung und Häufigkeit im Land ist ''L. annotinum'' nicht gefährdet (Einstufung LC nach IUCN 2012). | ||
| + | |||
| + | ==Weiterführende Informationen== | ||
| + | {{NKIS | taxonid=9091}} | ||
| + | {{Fauna und Flora Projekt}} | ||
| + | |||
| + | == Bilder == | ||
| + | {{Commonscat|Lycopodium annotinum}} | ||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
| − | * [http://www.nkis.info/ | + | *{{Quelle Embacher et al. 2024}} |
| + | *Fischer, M. A., K. Oswald & W. Adler 2008. Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. Auflage, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen: 1-1396. | ||
| + | *GBIF 2026. The Global Biodiversity Information Facility. URL: https://www.gbif.org [online: 2026.01.25]. | ||
| + | *International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (ed.) 2012. IUCN Red List Categories and Criteria. Version 3.1. Second edition. IUCN, Gland (Schweiz) und Cambridge. | ||
| + | *Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2026. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 2026.01.26]. | ||
| + | *Wittmann, H., A. Siebenbrunner, P. Pilsl, [[Paul Heiselmayer]] 1987. Verbreitungsatlas der Salzburger Gefäßpflanzen. Sauteria 2: 1-403. | ||
| + | *Seite „Sprossender Bärlapp“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 14. November 2025, 15:32 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Sprossender_B%C3%A4rlapp&oldid=261546223 [online 2026.01.26]. | ||
| − | + | == Einzelnachweise == | |
| + | <references/> | ||
[[Kategorie:Wissenschaft]] | [[Kategorie:Wissenschaft]] | ||
| Zeile 17: | Zeile 39: | ||
[[Kategorie:Biologie]] | [[Kategorie:Biologie]] | ||
[[Kategorie:Flora]] | [[Kategorie:Flora]] | ||
| + | [[Kategorie:Gefäßpflanzen]] | ||
[[Kategorie:Bärlappgewächse]] | [[Kategorie:Bärlappgewächse]] | ||
Aktuelle Version vom 26. Januar 2026, 14:19 Uhr
Lycopodium annotinum, Schlangen-Bärlapp, ist der häufigste Vertreter der Lycopodiopsida (Bärlapp]] im Bundesland Salzburg.
Diagnose
Im Gegensatz zur ähnlichen Lycopodium clavatum stehen die Laubblätter weniger dicht und sind nicht in eine 1-3 mm lange haarförmige Spitze ausgezogen. Die Sporophyllstände besitzen keinen Stiel, sondern schließen unmittelbar an den Laubspross an.
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie
Der Schlangen-Bärlapp ist in Salzburg in allen Landesteilen verbreitet und meist häufig. Im nördlichen Flachgau sind die Funde aber sehr verstreut und in der Stadt Salzburg (Zone Ia nach Embacher et al. 2025) beschränken sie sich auf die Moorreste im Osten (Sam Moos) und Süden (Leopoldskron Moos) der Stadt (GBIF Austria 2026). Die Höhenverbreitung im Land ist von rund 400 bis 2100 (2300) m belegt, wobei das Häufigkeitsmaximum in der montanen Zone liegt. Lebensraum der Art sind besonders bodensaure Biotope, wie schattige Fichtenwälder, Moorrandwälder, Zwergstrauchheiden, Heidekrautflächen oder Magerweiden (Kurz & Kurz 2026). Die Sporenreife erfolgt von (Juli) August bis November (Fischer et al. 2008, Kurz & Kurz 2026).
Nachbarfloren
L. annotinum ist in allen österreichischen Bundesländern mit Ausnahme von Wien nachgewiesen, die Funddokumentation im Östen Österreichs ist aber sehr spärlich (Fischer et al. 2008, GBIF Ausria 2026).
Biologie und Gefährdung
Nach wikipedia (2026) keimen die Sporen im Boden erst nach 6 bis 7 Jahren und bilden das Prothallium. Dieses bildet erst nach weitern 12 bis 15 Jahren Gametangien, aus denen nach der Befruchtung wieder ein Sporophyt heranwächst.
Wegen der weiten Verbreitung und Häufigkeit im Land ist L. annotinum nicht gefährdet (Einstufung LC nach IUCN 2012).
Weiterführende Informationen
|
Bilder
Lycopodium annotinum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quellen
- Embacher, G., S. Flechtmann, P. Gros & M. A. Kurz 2024 [2025]. Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematische und revidierte Liste mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur. Sonderband. In Zusammenarbeit mit der Naturkundlichen Gesellschaft Salzburg. Haus der Natur, Salzburg: 3-176.
- Fischer, M. A., K. Oswald & W. Adler 2008. Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. Auflage, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen: 1-1396.
- GBIF 2026. The Global Biodiversity Information Facility. URL: https://www.gbif.org [online: 2026.01.25].
- International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (ed.) 2012. IUCN Red List Categories and Criteria. Version 3.1. Second edition. IUCN, Gland (Schweiz) und Cambridge.
- Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2026. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 2026.01.26].
- Wittmann, H., A. Siebenbrunner, P. Pilsl, Paul Heiselmayer 1987. Verbreitungsatlas der Salzburger Gefäßpflanzen. Sauteria 2: 1-403.
- Seite „Sprossender Bärlapp“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 14. November 2025, 15:32 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Sprossender_B%C3%A4rlapp&oldid=261546223 [online 2026.01.26].
