Änderungen

K
Zeile 5: Zeile 5:  
Johann Reiter gehörte keiner Konfession an, war verheiratet und verdiente seinen Lebensunterhalt als Maurer. Seit 1930 lebte die Familie Reiter in Salzburg in der [[Scherzhauserfeldsiedlung]].  
 
Johann Reiter gehörte keiner Konfession an, war verheiratet und verdiente seinen Lebensunterhalt als Maurer. Seit 1930 lebte die Familie Reiter in Salzburg in der [[Scherzhauserfeldsiedlung]].  
   −
Reiters politische Einstellung deckte sich mit jener der [[Sozialdemokratische Arbeiterpartei|Sozialdemokratischen Arbeiterpartei]] und deren [[Republikanischer Schutzbund|Republikanischen Schutzbundes]]. Auch [[Karl Emminger]] und [[Franz Peyerl]] gehörten dieser Partei an. 1934 wurde ein neuer Befehl herausgegeben: Alle sozialdemokratischen Funktionäre sollten verhaftet und deren Waffen, sowohl in öffentlichen Parteiheimen, als auch in privaten Wohnungen beschlagnahmt werden. Einige Waffen (Gewehre, Patronen, eine Leuchtpistole und eine Spitzhacke) wurden gefunden. Reiter kam, ebenso wie seine Parteigenossen, für drei Monate in Haft. Eine Anklage gab es nicht. Reiter, der als Patriot und Antifaschist galt, wurde fortan von den Nationalsozialisten beobachtet.  
+
Reiters politische Einstellung deckte sich mit jener der [[SPÖ Salzburg|Sozialdemokratischen Arbeiterpartei]] und deren [[Republikanischer Schutzbund|Republikanischen Schutzbundes]]. Auch [[Karl Emminger]] und [[Franz Peyerl]] gehörten dieser Partei an. 1934 wurde ein neuer Befehl herausgegeben: Alle sozialdemokratischen Funktionäre sollten verhaftet und deren Waffen, sowohl in öffentlichen Parteiheimen, als auch in privaten Wohnungen beschlagnahmt werden. Einige Waffen (Gewehre, Patronen, eine Leuchtpistole und eine Spitzhacke) wurden gefunden. Reiter kam, ebenso wie seine Parteigenossen, für drei Monate in Haft. Eine Anklage gab es nicht. Reiter, der als Patriot und Antifaschist galt, wurde fortan von den Nationalsozialisten beobachtet.  
    
1939 brach der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] aus. Reiter musste zwar zur Deutschen Wehrmacht in Wien einrücken, verweigerte jedoch im November desselben Jahres den Befehl seines Vorgesetzten. Infolgedessen entwickelte sich ein Kampf zwischen Reiter und seinem Zugführer, wobei letzterer starb. Reiter wurde vom Kriegsgericht zum Tode und zum Verlust der Wehrwürdigkeit verurteilt. Am [[25. Juli]] [[1940]] schied er, nicht freiwillig, sondern getroffen von einer Kugel, aus dem Leben.  
 
1939 brach der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] aus. Reiter musste zwar zur Deutschen Wehrmacht in Wien einrücken, verweigerte jedoch im November desselben Jahres den Befehl seines Vorgesetzten. Infolgedessen entwickelte sich ein Kampf zwischen Reiter und seinem Zugführer, wobei letzterer starb. Reiter wurde vom Kriegsgericht zum Tode und zum Verlust der Wehrwürdigkeit verurteilt. Am [[25. Juli]] [[1940]] schied er, nicht freiwillig, sondern getroffen von einer Kugel, aus dem Leben.