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| | == Über das Unglück == | | == Über das Unglück == |
| − | Am Nordosthang des [[Großer Schmiedinger|Großen Schmiedingers]], westlich des [[Kitzsteinhorn]]s, brach in 2 800 [[m ü. A.]] eine Lawine auf einer Breite von 150 Metern ab. Sie wälzte sich über etwa 400 Höhenmeter und über eine Länge von 1,5 Kilometer zu Tal. Der Lawinenkegel erreichte eine Breite von 500 Meter. | + | Am Nordosthang des [[Großer Schmiedinger|Großen Schmiedingers]], westlich des [[Kitzsteinhorn]]s, brach in 2 800 [[m ü. A.]] eine Lawine auf einer Breite von 150 Metern ab. Sie wälzte sich über etwa 400 Höhenmeter und über eine Länge von 1,5 Kilometern zu Tal. Der Lawinenkegel erreichte eine Breite von 500 Metern. |
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| − | Manche der Opfer wurden über einen Kilometer von der Lawine mitgerissen. Vier [[Rettungshubschrauber]], zwei Hubschrauber des Innenministeriums und mehrere Hubschrauber von privaten Fernsehstationen waren am Nachmittag auf einer Landwiese in Niedernsill zusammengezogen worden, um die Rettungsaktion zu unterstützen. Zeitweise wurde sogar der Sprint für die Hubschrauber knapp, berichteten die "[[Salzburger Nachrichten]]" in ihrer Ausgabe vom [[29. März]] 2000. Alle verfügbaren Skilehrer der Region, Bergretter, Lawinenhundeführer, Soldaten und Alpinpolizisten wurden für die Rettungsaktion zusammengezogen. Insgesamt 150 Personen suchten nach den Verschütteten. An diesem Tag wurden elf Todesopfer geborgen, zwei Personen wurden noch vermisst. Als einziger Überlebender konnte ein 23-jähriger [[Tschechien|Tscheche]] geborgen werden. Das zwölfte Opfer wurde Ende März 2000 dann noch vermisst. Dabei handelte es sich um einen 22-jährigen [[Kaprun]]er Zivildiener. Hans Gross war der Leiter der Ausbildung und wurde ebenfalls ein Opfer der Lawine. | + | Manche der Opfer wurden über einen Kilometer von der Lawine mitgerissen. Vier [[Rettungshubschrauber]], zwei Hubschrauber des Innenministeriums und mehrere Hubschrauber von privaten Fernsehstationen waren am Nachmittag auf einer Landwiese in Niedernsill zusammengezogen worden, um die Rettungsaktion zu unterstützen. Zeitweise wurde sogar der Sprit für die Hubschrauber knapp, berichteten die "[[Salzburger Nachrichten]]" in ihrer Ausgabe vom [[29. März]] 2000. Alle verfügbaren Skilehrer der Region, Bergretter, Lawinenhundeführer, Soldaten und Alpinpolizisten wurden für die Rettungsaktion zusammengezogen. Insgesamt 150 Personen suchten nach den Verschütteten. An diesem Tag wurden elf Todesopfer geborgen, zwei Personen wurden noch vermisst. Als einziger Überlebender konnte ein 23#8209;jähriger [[Tschechien|Tscheche]] geborgen werden. Das zwölfte Opfer wurde Ende März 2000 dann noch vermisst. Dabei handelte es sich um einen 22#8209;jährigen [[Kaprun]]er Zivildiener. Hans Gross war der Leiter der Ausbildung und wurde ebenfalls ein Opfer der Lawine. |
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| − | Bei den Verschütteten handelte es sich um eine Tourenabfahrt von Skilehrern aus dem Gebiet des [[Schmiedingerkees]] unterhalb des Kitzsteinhorns. Die Skilehrer absolvierten gerade eine Alpinausbildung des Berufs-Skilehrerverbands. Sie waren unterhalb des Großen Schmiedingers ins freie Gelände gefahren, eine Tour, die nur ''Insidern'' bekannt ist, jedoch zu den schönsten Tiefschnee-Abfahrten in Salzburg zählt(e). Sie waren alle mit Lawinenpiepsern ausgerüstet und fuhren einzeln zu Tal. Einige der Skilehrer warteten bereits unten als die Lawine abbrach. Zwei Snowboarder, die ebenfalls verschüttet wurden, hatten keine Lawinenpiepser dabei und konnte daher nicht gefunden werden. Das riesige Ausmaß der Lawine offenbarte sich darin, dass eines der Opfer in fünf Meter Tiefe geborgen werden musste. Zum Zeitpunkt des Lawinenabgangs herrschte Warnstufe 2 auf der fünfteiligen Skala. Auf einem Bild in den "Salzburger Nachrichten" sieht man, dass die Lawine sogar den Almboden unter dem Schnee freigegeben hat, also die gesamte Schneedecke war abgerutscht. | + | Bei den Verschütteten handelte es sich um eine Tourenabfahrt von Skilehrern aus dem Gebiet des [[Schmiedingerkees]]es unterhalb des Kitzsteinhorns. Die Skilehrer absolvierten gerade eine Alpinausbildung des Berufs-Skilehrerverbands. Sie waren unterhalb des Großen Schmiedingers ins freie Gelände gefahren, eine Tour, die nur ''Insidern'' bekannt ist, jedoch zu den schönsten Tiefschnee-Abfahrten in Salzburg zählt(e). Sie waren alle mit Lawinenpiepsern ausgerüstet und fuhren einzeln zu Tal. Einige der Skilehrer warteten bereits unten, als die Lawine abbrach. Eines der beiden Salzburger Opfer war [[Evelyn Hofer]], zweifache Salzburger Landesskimeisterin. Zwei [[Snowboarding|Snowboarder]], die ebenfalls verschüttet wurden, hatten keine Lawinenpiepser dabei und konnte daher nicht gefunden werden. Das riesige Ausmaß der Lawine offenbarte sich darin, dass eines der Opfer in fünf Metern Tiefe geborgen werden musste. |
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| − | Wer die Lawine ausgelöst hatte, ein Skilehrer oder ein Snowboarder, konnte nie geklärt werden. Eines der beiden Salzburger Opfer war Evelyn Hofer, zweifache Salzburger Landesskimeisterin. | + | Zum Zeitpunkt des Lawinenabgangs herrschte Warnstufe 2 auf der fünfteiligen Skala. Auf einem Bild in den "Salzburger Nachrichten" sieht man, dass die Lawine sogar den Almboden unter dem Schnee freigab, dass also die gesamte Schneedecke abgerutscht war. |
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| | + | Wer die Lawine ausgelöst hatte, ein Skilehrer oder ein Snowboarder, konnte nie geklärt werden. |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
| − | * {{Quelle SN|29. März 2000, Lokalteil Seiten 2 bis 5 sowie 30. März, Lokalteil Seiten 2 bis 7}} | + | * {{Quelle SN|29. März 2000, Lokalteil Seiten 2 bis 5, sowie 30. März, Lokalteil Seiten 2 bis 7}} |
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