Phyllocnistis xenia: Unterschied zwischen den Versionen

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==Biologie und Gefährdung==
 
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Die Raupen von ''P. xenia'' fressen nahezu ausschließlich an der Weißpappel (''[[Populus alba]]''), was den Hauptunterschied zu ''[[Phyllocnistis labyrinthella]]'' ausmacht. Die Raupen der letzteren Art fressen fast ausschließlich an den Blättern von ''[[Populus tremula]]'', der Zitterpappel. Beide Arten erzeugen an den Blättern ihrer Nahrungspflanzen sehr lange und auffallend silberweiße, vielfach gewundene Gangminen mit dunkler Mittellinie, die sowohl auf der Ober- wie auch auf der Unterseite verlaufen können. Diese dunkle Kotspur ist bei ''P. labyrinthella'' fein und schwarz, bei ''P. xenia'' aber breiter und grünlich. An denselben Weißpappelbüschen, an denen 2018 die Minen von ''P. xenia'' gefunden wurden, traten auch Fraßspuren von ''[[Phyllonorycter comparella]]'' und ''[[Stigmella assimilella]]'' auf, allerdings niemals auf demselben Blatt. Weitere geeignete Lebensräume würden sich in Salzburg sonst nur in den Auwaldresten an der [[Salzach]] nörlich der [[Stadt Salzburg]], sowie am Unterlauf der [[Saalach]] finden, sodass die Art als bedroht angesehen werden muss.
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Die Raupen von ''P. xenia'' fressen nahezu ausschließlich an der Weißpappel (''[[Populus alba]]''), was den Hauptunterschied zu ''[[Phyllocnistis labyrinthella]]'' ausmacht. Die Raupen der letzteren Art fressen fast ausschließlich an den Blättern von ''[[Populus tremula]]'', der Zitterpappel. Beide Arten erzeugen an den Blättern ihrer Nahrungspflanzen sehr lange und auffallend silberweiße, vielfach gewundene Gangminen mit dunkler Mittellinie, die sowohl auf der Ober- wie auch auf der Unterseite verlaufen können. Diese dunkle Kotspur ist bei ''P. labyrinthella'' fein und schwarz, bei ''P. xenia'' aber breiter und grünlich. An denselben Weißpappelbüschen, an denen 2018 die Minen von ''P. xenia'' gefunden wurden, traten auch Fraßspuren von ''[[Phyllonorycter comparella]]'' und ''[[Stigmella assimilella]]'' auf, allerdings niemals auf demselben Blatt. Weitere geeignete Lebensräume würden sich in Salzburg sonst nur in den Auwaldresten an der [[Salzach]] nördlich der [[Stadt Salzburg]], sowie am Unterlauf der [[Saalach]] finden, sodass die Art als bedroht angesehen werden muss (Einstufung VU nach Embacher et al. 2024).
  
 
==Weiterführende Informationen==
 
==Weiterführende Informationen==

Version vom 23. September 2025, 16:13 Uhr

Phyllocnistis xenia M. Hering, 1936: 369 ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Gracillariidae (Miniermotten oder Blatt-Tütenmotten).

Diagnose

Imagines von P. xenia sind von jenen der Phyllocnistis labyrinthella nicht mit Sicherheit zu unterscheiden. Die Minen an Populus alba (und Populus x canescens?) sind aber neben der verschiedenen Nahrungspflanze durch die breitere grünliche Kotspur von P. labyrinthella eindeutig unterscheidbar. Aus diesem Grund wird P. xenia im Allgemeinen heute als eigenständige Art aufgefasst, auch wenn das letzte Wort hier noch nicht gesprochen sein dürfte (siehe auch Huemer 2013: 210).

Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]

P. xenia wurde erst am 28.10.2011 zum ersten Mal in Salzburg festgestellt und ist daher in der Liste von Embacher et al. (2011) noch nicht verzeichnet. Der Autor fand an diesem Tag eine bereits ausgewaschene Mine auf der Blattoberseite einer jungen Weißpappel in der Nähe der Überfuhr in der Stadt Salzburg im Gehölzstreifen am linken Salzachufer. Im August 2018 wurde dann wenige hundert Meter weiter nördlich frische Minen, sowie auch einige Puppen an Weißpappel gefunden. Aus einer der mitgenommenen Puppen wurde allerdings keine Imago erhalten. Die beiden bisher bekannten Fundorte liegen in rund 420 bis 425 m Höhe (Kurz & Kurz 2025).

Nachbarfaunen

Huemer (2013) meldet P. xenia auf Basis des obigen Erstfundes nur aus Salzburg. Minen an Populus alba fand der Autor aber auch 2018 in Niederösterreich in der Nähe von Grafenegg am Kamp-Rundweg, sowie im Burgenland in den Jahren 2012 (Dorfmuseum in Mönchhof), 2017 (Umgebung von Weiden am Neusiedlersee) und 2019 (Tierpark Pamhagen, alle daten nach Kurz & Kurz 2025). Zudem meldet Klimesch (1990) die Art bereits aus dem oberösterreichischen Alpenvorland. In Bayern sind Funde aus dem Tertiär-Hügelland und den voralpinen Schotterdecken, sowie aus dem Schichtstufenland bekannt (Haslberger & Segerer 2016).

Biologie und Gefährdung

Die Raupen von P. xenia fressen nahezu ausschließlich an der Weißpappel (Populus alba), was den Hauptunterschied zu Phyllocnistis labyrinthella ausmacht. Die Raupen der letzteren Art fressen fast ausschließlich an den Blättern von Populus tremula, der Zitterpappel. Beide Arten erzeugen an den Blättern ihrer Nahrungspflanzen sehr lange und auffallend silberweiße, vielfach gewundene Gangminen mit dunkler Mittellinie, die sowohl auf der Ober- wie auch auf der Unterseite verlaufen können. Diese dunkle Kotspur ist bei P. labyrinthella fein und schwarz, bei P. xenia aber breiter und grünlich. An denselben Weißpappelbüschen, an denen 2018 die Minen von P. xenia gefunden wurden, traten auch Fraßspuren von Phyllonorycter comparella und Stigmella assimilella auf, allerdings niemals auf demselben Blatt. Weitere geeignete Lebensräume würden sich in Salzburg sonst nur in den Auwaldresten an der Salzach nördlich der Stadt Salzburg, sowie am Unterlauf der Saalach finden, sodass die Art als bedroht angesehen werden muss (Einstufung VU nach Embacher et al. 2024).

Weiterführende Informationen

Allgemeine Informationen und Hilfe:

Naturkundliche Gesellschaft

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Das SALZBURGWIKI-Projekt Fauna und Flora möchte eine Übersicht über alle Pflanzen-, Pilz- und Tierarten des Landes Salzburg erstellen. Wer eine Art beschreiben will, kann sich die hier hinterlegte Formatvorlage kopieren und für einen neuen Artikel verwenden. Im Abschnitt "Material und Methoden" wird erklärt, wann deutsche und wann lateinische Namen als Artikelnamen verwendet werden sollen.


Weitere Bilder

 Phyllocnistis xenia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen